Am 30. November 2011 soll die EU-Verordnung zur Energiekennzeichnung von Fernsehgeräten in Kraft treten. Ein entsprechendes EU-Label entlarvt dann Stromfresser und kennzeichnet Geräte die weniger Strom verbrauchen mit dem Buchstaben A. Obwohl die Umsetzung der Verordnung erst ab Dezember Pflicht ist, dürfen die Hersteller der Geräte aber schon heute ihre Fernseher mit den entsprechenden Labeln kennzeichnen. Wer also bei der Suche nach dem neuen Fernseher auf ein "A" trifft, der kann unbekümmert zuschlagen und das Gerät kaufen.
Die Kennzeichnung geht dabei von einem "A" für Geräte mit wenig Stromverbrauch bis hin zu einem "G" für die wahren Stromfresser. Zu dem Stromverbrauch im laufenden Betrieb (in Watt) sind für die Einstufung der Geräte in die entsprechenden Kategorien auch der Jahresverbrauch (kWh) und das vorhanden sein eines Ein-/Ausschalters wichtig.
Bisher sind die Plasmafernseher noch die größten Stromfresser bei den Flachbildfernsehern. Werte von 350 bis 400 Watt sind hier keine Seltenheit. Die sparsamere LCD-Technik hat stark aufgeholt und ist mit Werten um die 200 bis 250 Watt schon deutlich besser. Die neueste Generation der LED Bildschirme verbraucht sogar noch weniger und ist bei einer durchschnittlichen Bildschirmdiagonale von 46 Zoll mit sagenhaften 150 Watt und weniger dabei.
Viele Hersteller könnten schon mit relativ wenig Aufwand ihre Geräte Strom sparende machen. So könnte ein eingesetzter Lichtsensor, der die Helligkeit des Fernsehbildes je nach Umgebungshelligkeit stärker oder schwächer einstellt wahres Geld sparen. Trotzdem muss man sagen dass es erfreulich ist, dass obwohl die Fernseher immer größere Bildschirme haben der Strombedarf im Durchschnitt um ein viertel gesunken ist.
Durch die bevorstehende Einführung der EU-Verordnung wird es wahrscheinlich noch schneller in diese Richtung gehen, da der Kunde den Stromverbrauch eines Fernsehers durchaus mit als Kaufkriterium sehen wird. Und wer noch weniger Strom verbrauchen will, der schaltet das Gerät nicht nur auf Stand-By, sondern schaltet den Fernseher erst gar nicht ein.
Foto - Kaarsten - Fotolia.com


