Unzählige gute Filme, fast ebenso viele künstlich gehypte Blockbuster und DVD Neuheiten, die nicht annähernd das halten, was sie versprechen. Deshalb heute mein Tipp aus der Kategorie unvergessliche Filme, ein echter Klassiker von Jim Jarmusch aus dem Jahre 1991 und nach heutigen Dimensionen ein echter Low Budget Film im positiven Sinn: Night on Earth.
5 Kurzgeschichten über 5 Taxifahrer an 5 verschiedenen Orten (L.A., New York, Paris, Rom, Helsinki), die in der selben Nacht ihre Fahrgäste herumkutschieren.
Jede Episode wird zur Erhaltung der landestypischen Stimmung in der Originalsprache erzählt und wurde nur mit deutschen Untrertiteln besetzt (wofür man wiederum dankbar sein kann, denn wer spricht schon Englisch, Französisch, Italienisch und Finnisch?!).
Das Ergebnis ist ein lustiger, trauriger, spannender und vor allem interessanter Film mit Stars wie Winona Ryder, Armin Mueller-Stahl, Rosie Perez und Roberto Benigni.
Trotz seiner mittlerweile fast 20 Jahre aud dem Buckel hat der Film kein Bisschen an Charme verloren und ist definitiv mal eine Abwechslung zu den etlichen 3-D Movies, bei denen man doch meist das Gefühl hat, dass zwischen die -zugegeben hübsch anzusehenden- Effekte noch stümperhaft eine Story dazwischengeprügelt wurde.
(Insofern erinnern die 3-D Filme ein wenig an XXX Filme, denn die schauen sich wohl auch die Wenigsten wegen ihrer tollen Stories an – aber das ist ein anderes Thema)
Night on Earth, in meinen Augen der ideale Film für einen gemütlichen DVD-Abend bzw. eine gute Idee für ein günstiges Weihnachtsgeschenk.
Entries by Giorgio Forliano
Unvergessene Filme: Night on Earth
Forestle – Das bessere Google ?!
Gute Nachrichten für jene, die eigentlich gar kein Bier mögen, sich aber trotzdem jeden Tag ein Sixpack hinter die Binde kippen, um an der vermeintlichen Rettung des Regenwaldes teilzunehmen:
Es gibt jetzt eine einfachere, ziemlich wahrscheinlich effektivere und definitiv gesündere Art, dem Regenwald und damit uns allen etwas Gutes zu tun, Ihr müsst nur eine bestimmte Suchmaschine im Internet verwenden.
Denn die Suchmaschine „Forestle“ auf http://de.forestle.org/ investiert die Werbeeinnahmen, die dadurch entstehen, dass Leute, ähnlich wie bei Google, auf Werbeanzeigen klicken, die bei Suachanfragen eingeblendet werden, zu 90% in das “Adopt an Acre” Projekt der Naturschutzorganisation “The Nature Conservancy”, und so werden bedrohte Regenwaldgebiete nachhaltig geschützt.
Man muss sich also kein Bein ausreissen, um zum Umweltschützer zu werden, und man muss schon gar nicht seine Leber opfern, ein einfaches und kleines Umschwenken genügt.
Angenehmer Nebeneffekt ist natürlich jener, dass Leute, die ohnehin ein Problem mit Google und seiner etwaigen Datensammlerei haben, diese Suchmaschine künftig elegant umgehen können.
Und? Heute schon ein paar Begriffe forestelt?
Flutkatastrophe: Benin - Land ohne Lobby?
Die meisten derer, die ich nach dem Stichwort Haiti oder Pakistan frage, können mir ohne großes Zögern das Hauptproblem des jeweiligen Landes im Jahre 2010 nennen: Erdbeben, wie im Falle Haiti, bzw. Flut, wie im Falle Pakistan. Die meisten haben in diesem Zusammenhang TV-Bilder im Kopf, Fotos aus dem Internet oder den Zeitungen und haben verschiedenste Berichte über die Zustände dort gesehen oder gelesen. Und das ist auch gut so. Schließlich gehören diese Länder zu den ärmsten dieser Welt, Haiti beispielsweise belegte in einem solchen Ranking 2004 den 21. Platz, so dass jede Hilfe willkommen ist und dringend benötigt wird.
Frage ich aber nun die selben Leute nach einem Land namens Benin, schaue ich ausnahmslos in fragende Gesichter. Gut, man muss nicht alle Länder der Erde kennen und ich würde es vermutlich selbst nicht kennen, wenn nicht gerade meine Freundin aus diesem Land stammen würde. Jener, der ohne Geographie-Lücken ist, werfe den ersten Stein.
