
Die Jeans ist das Modestück, welches bereits seit dem Ursprung im 19. Jahrhundert bis heute nicht mehr aus den Kleiderschränken wegzudenken ist.
Sie hat sich im Laufe der Jahre immer wieder optisch verändert, neue Marken wie Replay oder G Star Jeans sind dazugekommen, andere Marken wiederum kaum noch auf dem Markt zu finden oder tauchen unter einem neuen Namen auf. Aber eines haben alle gemeinsam: der ursprüngliche Stoff ist bis heute noch immer der gleiche für eine typische Jeans.
Die Goldgräber in den USA benötigten derbe und strapazierfähige Hosen, von daher schneiderte Levi Strauss, der übrigens in Franken in Deutschland geboren wurde und im 19. Jahrhundert in die USA auswanderte, Hosen, die aus Hanffaser hergestellt wurden. Damit die Jeans noch belastbarer waren, hatte ein anderer Schneider die Idee, dass die Nähte mit Nieten verstärkt werden sollten. Daher ist heute immer noch einmal der Ausdruck Nietenhose zu hören. Die Hose aus Hanffasern hatte naturgemäß eine braune Farbe, später kam die Idee auf, die Hosen durch mit Indigo eingefärbten blauen Baumwollstoff abzulösen. Somit war die Blue Jeans mit Nieten geboren, wie sie noch heute vielfach vorhanden ist. Und so entwickelte sich die Jeans immer weiter. Der Hosenträger wurde durch Gürtel abgelöst, jugendliche Amerikaner nahmen sie als Sinnbild der Rebellion und nach dem Krieg brachten die GI’s die Jeans nach Europa. Die europäische Jugend sah dieses Kleidungsstück in vielerlei Filmen und forderten immer mehr dieses für sie neuartige Kleidungsstück, während die ältere Generation sie am liebsten verboten hätte. In der ehemaligen DDR war die Jeans auch in der Schule sowie zu bestimmten Anlässen nicht gestattet.
Erst, als in Europa die Jeans hergestellt wurde, hat sie sich weiter etablieren können. Heute ist sie vom Markt nicht mehr wegzudenken. Sie ist nicht nur robust, sondern vielseitig einsetzbar. Mit entsprechender Zusatzbekleidung wie ein weißes Oberhemd oder eine entsprechend Bluse und schicken Schuhen ist sie sogar in manchen Kreisen bereits gesellschaftsfähig geworden. Im Büro allerdings ist in manchen Bereichen die Jeans noch heute verpönt, weil es hierbei an nötiger Autorität fehlt.
Mittlerweile wird die Jeans auch bereits aus anderen Materialien gearbeitet wie beispielsweise Leder. Hierbei entspricht der Name aber nur noch dem typischen Schnitt. Ebenso Materialmixe aus Leder und Baumwolle werden immer populärer genauso wie die Stretchjeans, bei der elastische Fasern zugesetzt werden, damit sie hauteng sitzt, aber dennoch eine gute Passform hat. Gleichermaßen haben sich die Farben geändert, von naturbelassen oder gebleicht bis hin zu schwarz oder grün ist jede Farbe auf dem Markt erhältlich. Der Modetrend hat sich den heutigen Bedürfnissen angepasst, die Schnittformen der Replay oder G Star Jeans sind deutlich moderner geworden und sprechen die Jugend von heute an. Hier sind tendenziell eher das gerade und weitere Bein sowie ein tiefsitzender Ansatz gefragt. Damit sie nicht zu langweilig wirkt, ist der Vintage-Look sehr angesagt, wobei die Jeans aussieht, als wenn sie schon mehrfach getragen wurde. Viele junge Frauen gehen aber bereits auf die etwas engere sowie figurbetonte Schnittweise wieder zurück, gewisse Verzierungen sind ebenso hier gefragt. Eines ist aber ganz sicher: die Jeans wird auch in den nächsten Jahrzehnten ganz sicher nicht zum alten Eisen gehören, solange sie weiterhin so jung bleibt.
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