Seit Beginn des Jahres sind Intelligente Stromzähler (Smart Meter) in Neubauten und bei größeren Gebäudesanierungen Pflicht. Wo bislang noch ein profaner Stromzähler jedes einzelne Kilowatt registriert, soll schon bald der Stromverbrauch in alle Facetten aufgelöst werden. Ziel ist es, Stromfresser zu identifizieren und dadurch den Stromverbrauch zu senken. Außerdem soll mit dem Smart Meter der unvermeidbare Einsatz von Wasch- oder Spülmaschine in Zeiten verlegt werden, wenn Stromanbieter ihren Strom günstiger anbieten.
Strom günstiger?
Vielen Stromverbrauchern scheint bislang nicht klar zu sein, dass sie in der Grundversorgung vergleichsweise hohe Stromkosten zahlen. Zwar ist der Strommarkt seit mehr als 10 Jahren liberalisiert und der Kunde ist frei zu wechseln, doch die große Masse der deutschen Bevölkerung machte von dieser Möglichkeit bislang kaum Gebrauch. Ein einfacher und kostenloser Stromvergleich im Internet zeigt die Ersparnis, die ein Stromanbieterwechsel bringt. Wenn es nach den Verantwortlichen in der Politik und Energiebranche geht, darf die Ersparnis gerne noch größer sein.
Strom noch günstiger?
Denn mit jedem Intelligenten Stromzähler, der einen „normalen“ Stromzähler ersetzt, rücken auch die Stromtarife für Smart Meter näher. Anstelle eines allgemeingültigen Strompreises, bieten die Stromanbieter dann an Uhrzeiten gekoppelte Strompreise. Wenn also morgens und abends der Energieverbrauch in Deutschland steigt, kostet jede Kilowattstunde (kWh) etwas mehr als nachts, wenn Strom im Überfluss vorhanden ist. Sind die Stromverbraucher also in der Lage den Stromverbrauch in Richtung Nacht zu verlagern, fällt die Stromabrechnung am Ende etwas niedriger aus.
Strom günstig.
Unabhängig von einer Änderung im Verhalten der Stromverbraucher konkurrieren allerdings schon jetzt mehr als 900 Stromanbieter um die Kunden und ein niedriger Strompreis ist als Argument für einen Stromanbieterwechsel bewährt. Daher kann es auch mit Intelligenten Stromzählern nicht schaden, Strompreise zu vergleichen. Selbst wenn der Stromrechner am Ende bestätigt, dass man bereits den günstigsten Stromanbieter gefunden hat.
Ersetzen Intelligente Stromzähler einen Stromvergleich?
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#1
Marc
on
06/20/10 at 09:30 AM
[Reply]
was bei og Artikel vergessen wurde zu erläutern ist, dass die Stromtarife für Smart Meter höher sind als für "herkömmliche".
Sollte man also nicht gezwungen sein, neue Zähler einzubauen und man hat bereits die Haushaltsgeräte, ebenso wie den Stromanbieter optimiert, einfach beim "alten bleiben".
#1.1
oliver
on
06/21/10 at 10:14 PM
[Reply]
@marc verwechselst du da nicht stromtarife für smart meter mit stromtarifen für ht/nt?
bei ht/nt machen sich die anbieter teilweise die mangelnde konkurrenz zu eigen, was höhere strompreise zur folge hat. aber bei den tarifen für smart meter gibt es von wenigen projektgruppen abgesehen zur zeit noch gar keine speziellen stromtarife.
der smart meter ersetzt einfach den herkömlichen stromzähler. bei der wahl der stromversorger hat der verbraucher die gleiche auswahl wie ein verbraucher mit herkömlichen stromzähler
#1.1.1
Marc
on
06/22/10 at 07:58 AM
[Reply]
da bist du nicht mehr ganz *up-to-date*, ich nehm jetzt nur mal EnBW heran (als Beispiel) -
Der Tarif zum Intelligenten Stromzähler
http://www.enbw.com/content/de/privatkunden/produkte/strom/enbw_isz/Tarifinformationen/index.jsp
von 08-20 Uhr: 22,31 Cent/kWh - von 20-08 Uhr + WE: 19,31 Cent/kWh bei einem Grundpreis p M. von 14,95 €
Vergleich mal alleine den Grundpreis p.M. hinzu kommt, der absolut nicht günstige Verbrauchspreis.