Aber eigenartig ist schon, dass wohl die wenigsten Befragten dieses Land kennen, obwohl es Mitte Oktober 2010 eine nicht minder verheerende Flutkatastrophe hinnehmen musste. 43 Menschen starben unmittelbar durch die Flut, 700.000 Menschen wurden obdachlos, die Cholera wütet dort, es gibt unzählige erkrankte und verstorbene. Und das in einem Land, dass gerade einmal 8,5 Millionen Einwohner hat und auf dem bereits zitierten Ranking der ärmsten Länder Platz 4 (!) belegte.
Es ist befremdend, dass im Bezug auf dieses Land, dass zumindest ebenso dringend Hilfe benötigt, fast keine Berichte zur Kenntnis zu nehmen sind, fast keine Spendenaufrufe bekannt werden, die Öffentlichkeit hierzulande von der Not scheinbar keine Kenntnis nimmt und mangels medialem Interesses keine Kenntnis nehmen kann. Warum gibt es offensichtlich Länder, die keine Lobby besitzen und die deshalb keine weltweite Unterstützung erlangen? Dies betrifft natürlich nicht nur Benin, dies soll nur ein Beispiel sein.
Deshalb erhält heute ein Land die Aufmerksamkeit, die es - wie jedes andere Land in Not - verdient hat.
Spenden: https://www.humedica.org/spende_flut_benin
Sicher, schnell und direkt ist auch die Möglichkeit der Unterstützung durch das Senden einer sms: Textmitteilung mit Stichwort DOC an die 8 11 90. Von den damit gespendeten 5,- Euro fließen 4,83 direkt in die humedica-Katastrophenhilfe.
Blender, Maulhelden & Wichtigtuer
Man findet sie vornehmlich im BWL-Studium, im Jurastudium und später in Unternehmensberatungen, Versicherungen, Immobilienmaklerbüros und Kanzleien:
Blender.
Dabei sollte ich wohl besser klarstellen, was ich mit dem Begriff überhaupt meine. Mit Blender meine ich nicht jene, die sich Plagiate besorgen und somit vorgeben etwas teures zu besitzen, was bei genauerem Hinsehen eigentlich gar nicht so teuer war. Ich denke sowas hat jeder -mich eingeschlossen- schon einmal getan und wer von Euch da draußen ohne Schuld ist werfe den ersten Stein, die erste "Vuitton"- Tasche, "Rolex"-Uhr oder "Gucci"-Brille! So gesehen ist jeder von uns ein kleiner Blender und das ist auch ok, solange es sich im Rahmen hält.
Schlimmer finde ich diejenigen, bei denen zwar z.T. die Marken alle echt sind, der Mensch dahinter aber garantiert nicht.
Diese Nachwuchs-Versicherungsschwätzer, die nach ihrer abgebrochenen Maschinenbau-Ausbildung von windigen Gestalten bei irgendwelchen Tagungen und Schulungen eingeimpft bekommen haben jetzt das ganz große Geld verdienen zu können, 5000€ monatlich bak (bar auf Kralle) und seither sogar ihrer Oma noch eine auf 60 Jahre Einzahlungen angelgete Riester-Rente aufschwatzen!
Die Angestellten von speziellen Immobilien-Büros, die für ein Unternehmen arbeiten, das seine Seriösität daraus ableitet, ein Wappen als Firmenlogo zu haben und sich englische Namen gegeben haben, die nach Erfolg klingen, in Wirklichkeit aber Minijobber-Call-Center-Kalt-Akquise-Soldaten für sich arbeiten lassen, die den lieben langen Tag fremde Menschen anrufen, um ihnen dank (Schrott-) Immobilien ganz "tolle" Steuer"spar"modelle präsentieren zu wollen. Und wenn diese Jungs dann mal Feierabend haben, wird sich das Sakko wieder angezogen, die Kravatte festgeschnürt und unter Leute gegangen, um denen zu erzählen, was man nicht für einen Top-Job in der Mega-Firma blabla investment finance group inc. hat. Ja sicher.
