Erfahrungsbericht: Dirt Devil EVO M678 Wischroboter – mit GPS-Navigation

Ende Februar habe ich mir im myrobotcenter Shop einen Dirt Devil EVO M678 Wischroboter mit GPS-Navigation bestellt. Der Roboter ist also nun schon fast 3 Wochen in meiner Wohnung im Einsatz. Daher ist es nun an der Zeit euch meine Erfahrungen mit der elektronischen Haushaltshilfe mitzuteilen. Die Fotos von der Auspackorgie kannst du dir hier im Blog anschauen.

Vorgeschichte:

Ich besitze bereits einen Staubsaugerroboter der Marke iRobot Roomba 581. Meine Skepsis war vor dem Kauf sehr groß und hätte nie gedacht dass ein Haushaltsroboter so gründlich und hilfreich sein kann. Der Roboter hatte mich damals zu 100% überzeugt und ich möchte diesen auch nicht mehr missen. Es gibt auch ein Video was ich damals gedreht habe, dort könnt ihr selber mal nachschauen was so ein Haushaltsroboter heute drauf hat.

Für Teppiche war also der iRobot Roomba 581 wie geschaffen aber unsere Wohnung wie z.B. das Wohnzimmer und diverse Flure haben kein Teppich sondern Fliesen. Und Fliesen muss man halt regelmäßig entstauben und feucht Wischen. Jeder der Hartböden aus Echtholz-, Vinyl-, Laminat- oder Steinböden hat weiß das das feucht Wischen keine leichte Arbeit ist noch besonders viel Freude bereitet. Und genau aus diesem Grunde habe ich mich nun für einen weiteren Roboter entschieden und zwar für den Wischroboter Dirt Devil EVO M678.

Dirt Devil:

Dirt Devil ist eine Marke der Techtronic Industries Co. Ltd. TTI ist eine chinesische Unternehmensgruppe, die vor allem Elektrowerkzeuge für den Heimwerker- und Profi-Baubereich, sowie Elektro-Haushaltsgeräte entwickelt, konstruiert, produziert und vermarktet. Der Hauptsitz von TTI befindet sich in Hongkong.

Lieferumfang:

  • 1x Dirt Devil EVO-M678
  • 1x Navigations Cube inkl. Batterien
  • 3x Mikrofasertücher (2x trocken / 1x feucht)
  • 1x Bedienungsanleitung (12-sprachig)

Die ersten Kontakte

…mit meiner neuen Haushaltshilfe verliefen ohne Komplikationen. Das Gerät ist sehr handlich (24,5 x 21,5 x 8 cm) und dank einer deutschen Bedienungsanleitung sollte jeder mit dem Gerät klar kommen. Nach dem auspacken ist es wichtig den Akku ordentlich zu betanken denn nur das erhöht die Lebensdauer der Akkus. Nach ca. 16 Stunden ist der Akku vollgeladen. Der Ladefortschritt wird dank blinkender Lichter und Farben auf der Ein / Aus-Taste gut angezeigt. Für den reibungslosen Betrieb benötigt der Wischroboter ein Navigations Cube. Ich nenne es mal der Einfachheit Steuerwürfel. Der Steuerwürfel liegt dem Paket bei und auch die passenden Batterien sind inklusive. Der Steuerwürfel sorgt dafür das der Wischroboter sich im zum putzenden Raum orientieren, sowie Hindernisse erkennt und diese dann umfahren kann.

Der Wischroboter im Einsatz

Ist der Akku geladen und Steuerwürfel mittig im Raum auf einem hohen Möbelstück platziert kann es auch schon losgehen. Es empfiehlt sich vor dem Feuchtwischen erst mit dem EVO Staub zu wischen. Zum Staubwischen wird ein mitgeliefertes Mikrofasertuch an der Sohle des Roboters aufgebracht. Das ist total simpel und funktioniert mit wenigen Handgriffen.

Mit einem Knopfdruck auf die Ein / Aus-Taste startet der EVO und wischt nun den Staub. Beim Staubwischen bewegt sich der Roboter so durch den Raum das Staub und Haare auf dem Mikrofasertuch haften bleiben. Teppiche und auch Treppenstufen werden erkannt und umfahren das Gleiche passiert auch mit Möbeln, Tischbeinen oder Blumentöpfen. Der Roboter arbeitet dabei sehr genau so das auch Möbelkanten bündig angefahren und so von Staub und co. befreit werden.

