Smartphones sind mittlerweile wie kleine Tragbare PC´s. Deshalb ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass es immer mehr Schadprogramme für die kleinen Alleskönner gibt. So sollen zur Zeit besonders Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android gefährdet sein. Die Zahl der Schadprogramme für Android-Handys stieg laut einer Studie des US-Unternehmens Juniper im vergangenen Jahr um ca. 400 Prozent!
Man geht zur Zeit von ca. 520 Schadprogrammen für Smartphone-Betriebssysteme weltweit aus. Auf Windows-PC´s werden zum Vergleich jeden Tag Tausende neuer Schädlinge gefunden. Es besteht also noch eine ziemlich kleine Gefahr sich mit einem richtigen Schädling auf dem Smartphone zu infizieren.
Auch der Datenschutz auf den Smartphones gerät mehr und mehr in den Blickpunkt. Die Gefahr kommt hier aber aus den Programmen selbst! Unzählige Apps auf den kleinen Geräten geben mehr Daten ab als so manch einem lieb ist. Doch leider machen diese Applikationen das ganze im Hintergrund und der Smartphone-Nutzer bekommt davon nichts mit.
Während es Firewalls und Überwachungsprogramme für den heimischen PC aber wie Sand am mehr gibt, ist das Schutzangebot für die Smartphones noch absolut rar. Aber es kommt Bewegung in den mobilen Datenschutz. Die Android-App "Whisper Monitor" zum Beispiel soll das heimliche flüstern von persönlichen Daten an ihre App-Hersteller unterbinden.
Ähnlich wie bei einer Firewall auf dem PC wird zwar nicht die heimliche Speicherung von Standortdaten im Smartphone verhindert, aber die nicht genehmigte Sendung der Daten an Google oder Dritte wird unterbunden. Wird von einer App dann eine Verbindung ins Internet aufgebaut, schlägt "Whisper Monitor" Alarm und fragt nach, ob der Nutzer das Versenden von Daten wirklich erlauben will. Ohne die bestätigte Erlaubnis können keine Daten mehr verschickt werden.
Leider gibt es "Whisper Monitor" nur für die beiden Android-Handys Nexus One und Nexus S. Weitere Versionen sind aber bereits in Planung. Verbesserungen sind aber wohl auch hier noch von Nöten. So kann ein ständiges Fragen der Software nach einer legitimen Verbindung schnell nerven und dazu verleiten, dass man die App schnell wieder deinstalliert oder die Warnhinweise abschaltet. Auf jeden Fall ist diese Art von Apps aber ein Schritt in die richtige Richtung.