Schlimm sind auch die Jungs, die man an allen Universitäten da draussen vor allem im Bereich Jura und BWL fast immer uniformiert findet. Haare meist halblang, bestenfalls mit Strähnchen, beige Tommy H.- Hose, hellblaues Hemd mit dem Hoppereiter auf der linken Brust (alternativ natürlich auch als Polo-Shirt zu erhalten, mit extra verstärktem Kragen zum hochklappen) und dem obligatorischen V-Ausschnitt Pulli in zartrosa. Ah ja, die Timberland Boots darf man nicht vergessen, obwohl sie richtig gut aussehen. Gesamtpreis des Outfits (wenn man nicht wie diese Jungs 1x im Monat in die Staaten fliegt um shoppen zu gehen) rund 400-500 €. Nicht schlecht, nur das der Haken dabei ist, dass das doch Studenten sind, die sich mit ihren Partylabels, Werksstudentenjobs oder Nebenjobs bei den Eltern im Büro, soetwas neben dem Golfcabriolet, dem Ipod, Ibook, Imac, Iphone und ständigen Urlauben doch nienieniemals leisten könnten. Respect also an deren Mamis und Papis, die es anscheinend im Gegensatz zu unseren Blender-Boys wenigstens selbst geschafft haben, etwas auf die Beine zu stellen. Und immer artig Danke sagen nicht vergessen!
Natürlich könnten diese Beispiele hier noch ziemlich lange weitergehen, denke man an die Handy-Shop-Besitzer, die den dicken 7-er oder die S-Tonne fahren, breite Schlappen drauf, getuned bis zum get-no, verdunkelte Scheiben, etc. - natürlich geleast! Bei den BOMBEN-Einnahmen im 12m² Handy-Shop ja auch kein Thema!
Aber all diese Beispiele zeigen, dass das Blendertum weit verbreitet ist, jeder sich versucht in Szene zu setzen und da, wo die persönlichen Erfolge aufhören, geht meist das Blendertum auch schon los!
Also haben wir Verständnis für diese Spezies, die es einfach nicht besser weiß und lächeln still in uns hinein, wenn uns dieses definitiv nicht vom Aussterben bedrohte pussierliche Wesen ab und an über den Weg läuft.
Habe ich nicht Recht???
Foto - Klaus Eppele - Fotolia.comGadget-Test: Glow Gloves - Dosen Robo Bug - Homer Simpson Flaschenöffner
Es ist soweit: Ich gebe mein Debüt im Testen von Gadgets. Ich öffne das Paket und finde 3 lebenswichtige Dinge vor:
Ich gebe zu, Euphorie sieht anders aus. Nun gut, auf zum Test...

1. Als ich die Glow Gloves zum ersten Mal anfasse fühlen sie sich ein wenig kratzig an. Nun gut, da man ja für gewöhnlich in die Handschuhe reinschlüpfen muss, soll mir das Außen-Gefühl zunächst egal sein. Beim Reinschlüpfen dann die erste Überraschung: Von Innen fühlen sich die Teile ja gar nicht mal so schlecht an und passen sich dank einem strecht-artigen Gewebe sogar richtig gut der Größe meiner Hände an. Dann kommt der Leucht Test an die Reihe: Licht aus und warten, was passiert... Und ja, sie leuchten tatsächlich! Zwar nicht ganz so hell strahlend, wie man es sich vorgestellt hat, aber immerhin gut sichtbar.
Der Preis ist mit € 9,90 für diese witzige Idee auch noch recht fair, fragt sich nur, wozu man die Dinger am besten nutzt. Also ich habe mir schon oft gewünscht, wenn ich im Dunkeln mit meinem Roller gefahren bin, dem zu nah auffahrenden Autofahrer hell leuchtend zu zeigen, was ich von ihm halte. In der Diskothek ist das Ding ohnehin der Hingucker, wenn man sich auch bei schlechten Lichtverhältnissen durch Handzeichen beim anderen Geschlecht bemerkbar machen möchte. Und natürlich für alle Taub-Stummen unter Euch da draußen, damit ihr euch im Dunkeln via Gebärdensprache weiter unterhalten könnt, denn dafür waren die Dinger tatsächlich ursprünglich geplant!
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2. Also den Soda-Can- Robobug muss man sich vorstellen, wie einen dicken fetten Käfer, dessen Körpermitte aus einer Getränkedose besteht. Die Dose muss man übrigens selbst besorgen, 2 AAA Batterien auch. Also wenn man sich bei der Montage wie MacGyver anstellt, sollte der Aufbau recht schnell gehen, da ich wohl eher der Tim Taylor Heimwerkerkönig bin, habe ich schon eine ganze Weile gebraucht. Als das Vieh dann endlich fertig montiert war, musste ich schon ein wenig lachen, als ich das Ding losgelassen habe, weil es abging wie Schmitds Katze, so wild vibrierend, das ich durch meinen Tür-Spion beobachten konnte, wie Nachbarn, die nur das Geräusch hören konnten entsetzt, kopfschüttelnd und zum Teil sich bekreuzigend ihren Weg fortführten.
