Der Fachkräftemangel Deutschland ist nach wie vor ein Thema. Immer mehr Unternehmen sind auf der suche nach qualifizierten Mitarbeitern. So hat wohl auch der Softwarehersteller Microsoft noch einmal mit Ausrufezeichen bekräftigt, dass man nach wie vor auf der Suche nach neuen Mitarbeitern in Deutschland ist. Das Angebot an passenden und gut ausgebildeten Fachkräften habe sich aber in den vergangenen Monaten weiter stark verschlechtert. Man habe seitens Microsoft seit Anfang August rund 100 offene Stellen ausgeschrieben. Es scheint aber absolut nicht möglich, auch nur annähernd alle offenen Arbeitsplätze in Deutschland mit ausreichend geschulten Fachkräften besetzen zu können.
Man steht bei Microsoft mit diesem Problem aber scheinbar nicht alleine
da. Wie man hört hat man deswegen auch bei Siemens vor einer kommenden
Lücke von qualifizierten Arbeitnehmern in den nächsten zehn Jahren
gewarnt. Auch viele kleinere Unternehmen bemängeln schon seit Jahren das
schlechte Angebot an passenden Fachkräften. Einige Firmen sind schon
länger selber auf der Suche nach einer passenden Lösung für das drohende
Problem. Bei Siemens scheint man den Fachkräftemangel scheinbar mit dem
Ausbau der Kinderbetreuung entgegen wirken zu wollen. Dadurch könnten
auch passende Fachkräfte, die Aufgrund von Kindern zu wenig oder gar
keine Zeit haben eine volle Stelle zu besetzen die Lücken stopfen.
Bei Microsoft werden vor allem wohl Spezialisten für Cloud Computing
gesucht. Nicht nur weil man davon ausgeht, dass dieser Markt in den
nächsten Jahren stark wachsen werde, sondern auch weil man wohl zusammen
mit dem Computerhersteller Hewlett-Packard in den nächsten Jahren
weltweit über 250 Millionen Dollar in diesen Bereich investieren will.
Eine Summe alleine schon klar macht, wie wichtig es ist schnellst
möglich geeignete Mitarbeiter in diesem Bereich zu finden. Beide
Unternehmen sehen den Bereich des Cloud Computing als die Zukunft.
Microsoft beschäftigt den größten Teil seiner Mitarbeiter in Deutschland
in der Zentrale in Unterschleißheim bei München. Aber auch für die
anderen Standorte wie beispielsweise in Köln, Berlin oder Hamburg ist
man auf der Suche nach Fachkräften.