"Das hat Papa auch schon getragen", reicht in der Regel, um einen großen Bogen um Jacken, Schuhe oder Kleidung zu machen – anders ist es seit fast schon hundert Jahren bei dem Modell Chuck Taylor All Stars von Converse, auch kurz Chucks genannt.

Seit 1917
Chucks gibt es in fast unveränderter Ausführung seit 1917 und waren ursprünglich als Basketballstiefel konzipiert. Ihren Namen haben sie erst etwas später von dem Converse-Mitarbeiter Chuck Taylor erhalten, der in seiner Freizeit Basketball spielte und das ursprüngliche Modell optimierte. Kaum zu glauben, dass seitdem nahezu eine Milliarde (damit es deutlicher wird: 1.000.000.000!) Paar produziert wurden, die überwiegend an Füßen von Jugendlichen rund um den ganzen Globus getragen wurden.
Haltbar und robust
Ihre scheinbar ewige Jugend verdanken die Converse all-stars ihrer einfachen aber robusten Verarbeitung. Sie bestehen von ihren Anfängen an aus Leinenstoff, Gummisohlen und einer halbrunden Gummikappe an den Zehen. Chucks waren an den Füßen der amerikanischen Basketball Sieger der olympischen Spiele 1936 und gehören übrigens noch bis heute zur Standardsportausrüstung des amerikanischen Militärs.
Chucks – mit den richtigen Vorbildern
Ein Teil des Ruhmes und der Bekanntheit des Chuck Taylor All Stars ist darin zu finden, dass sich immer wieder wichtige Jugendvorbilder mit ihnen in der Öffentlichkeit sehen ließen. Zu diesem Image haben zum Beispiel Elvis Presley oder James Dean beigetragen, die sich schon sehr früh mit ihnen ablichten ließen. Viele Jahre später zogen auch auch Mick Jagger (der Chucks sogar bei seiner Hochzeit trug) oder Kurt Cobain Chucks an, die den Schuh als sichtbares Zeichen ihrer Unangepasstheit zeigen wollten. Nicht überliefert ist, ob einer der Beatles ebenfalls Chucks getragen hat – ausgeschlossen ist das wohl nicht.
Passt und ist dennoch unangepasst: Der Chuck
Von seinem reinen Tragekomfort her gesehen, ist der Chuck ein völlig entspannter Fußgefährte, der so gut wie keine Probleme macht und sich leicht tragen lässt – was sich nach einer Bestellung bei Stylight.de übrigens sehr leicht feststellen lässt. In den Augen von Punks oder Gegensystemler gehören die Converse all-stars zum unpassenden Standardrepertoir, das geeignet ist, ihre kritische Haltung zum Ausdruck zu bringen.
Chucks individuell gestaltet
Chucks gibt es in mittlerweile sehr vielen Farben und Ausführungen. Einige der Modelle sind flach oder haben einen eher hohen Schaft während sogar einige Modelle so gestaltet sind, dass ihr Schaft sich auf die Höhe des normalen Schaftes umlegen lässt. Doch damit ist ein Chuck noch lange nicht individuell genug. Denn: Die vielfach einfarbigen Flächen des Oberschuhs sind eine nahezu ideale Fläche, um darauf die unterschiedlichsten politischen, musikalischen oder einfach nur gestalterischen Gedanken mit Filz- oder anderen Stiften festzuhalten – und das dauerhaft und waschbar!
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