Also das Teil kostet € 11,90 und ist sicher eine ganz lustige Geschenkidee, vor allem an jene, die sich nicht von ihrer wertlosen Dosensammlung (seien es 263 Bierdosen aus 75 verschiedenen Ländern oder sei es die Coca Cola Edition der Musikstars aus den 90-ern von den Scorpions bis Bon Jovi) trennen wollen.
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3. Nicht noch ein quakender Flaschenöffner, dachte ich mir, als ich den Homer Simpson Flaschenöffner in der Hand hielt. Nachdem es doch schon den Fussball Olé-Olé-Olé Flaschenöffner gibt und den stöhnenden „Gib´s mir“-Flaschenöffner, konnte der gelbe Freund eigentlich nur verlieren. Beim ausprobieren stellte ich dann jedoch fest, dass die Soundqualität seiner tatsächlich witzigen Sprüche (übrigens in der Originalsprache!) recht gut ist und er sogar einen Magneten als Extra-Gimmik am Rücken hat, damit man das Teil stylish an den Kühlschrank hängen kann.
Der Kostenpunkt ist mit € 9,90 auch noch im Rahmen und spätestens als meine Freundin, ihreszeichens absoluter Simpsons Fan, den Öffner beim Entdecken mit einem „Coooool, MEIN neuer Flaschenöffner“ kommentierte, hatte das Stück eh schon gewonnen. Also eine Freude kann man zumindest den unzähligen Simpsons-Fans da draußen definitiv machen!
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Technik-Märkte
Es gibt sie an jeder Ecke, ihre Werbung ist aggressiv und allgegenwärtig und auch wenn wir es nicht gern zugeben, aber jeder von uns war bereits in einem drin und fast jeder hat dort auch schon einmal etwas gekauft:
Nein, ich rede hier nicht von Erotik-Shops, sondern von Technik-Märkten. Es ist noch nicht allzu lange her, da spielte ich mit dem Gedanken, mir für zu Hause einen Beamer zu kaufen. Weil ich mir das Ding nicht als Ersatz für meinen Fernseher anschaffen wollte, sondern nur als Ergänzung für besondere TV-Events, dachte ich, mir ja nicht unbedingt das beste und teuerste Gerät holen zu müssen, und suchte einen Technik-Markt auf. Wie ich es nicht anders erwartet hatte, fühlte ich mich bei Erreichen des Beamer-Sektors wie Will Smith in „I am legend“, soll heißen, ich war allein auf weiter Flur.
Natürlich war Will Smith ja in dem Film nicht wirklich allein, die Erde wurde ja von Zombie-ähnlichen Gestalten bewohnt, und so hatte auch ich mit einer ähnlichen Spezies zu kämpfen: Den anderen Kunden. Alle irrten wir orientierungslos durch die Verkaufsräume, auf der Suche nach einer Spezies, die wohl längst ausgestorben ist: Einem hilfsbereiten Verkäufer. Als ich nach kurzen anderthalb Stunden des Suchens, während ich mir die Zeit vertrieb, mir schon einmal die ersten Geräte anzuschauen, endlich einen Verkäufer fand, hab ich ihn fest umarmt, an mich gedrückt, in sein Poloshirt geweint und ihn gebeten, mich nie wieder so lange allein zu lassen. Ich konnte ihn noch gerade so davon abhalten, den Sicherheitsdienst zu rufen, als er sich aus meiner Umklammerung löste und sich mein Anliegen anhörte. Ich schilderte ihm, dass ich kein High-End-Produkt benötige, den Beamer nur ab und zu bräuchte, und mir deshalb ein ganz einfaches Teil völlig genügen würde.

Mein Finger zeigte auf ein kleines Gerät, das 299,00 EUR kostete und ich fragte ihn, ob das nicht genügen würde. Nicht nur entsetzt, sondern mich echtem Ekel und echter Abscheu schaute mein Gegenüber mich an, schüttelte sich und erklärte mir mit zittriger Stimme, dass dieses Gerät allenfalls für etwaige Powerpoint-Präsentationen ausreiche, aber doch nicht für ein Homekino-Erlebnis! Als er mir ein Gerät für schlanke 699,00 EUR (also ein mehr als doppelt so teures) Teil zeigte, sah ich ihn blöd Grinsen und nicken, nur weil ich auf sein „Schnäppchen“ äußerte, dass ich wohl dumm gewesen sei, zu glauben, man käme günstiger bei einer solchen Anschaffung weg. Langsam begann ich den Schock des Preises zu verdauen, da nahm der Verkäufer meine Hand, um mich ins „Audio-Paradies“ zu führen. Dort wurde mir der „günstigste“ der „vernünftigen“ Tuner für schlappe 399,00 EUR gezeigt und natürlich das zufällig gerade im Sonderangebot befindliche Boxensystem für 299 EUR.
