Manche der Luxusspielzeuge sind inzwischen so bekannt, dass der schiere Besitz entscheidend ist, nicht der eigene Gestaltungswille. Der Bugatti Veyron ist so eines: Der schnellste und teuerste Supersportwagen der Welt ist bekannt wie ein bunter Hund, und wer sich mit ihm in den Straßenverkehr wagt, dem sind neidische Blicke sicher. Andere Objekte offenbaren ihre Eigenheiten nur dem Kennerauge. Die Luxusyacht, deren retrofuturistisches Design eine Hommage an die amerikanischen Muscle Cars der fünfziger Jahre darstellt, oder das in nur elf Exemplaren handgefertigte Herectic Motorcycle gehören dazu. Auf den ersten Blick als Luxusgüter zu erkennen, sind ihre Besonderheiten doch subtil und erschließen sich erst auf den zweiten Blick.
Luxury Toys Volume 2 überzeugt besonders durch die Kombination verschiedener Objekte, die trotz ihrer Rolle als Statussymbol den individuellen Gestaltungswillen ihrer Schöpfer und auch eine gewisse Selbstironie ihrer wohlhabenden Besitzer ausdrücken. Nichts davon ist reiner Protz, vieles ist mit einem Augenzwinkern zu sehen, hat den Charme wahrgewordener Kinderträume. Die Luxusspielzeuge sind immer in allererster Linie eben das: Spielzeuge. Mit Hilfe eines Privatjets, der an Wasser, Land und im Schnee landen kann, lässt sich der Traum erfüllen, die Welt zu erkunden; wer sich lieber in den Ozean zurückzieht, der lässt sich eben sein Privat-U-Boot bauen, in erstklassigem Design und mit Sonnendeck, versteht sich.