Wir besitzen einen Hund als auch eine Katze und diese lassen in der Wohnung einige Haare liegen. Wer Haustiere hat der weiß das nur zu gut. Der Wischroboter hat mit Tierhaaren überhaupt keine Probleme und sammelt wirklich restlos alle Haare im Mikrofasertuch ein. Nach getaner Arbeit fährt der Roboter in seine Ausgangsposition zurück und schaltet in Standby. Ihr könnt aber auch jederzeit den Roboter bei seiner Arbeit anhalten.

Die Mikrofasertücher sind bei 60grad in der Maschine waschbar und können so immer wieder neu verwendet werden. Ich benutze aber mittlerweile keine Mikrofasertücher sondern passende elektrostatische Tücher von Swiffer, die nach dem Staub oder Feuchtwischen weggeworfen werden.

Feuchtwischen

Wie bereits erwähnt war für mich das Staubwischen nicht das Hauptargument was mich zum Kauf bewegte. Den zum Staubwischen und Staubsaugen habe ich ja den iRobot Roomba 581 der das perfekt kann. Der EVO M678 kann auch Feuchtwischen und genau diese Eigenschaft war mir besonders wichtig.

Zum Feuchtwischen muss das mitgelieferte Mikrofasertuch ordentlich Nass gemacht und wie gehabt am Roboter befestigt werden. Es wird kein Reinigungsmittel benötigt. Als alternative gibt es auch hier entsprechende Feuchttücher von Swiffer die passgenau sind und ihren Zweck optimal erfüllen. Mittlerweile bevorzuge ich auch beim Feuchtwischen die Swiffer Tücher, denn diese sind bereits entsprechend befeuchtet und mit einer Reinigungslösung versehen und auch der frische Duft gefällt 😉

Beim Feuchtwischen verhält sich der Roboter etwas anders als beim Staubwischen. Im Feuchtwischmodus fährt der Roboter mit Vor- und Rückwärtsbewegungen bogenförmige Bahnen durch den zu putzenden Raum. Ich war bei dieser Funktion besonders skeptisch und wurde eines besseren belehrt. Etwas nachteilig finde ich dass beim Feuchtwischen bereits nach 25m2 das Tuch trocken ist und ausgetauscht werden muss. Dafür muss der Roboter angehalten werden und auf die noch zu putzende Fläche gestellt und eingeschaltet werden.

Es ist wirklich so dass der Boden gut gewischt wird und das Ergebnis lässt sich allemal sehen. Besonders hartnäckige Flecken schafft der Roboter nicht aber das habe ich auch nicht erwartet. Ich bin positiv überrascht über das Wischergebniss. Der Roboter arbeitet wirklich sehr gründlich und erleichtert ungemein die Hausarbeit.

Fazit:

Nach ca. 3 Wochen Dauer Einsatz kann ich behaupten das Gerät hält was es verspricht. Es arbeitet gründlich, kann Staub sowie Feuchtwischen und ist dazu auch ziemlich leise. Selbst das Fernsehen ist ungestört möglich wenn der Roboter im Einsatz ist. Muss man ähnliche Geräte teilweise aufwendig warten und putzen so fällt beim EVO diese Arbeit komplett weg. Tuch anbringen, putzen lassen und dann Tuch entfernen, fertig! Mehr ist wirklich nicht zu tun und wer mag kann Mikrofasertücher zum auswachen benutzen oder z.B. von Swiffer passende Feuchttücher die nach Gebrauch weggeworfen werden einsetzen.

Es gibt aber auch Kleinigkeiten die dann doch etwas störend sind. Beim Feuchtwischen ist nach spätestens 25m2 Schluss, denn das Tuch ist dann trocken und muss bei einer größeren Fläche ausgetauscht werden. Beim Ausschalten merkt sich der Roboter leider nicht die Fläche die bereits gereinigt wurde, man muss den Roboter dann so umsetzen das die restliche Fläche gewischt wird. Dieses Problem werden aber auch nur die haben die größere Zimmer zum Wischen haben. Leider gibt es auch kleine Probleme mit Lücken zwischen Wand oder Schrank in die der Roboter genau hineinpasst, da fährt er sich einfach fest und kommt nicht raus. Oder auch Abstände zwischen Boden und Möbelstück ca. 5 – 7cm klemmt sich der EVO auch gerne fest.

