Wer zur Zeit mit seinem Arbeitsplatz nicht zufrieden ist und mal bei Apple arbeiten möchte, hat zur Zeit gute Chancen. So wie man im Job-Portal auf apple.com sehen kann, sind dort mehr als 1800 offene Stellen aufgelistet.
Ganz besonders stechen im Moment einige Stellenangebote raus, die darauf schließen lassen könnten, dass Apple in seinem iOS eine eigene Navigationssoftware implementieren will. Vielleicht möchte man seitens Apple aber auch eine eigene Kartensoftware entwickeln, bei der man bisher auf die Unterstützung von Google angewiesen ist.
Gekommen ist man auf die Theorie, weil Apple zur Zeit dringend Leute sucht, die sich unter anderem mit Beschleunigungssensoren, dem Kompass des iPhone, GPS, A-GPS und Navigationsalgorithmen sowie ortsbezogenen Diensten und Daten und Apples Datenframework auskennen.
Mit Worten wie „Wir wollen die Methode, wie Nutzer Karten, Navigations- und Ortsdienste verwenden, überdenken und weiter entwickeln." sucht man in den Stellenausschreibungen nach potentiellen Bewerbern.
Die Entwicklung einer solch eigenen Navigationssoftware liegen jedenfalls auf der Hand. Bislang müssen iPhone-Besitzer eine nicht ganz billige Navigationssoftware wie TomTom oder Navigon aus dem App-Store dazu kaufen. Der große Smartphone-Konkurrent Google bietet seinen Kunden hingegen eine im Android-System eingebaute Turn-by-Turn Navigationssoftware an. Die neue Google Maps Version 5.0 bringt dazu viele Neuerungen wie 3D-Darstellung von Gebäuden und eine vektorbasierte Darstellung mit deutlich weniger Datenvolumen beim Laden. Bei Google hatte man dazu schon angekündigt, sich auch mit Updates für andere Plattformen beschäftigen zu wollen.
Wie fast jeder Arbeitgeber sucht Apple vorzugsweise natürlich Bewerber mit mehrjähriger Erfahrung in den jeweiligen Gebieten. Vermutlich ist auch das Abwerben von Mitarbeitern bei anderen Unternehmen eine Option.
Eine eigene Kartenlösung ist bei Apple schön länger in der Planung. So wurde der Kartendienstprovider Placebase im letzten Jahr und Poly9, ein Anbieter eines 3D-Globus, in diesem Jahr übernommen. Die Verteilung von Live-Kartendaten über das Netz wäre zum Beispiel über eine große Serverfarm denkbar, die zur Zeit in North Carolina entsteht.


