Wer soll sich die alle merken? Das fragen sich immer mehr Internet-Nutzer. Doch schon allein der letzte Datenskandal bei Sonys Playstation Network hat es wieder einmal gezeigt, Passwörter sind ein wertvolles Gut und daher sehr begehrt. Man selbst muss schon jetzt etliche Passwörter im Kopf haben. Hier ein Passwort für das Sozial Network wie Facebook und Co., da ein Passwort für die Onlineshops und so weiter und so weiter. Wie schon gefragt: Wer soll sich die alle merken?
Einige machen es sich leicht in dem sie für so ziemlich alle Accounts das gleiche Passwort benutzen. Klar, der Vorteil ist dass man sich nicht so viele verschiedene Passwörter merken muss. Doch genau da ist das Problem. Denn sollten Hacker und Datendiebe an dieses Passwort kommen, testen sie genau dieses Passwort an so ziemlich allen möglichen Shops und Webseiten aus. Landen sie dann irgendwo einen Treffer ist der Schaden auch schon vorprogrammiert. Zwar kann man hier minimal mehr Sicherheit bekommen wenn dieses Passwort recht lang und kompliziert ist, doch ist es einmal geknackt, steht der Weg offen. Bis der Datendiebstahl dann bemerkt wird, kann es schon zu spät sein.
Die Lösung für dieses Problem können entweder Wortsuchrätsel oder sogenannte Passwörter-Safes sein. Passwörter-Safes wie zum Beispiel "KeePass" sind eine Software die sich die verschiedensten Passwörter in verschlüsselter Form zum Beispiel auf der Festplatte ablegt und sie dann automatisch auf den jeweiligen Internetseiten einfügt. Als User muss man sich dann lediglich das sogenannte Master-Passwort merken um die Passwörter dann zu entschlüsseln. Die Software lässt sich entweder auf der Festplatte speichern, auf einem USB-Stick oder einer CD speichern.
Natürlich gibt es aber auch hier wieder einen kleinen Haken. Denn was ist wenn diese Speichermedien verloren oder kaputt gehen? Schon sind alle Codes weg. Also vielleicht doch lieber eine andere Alternative die sicherer ist?
Einige schwören auf die Wortsuchrätsel-Variante um schwer knackbare Passwörter möglichst sicher aufzubewahren. Das Prinzip ist dabei recht sicher wie einfach. Man schreibt sich auf einer Seite die Namen seiner Internet-Dienste auf (erste Zeile = Facebook, zweite Zeile = Twitter, usw.). Auf der anderen Seite des Blattes sind dann beispielsweise 20 Spalten mit je 20 Zeilen mit irgendwelchen kryptischen Zahlen, Sonderzeichen und Buchstaben. Man muss sich als User dann nur merken, wo das passende Passwort für die entsprechende Internetseite geschrieben steht, halt ähnlich wie bei einem Wortsuchrätsel.
Man merkt sich für seine Passwort-Karte nun nur noch dass man von der gewünschten Webseite jedes mal drei Spalten weiter links anfängt, von da zwei Zeilen nach unten geht und weiter dann zum Beispiel das Passwort die nächsten sieben Buchstaben diagonal nach links-unten ist. Jeder der die Karte sieht und genau diesen "Weg" zum Passwort nicht kennt kann mit der Karte nicht das geringste anfangen.
Für alle die so etwas mal probieren wollen aber keine Lust haben selber so eine Karte zu erstellen bietet beispielsweise die Firma Savernova kostenlos solche Passwort-Karten zum Download an. Man muss nur noch seine Webseiten eintragen und sich seinen "Weg" ausdenken. Dann die Passwörter auf den jeweiligen Seiten einmal ändern und schon ist man etwas sicherer im Internet unterwegs.
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