In ca. zwei Wochen drehe ich ein Video über den EVO Dirt Devil im Einsatz. Also schaut mal wieder im Trendlupe Blog vorbei.

PRO:

kann trocken und feucht Wischen, wischt sehr intensiv, erkennt Treppen und Absätze, Wartungsfrei


Kontra:

hoher Anschaffungspreis, klemmt sich gerne fest

Transparenz / Info

Der Transparenz halber möchte ich anmerken das ich für das veröffentlichen eines Testartikels Prozente für den Roboterkauf bekommen habe. Allerdings hat sich damit weder der Shop noch der Hersteller eine positive Meinung auf trendlupe.de erkauft.

5 Kommentare

  1. Ich besitze seit einigen Wochen einen EVO. Der Bericht deckt sich mit meinen Erfahrungen.
    Meine Wohnung hat nur 45 m², alles Laminat. Zuerst lasse ich meinen Saugroboter der sehr gründlich saugt durch ein Zimmer. Dann kommt der EVO in das Zimmer zum Nasswischen. Der Saugroboter ist dann im nächsten Zimmer usw. Während meine Helfer arbeiten liege ich auf dem Balkon und lese ein Buch oder bin am Computer und töte Alliens. Meine Wohnung war noch nie so sauber. Die Sockelleisten und die Ecken reinige ich mit einem Staubtuch nochmal nach. Aufwand an Arbeit für meine Wohnung ca. 15 min alle 2-3 Wochen. Täglich lasse einen der Roboter in ein Zimmer. Der Saugroboter in Küche und Hausflur den EVO zum Trockenstaubwischen in Schlaf und Wohnzimmer, je nach Lust und Laune und Akkuzustand auch mal anders.
    Durch das öftere Reinigen des Fußbodens muss man auch viel weniger abstauben. Mir fällt des extrem beim Computer auf.
    *Hier ein Tip:*
    Nimm ein Schwammtuch wie man es zum Geschirrspülen verwendet und schneide es so zurecht das es die Fläche des Tuchhalters vom EVO bedeckt. Dann das Nasstuch und das Swammtuch in ein Reinigungsmittel deiner Wahl eintauchen. Soweit auswringen bis gerade keine Flüssigkeit mehr Tropft.
    Schwammtuch auf Nasstuch legen und beides in Tuchhalter einspannen. Das hält das Microfassertuch doppelt so lange Feucht. Und der formbedingete Keil ist nicht mehr so groß. Außerdem hat man etwas mehr Gewicht auf dem Tuchhalter. Ich konnte bis jetzt nicht feststellen das die Akkuleistung darunter leidet.

  2. Seit ca. 2 Jahren teste ich regelmäßig Haushaltsroboter und stelle euch diese hier im Blog vor. Mit dem Staubsaugerroboter Roomba 581 und auch dem Dirt Devil EVO M678 Wischroboter habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht. Solche Haushaltshelfer haben all

  3. Welche Hausfrau, welcher Hausmann träumt nicht davon, dass sich der Hausputz von allein erledigt? Dieser Wunsch scheint sich nun zu erfüllen, denn Putz- und Saugroboter erscheinen an der Putzfront und versprechen den mühelosen Hausputz ohne persönliche…

  4. Sehr interessanter Testbericht.
    Ich habe mir gerade erst einen Saugroboter ebenfalls von iRobot angeschafft und bin total begeistert. Meine Frau fragt immer ob wir uns nicht stundenweise eine Putzfrau nehmen können, wovon ich nicht wirklich begeistert bin. Ich werde ihr erstmal dieses Gerät vorstellen und fragen, was sie davon hält und ob das nicht eine „Alternative“ sein könnte. 😀
    Zum Testen werde ich denke ich auf jeden Fall mal so einen EVO bestellen.

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