#2
Alex von Stromspartipps.net
on
06/20/10 at 04:06 PM
[Reply]
Hallo Marc,
das ist ein sehr guter Hinweis, der häufig weg gelassen wird. leider.
#3
Uli
on
10/07/10 at 04:40 PM
[Reply]
Da bin ich mal gespannt. Bisher war ich mit meinem Stromrechner immer super zufrieden, aber wenn mein Stromzähler das bald schon selber kann, dann kann ich mir den Vergleich ja sparen :-)
#3.1
Marc
on
10/11/10 at 03:36 PM
[Reply]
das ist ein Irrglauben, denn der Smart Meter sucht dir NICHT wie im Telekom.Bereich bsw. per CallbyCall den billigsten Anbieter.
Der Smart Meter, ist lediglich digital und kann die Daten dir im "Netz" grafisch aufbereiten/darstellen.
#3.1.1
Friedrich von Discovergy.com
on
10/12/10 at 12:03 PM
[Reply]
Hallo Marc, das gilt in der Tat für die allermeisten Smart Meter - was nicht verwundert, schließlich sind das Angebote der Versorger bzw. Netzbetreiber. Und die haben natürlich kein großes Interesse daran, Dir beim Stromsparen zu helfen ;-).
Allerdings gibt es auch unabhängige Anbieter am Markt: Bei Discovergy kombinieren wir intelligente Stromzähler mit einer fortlaufenden Stromsparberatung und Tarifempfehlungen. Geht also alles :-)
#3.1.1.1
Marc
on
10/12/10 at 01:20 PM
[Reply]
@Friedrich
Fakt ist aber, dass nicht der Smart Meter den billigsten Anbieter >automatisch< sucht (im Telekom.Bereich = LCR) und hierum ging es im Post von Uli.
Der Anwender muss selbst tätig werden (dh Kündigung/Anbieterwechsel/Neuabschluss/Kündigungsfristen), wobei er auf eure "EDV gestützte"-Empfehlungen zurückgreifen kann.
#4
Normy
on
10/11/10 at 02:37 PM
[Reply]
Da ich mich bei der letzten Stromabrechnung sehr gewundert habe, werde ich das mit dem Smart Meter in meinem Haus gerne versuchen. Denn trotz Tarifwechsel war meine Rechnung jetzt höher als je zuvor. Bei genauer Betrachtung habe ich einen sehr viel höheren Verbrauch festgestellt und suche nun nach dem "Verursacher". Ich vermute ein nicht mehr ganz optimal funktionierendes Gerät, konnte aber bisher die Quelle nicht finden.
#4.1
Marc
on
10/11/10 at 03:33 PM
[Reply]
hierfür ist aber ein Verbrauchsmessgerät sinnvoller, welches dazwischengeschalten wird. (gibt es bei den Discounter wie Aldi/Lidl für 10 Euro)
Sollte sich sodann nichts ergeben, stellt sich die Frage, ob dein Zähler in Ordnung ist, dies kannst du über deinen Anbieter prüfen lassen.
#4.2
Nicole_Mehr
on
02/24/11 at 03:48 PM
[Reply]
Die intelligenten Zähler bieten definitiv Einsparpotenziale. Nicht mehr optimal funktionierende Geräte können in Zukunft zudem durch Haushaltsgeräte ersetzt werden, die sich so programmieren lassen, dass sie den günstigsten Tarif nutzen.
http://blog.123energie.de/die-e-world-und-ihre-smarten-ideen/
#4.2.1
Marc
on
02/24/11 at 04:08 PM
[Reply]
KEIN Zähler bietet ein Einsparpotenzial (diese zeigen lediglich den Verbrauch an), sondern der User muss es auswerten und entsprechend reagieren.
Eine Optimierung der Nutzungsgewohnheiten und der Bezugsquelle ist jederzeit möglich.
Sollte diese ausgeschöpft sein, wäre die zu erwartende Ersparnis, mit den Kosten der Neuanschaffung, auf eine fik. Laufzeit hochzurechnen. In den seltensten Fällen dürfte sodann tatsächlich was gespart sein.
Unberücksichtigt blieb bei og Ausführungen, dass die Entwicklung auch nicht stehen bleibt und noch mehr stromsparendere Geräte morgen/übermorgen auf den Markt kommen.

