Wer eine eigene Homepage, ein eigenes Blog oder Forum betreiben möchte, stößt meist auf einen der zahlreichen Gratis-Hosting-Anbieter im Netz. Viele dieser Angebote haben aber gravierende Nachteile: so wird die eigene Webseite oft mit Werbung zugepflastert, ist mit großen Einschränkungen verbunden und der Seitenaufruf sehr langsam. Außerdem stellen viele Gratis-Webhoster ihr Angebot nach einiger Zeit unvermittelt ein - oder bieten ihre Dienste nur noch kostenpflichtig an.
Wenn die Webseite mittel- oder langfristig angelegt ist, kommt man um ein eigenes Webhosting-Paket nicht herum. Auch die eigene Domain als „Aushängeschild“ im Web (die bei den meisten Tarifen bereits inklusive ist), lässt sich nur über einen bezahlten Webhosting-Tarif realisieren.
Bei der Wahl eines Tarifes sollte man sich genau informieren. Am Besten eignet sich ein Webhosting Preisvergleich, denn die Preise für nahezu gleiche Leistungen unterscheiden sich bei den Anbietern teils erheblich.
Allerdings ist auch bei Webhosting der Preis nicht alles: was nützt das günstigste Hosting-Angebot, wenn die Webseite nicht erreichbar oder sehr langsam ist. Besonders hilfreich sind daher die Bewertungen anderer Kunden beim Preisvergleich der Webhosting-Provider. Mit den Bewertungen und Kommentaren der Kunden, dem Lob und der Kritik kann der erste Eindruck eines Anbieters verfeinert werden und die Wahl des richtigen Tarifs wird erleichtert.
Früher oder später kommt für viele Webmaster der Punkt, an dem ein Webhosting-Paket nicht mehr genügt, um die Bedürfnisse oder Ansprüche an die eigene Homepage oder das eigene Blog zu befriedigen. Häufig ist der Grund ein sehr erfreulicher: die Zugriffszahlen sind gestiegen und die Leistungen des bisherigen Hosting-Angebots reichen nicht mehr aus. In anderen Fällen lassen sich Wünsche oder Features (wie z.B. ein Chat für die Nutzer der Seite) mit dem bisherigen Webhoster nicht umsetzen, da Sicherheitseinstellungen oder Nutzungsbeschränkungen dies nicht zulassen.
Eine mögliche Lösung könnte ein eigener, dedizierter Root Server von einem etablierten Anbieter wie z.B. Hetzner oder Thomas Krenn sein. Ein dedizierter Server ist für Projekte in einer Übergangsphase aber schlicht überdimensioniert und im Regelfall auch viel zu teuer.
Eine interessante Möglichkeit bieten hier vServer (eine Abkürzung für virtuelle Server). Dabei erhält der Administrator keinen Zugriff auf einen physischen Rechner, sondern auf ein virtuelles Betriebssystem. Da sich nur wenige Kunden einen (physischen) Server teilen, sind vServer deutlich leistungsfähiger als vergleichbare Webhosting-Pakete und wesentlich günstiger als dedizierte Root Server.
Meist werden vServer von den Providern mit verschiedenen Linux-Distributionen (z.B. Debian, Ubuntu oder CentOS) und/oder Windows-Server-Versionen angeboten. Die virtuellen Betriebssysteme werden mittels Virtualisierungslösungen wie z.B. Virtuozzo bereitgestellt. Ein vServer bietet (mit Ausnahme des direkten Zugriffs auf die Hardware) die unbegrenzten Möglichkeiten eines dedizierten Servers und ist bei weitem nicht nur auf reines Webhosting beschränkt. Generell gibt es keine oder nahezu keine Nutzungsbeschränkungen.
In der Vergangenheit war oftmals der Traffic pro Monat ein Unsicherheitsfaktor bei vServern, wenn nicht abschätzbar war wie hoch der Traffic für den Server sein würde. Mittlerweile ist dies aber kein Problem mehr, da Traffic-Flatrates auch bei einem vServer quasi Standard sind.
Insbesondere bei einem linuxbasierten vServer kommt auf den Administrator aber auch eine hohe Verantwortung zu. Ihm obliegt die Aktualisierung und Sicherung des Systems. Wer bisher noch keine Erfahrung mit Linux-Systemen gesammelt hat, sollte sich vor der Miete eines vServer in die Linux-Administration einlesen. Alternativ bieten viele Webhosting-Provider auch Managed vServer an, bei denen der Hoster das Betriebssystem wartet und Sicherheits-Updates und Aktualisierungen einspielt.
Auch bei einem vServer gilt, dass man sich bei einem Preisvergleich über die Angebote der unterschiedlichen Webhosting-Anbieter informieren sollte und die Bewertungen anderer Kunden nutzen sollte, um den für passenden Anbieter und Tarif zu finden.
Webhosting und vServer: Preisvergleich lohnt
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#1
Lars
on
09/24/10 at 01:50 PM
[Reply]
Ist soweit alles richtig, jedoch sollte man beim Preisvergleich von Webhosting-Anbietern und WebSpace auch auf die einzelnen Leistungspunkte achten, damit man auch langfristig mit seinem Dienstleister zufrieden ist. Naja, aber wie heißt es so schön? (gerade beim Thema Webspace) Irgendetwas ist ja immer ;)
#2
Server Vergleich
on
02/04/11 at 10:50 AM
[Reply]
Hinweis: bei den Server Traffic-Flatrates ist aber zu beachten, dass bei zu viel verbrauchtem Traffic, meist die Anbindung gedrosselt wird. Im Sternchentext steht dann zum Beispiel folgendes: Bei Traffic-Verbrauch über 1.000 GB/Monat und danach je weitere 300 GB erfolgt eine Umstellung der Anbindung auf max. 10 MBit/s. Dieser Punkt sollte im Hinterkopf bleiben, denn Traffic-Flatrate ist nicht gleich Flatrate.

