Nachdem
Google+ es vorgemacht hat, dass die Einteilung seiner Kontakte in Kreise (sog. Kreisen/Circles) sehr erfolgreich ist, zieht Facebook dem nun nach und erneuert seine
Freundeslisten durch den Einsatz der „
Intelligenten Listen“. Das verwalten seiner Freunde wird dadurch sehr vereinfacht, indem sie automatisch in passenden Listen zugeordnet werden. Folglich wird das teilen von Inhalten und Beiträgen mit einem gewissen Personenkreis erleichtert und die Privatsphäre aufrecht erhalten.
Freunde in bestimmten Listen zuzuordnen und dann gezielt Beiträge mit
ihnen zu teilen war schon seit langem bei
Facebook möglich. Man konnte
jederzeit festlegen, wer bestimmte Beiträge und Fotos sehen darf und wer
nicht. Man musste allerdings selbst und mit sehr viel Aufwand seine
Freunde in Listen entsprechend einordnen. Das war allerdings so gut wie
ausgeschlossen, weil die dazu notwendigen Privatsphären Einstellungen
sehr versteckt waren und für den normalen Facebook Nutzer kaum
auffindbar waren. Da so gut wie jeder seine Kontakte unter „Freunde“
gespeichert hat, war eine Eingrenzung ausgeschlossen. Somit teilte man
einfach alles mit jedem. Dies soll sich nun durch den Einsatz der
„intelligenten Listen“ auf Facebook ändern.
Grundsätzlich ist eine Einteilung seiner Freunde in drei Standard Listen bei Facebook möglich:
- Enge Freunde: Personen die man Persönlich kennt und zu seinen besten
Freunden zählt. Alle Inhalte und Beiträge sind diesem Personenkreis ohne
Einschränkungen zugänglich.
- Bekannte: Personen die man kennt aber nicht zu seinem engstem
Freundeskreis zählt. Die meisten Inhalte und Beiträge werden mit Ihnen
geteilt, allerdings können sie von Beiträgen ausgeschlossen werden.
- Eingeschränkt: Hier werden alle Personen zugeordnet die man als Freund
bestätigt hat, allerdings nicht zu seinen wahren Freunden zählt, z.B.
seinen Chef. Hier werden keinerlei Beiträge mit ihnen geteilt!
Diese Einteilung bietet eine sichere Grundlage um seine Privatsphäre zu
wahren. Nicht alles was man auf Facebook postet möchte man auch mit
allen teilen. So sind dann z.B. Fotos einer privaten Feier nur seinen
engsten Freunden zugänglich und andere Inhalte wie z.B. das teilen eines
Nachrichtenartikels für jeden öffentlich einsehbar.
Facebook erweitert dies zudem durch den Einsatz der „intelligenten
Listen“. Dabei werden Freunde dem Wohnort, der Schule bzw. Universität
und der Arbeit nach automatisch in Listen zugeordnet. Alle Informationen
die man in seinem Profil angibt, nutzt Facebook dazu, um seine Freunde
dementsprechend zuzuweisen. Eine mögliche neue „intelligente“ Liste ist
dann z.B. Dortmund und Umgebung, also eine Liste in dem alle seine
Freunde zugeordnet sind die in ihrem Profil Dortmund bzw. eine Stadt in
der näheren Umgebung als ihren Wohnort angegeben haben. Möchte man nun
etwas auf Facebook mit anderen teilen, kann man genau festlegen wer was
empfangen und lesen soll. So hat man die volle Kontrolle was man mit wem
auf Facebook teilt d.h. die eigene Privatsphäre
wird dabei sehr geschützt. Bislang war dies nur möglich wenn man selber
per Hand seine Freunde in Listen eingruppierte. Aber dies war wie schon
erwähnt fast unmöglich.
Zu den bestehende drei Standard Listen und den neuen „intelligenten“
Listen hat man weiterhin die Möglichkeit eigene Listen zu erstellen und
seine Freunde dementsprechend einzuteilen. Dies erhöht nochmals die
eigene Privatsphäre und lässt Neuigkeiten nur ganz bestimmten Freunden
und Listen zukommen.
Facebook verbessert damit die Privatsphäre der Nutzer und schafft somit
mehr Übersicht und Transparenz über geposteten Neuigkeiten. Beiträge
lassen sich gezielt filtern und entsprechend anzeigen. Es wird deutlich
übersichtlicher wer was postet und für wen was gedacht ist. Wichtige
Mitteilungen und Neuigkeiten gehen somit schlechter in der Masse unter.
Es ist jederzeit möglich zu gucken was z.B. seine Arbeitskollegen
gepostet haben. Ein Klick auf die entsprechende Liste und schon werden
nur diese Neuigkeiten herausgefiltert und angezeigt.
Im Gegensatz zu Google+ erhalten die Freunde keine Informationen darüber
welcher Liste man sie zugeordnet hat. Diese Einteilung ist für andere
komplett uneinsichtig. Wahrscheinlich auch besser falls man seinen Chef
auf Facebook bestätigt und der Liste „Eingeschränkt“ zuordnet hat…somit
entsteht garantiert kein Streit am nächstem morgen im Büro!