Fast 1.400,00 EUR, nur, um alle Wochen mal eine DVD zu sehen? Auf meine höfliche Frage hin, ob der Herr Verkäufer mir eingangs eventuell nicht zugehört habe und ob er zufällig völlig geisteskrank sei, merkte ich, wie er zu seinem Funkgerät griff, um den Sicherheitsdienst -diesmal tatsächlich- zu holen. Ein jähes Ende unserer schönen Beziehung, die mit wartender Sehnsucht begann, körperlicher Nähe weiterging, tollen Gesprächen fortgeführt wurde, einem Streit eskalierte und durch Ordnungshüter endgültig beendet wurde! Ich hasse Technik-Märkte!
PS: Oder hatte er Recht? War es wirklich so dumm, zu glauben, ich käme unter 1.400,00 EUR davon? Tue ich den Technik-Märkten allgemein und diesem Verkäufer speziell Unrecht?
Radioshows - akustische Körperverletzung
Also um es vorweg zu nehmen: Es ist gut möglich, dass das, worüber ich mich heute ärgere tatsächlich nur ein regionales, soll heißen Berlin- spezifisches Problem darstellt. Das glaube ich jedoch nicht. Es geht um Radioshows. Ich gebe zu, ich bin kein Radio-Dauerhörer, aber es kommt schon mal vor, dass ich viel im Auto unterwegs bin und dann die gespeicherten Sender wild zappend aufrufe. Und was ich dort zu hören kriege grenzt an akustische Körperverletzung. Schon morgens geht es los, wenn irgendwelche zugekoksten völlig überdrehten Nervensägen einen völlig zutexten, über Dinge lachen, die die meisten Menschen nicht einmal mit 4 Promille zum Schmunzeln bewegen würden und vor lauter Selbstverliebtheit völlig vergessen, warum der Hörer eigentlich sein Radio eingeschaltet hat: Um MUSIK zu hören!
Wer nun denkt, dass ich doch einfach den Sender wechseln könnte, hat dies anscheinend (zumindest morgens in Berlin) nie gemacht: Andrer Sender, die gleichen Blender! Nun gut, denkt man sich dann, irgendwann wird ja mal ein Lied kommen! Die Geduld, die man an den Tag legt wird erst einmal „belohnt“, indem alle sechs gespeicherten Sender parallel (!) Werbung zu laufen haben. Und nicht, dass das etwa eine entspannte Bla-Bla-Werbepause wäre, nein, die werbenden Unternehmen versuchen sich ihrerseits auch im Humor-Sektor und durch pseudo-witzige Spots ihre Produkte an den Mann zu bringen.
Meine persönliche Theorie ist ja, dass es irgendwo im Untergrund eine Radio-Mafia gibt, die Jedem, der für eine halbwegs unterhaltsame Radiosekunde verantwortlich ist, Betonschuhe verpasst und ihn zum Baden in die Spree schubst. Da alles einmal ein Ende hat, sind die Werbepausen auch irgendwann einmal vorüber, so dass dann endlich mal ein Lied gespielt wird. Und wenn ich „ein Lied“ schreibe, dann meine ich auch „ein Lied“. Mann könnte das Gefühl kriegen, dass jeder Radiosender eine 128 MB Festplatte mit völlig ausreichenden 15 Liedern besitzt, die dann den lieben langen Tag in abwechselnder Shuffle-Random-Reihenfolge runtergespielt wird. Oder kennt irgendein Radiohörer etwa nicht Beyoncé´s „Halo“ oder Lady Gaga´s „Paparazzi“?! Mir ist klar, dass es auch irgendwelche Underground-Sender gibt, die die Charts nicht rauf- und runter spielen, aber als Gelegenheitshörer dachte ich bisher, dass es reicht, die Großen 6 gespeichert zu haben. Ich Narr.
Ach ja, besondere Freude kommt auf, wenn die Radiosender dann nachmittags die „Highlights“ ihrer Morning-Shows zum Besten geben, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass ein Witz lustiger wird, je öfter man ihn erzählt. Unter uns, liebe Radiomacher: Das Gegenteil ist der Fall! PS: Würde mich mal interessieren, wie das Problem außerhalb Berlins sich darstellt, bin neugierig!

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