24 hart umkämpfte Rennstunden sind vorbei, und die Gewinner des wichtigsten Langstreckenrennens der Welt stehen fest. Audi holt mit seinem hybridbetriebenen R18 e-tron quattro mit der Startnummer 1 neben dem Sieg in der Klasse der Le Mans Prototypen 1 (LMP1) auch den Gesamtsieg von Le Mans. Die Vorjahressieger Marcel Fässler (CH), André Lotterer (D) und Benoît Tréluyer (F) dominierten das bereits zum 80. Mal gestartete Jubiläumsrennen und sicherten sich erstmals in der Geschichte der 24 Stunden von Le Mans mit einem Hybriden neben der Pole im Qualifying auch den 1. Platz im Rennen.
Die Plätze 2 und 3 auf dem Treppchen gehen ebenfalls an Audi mit dem zweiten R18 e-tron quattro (Startnummer 2 Fahrer: Dindo Capello (I), Tom Kristensen (DK) und Allan McNish (GB)) sowie dem Audi R18 ultra (Startnummer 4 Fahrer: Marco Bonanomi (I), Oliver Jarvis (GB) und Mike Rockenfeller (D)). Der zweite im Bunde der R18 ultra´s mit der Startnummer 3 und den Fahrern Romain Dumas (F), Loïc Duval (F) und Marc Gené (E) lag am Ende des Rennes auf Platz 5 in der Gesamtwertung.
Bereits Samstagnacht war für viele an der Strecke klar, dass Audi das
Rennen in Le Mans gewinnen wird. Toyota, der als härtester Konkurrent
von Audi ins Rennen ging, schied mit seinen zwei Rennboliden unglücklich
aus dem Rennen aus. Ein sehr spektakulärer Unfall und ein
Elektrikdefekt der zu einem Motorschaden führte waren die Gründe des
Ausscheidens.
Doch auch im Fahrerlager von Audi musste man kurzzeitig die Luft
anhalten, als gleich zwei Rennwagen drei Stunden vor Ende des Rennens
sich nach Unfällen gerade so in die Box retteten. Die Mechaniker in der
Box sorgen allerdings nach nur wenigen Minuten dafür, dass beide Autos
zurück auf die Strecke gingen und letztendlich das Rennen erfolgreich
beendeten. Rund 200.000 Zuschauer an der Strecke erlebten ein mit Spannung
geführtes Rennen, das letztendlich Audi für sich entschied.
Der Unfall,
der sich bereits rund fünf Stunden nach Rennstart ereignete überschattet
den Packenden Zweikampf zwischen Audi und Toyota und sorgte für eine
Schrecksekunde unter den Zuschauern. Für Audi war es der insgesamt elfte
Sieg in Le Mans, und der vierte Dreifachsieg.
Endstand nach 24 Stunden:
1. Audi #1
2. Audi #2 -1 Runde
3. Audi #4 -3 Runden
4. Lola-Toyota #12 -11 Runden
5. Audi #3 -12 Runden
6. HPD-Honda #22 -21 Runden
7. HPD-Honda #44 -24 Runden
8. Oreca-Nissan #46 -25 Runden
9. Oreca-Nissan #49 -26 Runden
10. Oreca-Nissan #26 -28 Runden



