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Test: Notebook Sa3650 + Graphic Booster von Amilo (2.Teil)

Vor noch nicht allzu langer Zeit haben wir euch in einem Vorab-Beitrag das Amilo Notebook Sa3650 plus Graphic-Booster von Fujitsu-Siemens-Computer vorgestellt und über einige spezielle Features dieses Notebooks berichtet. Ich habe mich nun in der letzten Zeit näher damit beschäftigt und möchte euch nun von meinen Erfahrungen berichten.
Zunächst macht das kompakte Notebook mit einem 13,3 Zoll LCD Panel (bei einer Auflösung von 1280x800 Pixel und BrilliantView Technologie, also einer spiegelnden Displayoberfläche) einen soliden und guten Eindruck. Das Notebook kommt im aktuellen Amilo-Design daher. Das heisst Schwarz-weiß Kontrast und geometrische Linienführung mit konservativem Gesamterscheinungsbild. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.
Das äußere Erscheinungsbild wirkt aber sehr ordentlich. Doch hätte man meiner Meinung nach ruhig auf das eine oder andere Kunststoffteil verzichten können und durch stärkere Materialien ersetzen können. Eine Alu-Abdeckung hätte hier schon wesentlich besser und stabiler gewirkt. Aber sowas ist ja dann immer auch eine Kostenfrage.
Das Notebook wird über einen zentralen Einschaltknopf oberhalb der Tastatur eingeschaltet. Weiter sind rechts oberhalb der Tastatur noch drei Sensortasten positioniert. Im Test sprachen diese Sensortasten sehr gut an. Sie dienen zur Drosselung der CPU („Silent Mode“), zum Starten des Mediaplayers und zum Auswerfen einer eingelegten DVD aus dem Slot-in Laufwerk.
Für die Kommunikation mit der Aussenwelt steht beim FSC SA3650 unter anderem eine Gigabit LAN (10/100/1000) Netzwerkverbindung, ein Wireless LAN Modul (WLAN b/g/n, bis zu 300 Mbit/s) und Bluetooth zur Verfügung. Es stellte sich aber heraus, dass bei jedem Neustart des Notebooks das WLAN Modul immer wieder neu aktiviert werden musste. Das nervte dann doch mit der Zeit.
Für die Videotelefonie steht beim Amilo Sa 3650 natürlich auch eine integrierte Webcam zur Verfügung.
Die Tastatur und das Touchpad wirken gut verarbeitet und boten mir kein Grund zur Beanstandung. Alles funktionierte einwandfrei. Als nicht wirklich überzeugter Fan von Touchpads habe ich mir dann aber doch eine externe Maus angeschlossen. Ich komm damit einfach besser klar. Für den kurzen Gebrauch zwischendurch reicht das Touchpad aber völlig.
Nun zum Test des Graphic Booster:
Wichtig: Die Bildausgabe des externen Graphic Booster kann nur über ein externes Ausgabegerät laufen, der entweder über einen DVI-I oder aber einen HDMI Port an die externe Grafikkarte angeschlossen wird. Ich habe den Graphik Booster für diesen Test mittels HDMI-Schnittstelle an meinen Fernseher angeschlossen. Weiter sind an dem Graphic Booster auch USB-Schnittstellen für z.B. externe Tastatur und Maus angebracht. Als "Testsoftware" habe ich mich für das Ressourcen vernichtende Game "Crysis" entschieden. Dieses Spiel fordert wirklich alles, was ein Rechner zur Verfügung hat.
Nach der Instalation habe ich das Spiel dann zunächst nur auf dem Notebook angespielt. Was soll ich sagen? Es war die erwartete Dia-Show. Da half auch die Umstellung der Grafik-Einstellung des Spiels von Hoch auf Mittel nichts. Mehr als 5-10 fps (fps = Frames per Second also Bilder pro Sekunde) waren nicht drin.
Also kurz die Anzeigen-Einstellung des Notebooks aufgerufen und die Ausgabe über den externen Graphic Booster anwerfen. Über die ATI Software lässt sich der Wechsel zwischen der Systemintegrierten und dem Graphic Booster relativ unproblematisch durchführen.
Und plötzlich strahlte das Spiel auf meinem Fernseher wie im Film. Kein rucken und Zucken mehr. Der Grahpic Booster schickte in der aktuellen Einstellung des Spiels mal eben 55 fps raus. Klasse.
Dann ging es an die Schmerzgrenze. Ich wollte nun die hohe Grafikeinstellung des Spiels testen. Also kurz ins Menü gesprungen und alle Einstellungen von Mittel auf Hoch gesetzt. Und was sage ich? Auch das brachte der Booster noch gut auf den Schirm. Noch relativ gute 26 fps zeigte mir das Spiel an, was zum Spielen noch ok ist. 100%ig Ruckelfrei ist das dann aber natürlich auch nicht mehr. Aber dem Spielen in hoher Auflösung kommt man so schon etwas näher und mehr Spaß bei richtiger Einstellung bringt es dann auch. Der Graphic Booster hielt also weitestgehend was er versprach.
Der Klang der beiden Speaker an der Vorderkante des Notebooks ist im im Vergleich zu anderen 13“ Klassenkollegen als durchaus gut zu beurteilen. Für den Gamingeinsatz ist aber sowohl das Notebook selbst mit einem digitalen S/PDIF Soundausgang ausgestattet, bzw. verfügt auch der HDMI Ausgang am Amilo Graphics Booster über eine S/PDIF Unterstützung, wodurch auch eine externe Soundquelle bei guter Qualität mit dem Amilo SA3650 betrieben werden kann.
Fazit: Insgesamt kann man sagen, dass der Graphic Booster im Test ohne Probleme funktionierte. Das 13,3 Zoll große Display reicht für "normale" Anwendungen wie Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation völlig aus. Das Amilo Sa 3650 ist für mich als ein alltagstaugliches Business-Notebook absolut ausreichend.
In Kombination mit der externen Hochleistungsgrafikkarte vom Kaliber einer ATI Mobility Radeon HD 3870 transformiert das Sa3650 dann aber vom Office-Book zum absolut fähigen Gaming-Laptop.
Dabei darf aber ein wichtiger Punkt nicht übersehen werden: Die Bildausgabe des externen Graphic Booster kann wie gesagt nur über einen externen Monitor oder Fernseher laufen, der entweder über einen DVI-I oder aber einen HDMI Port an die externe Grafikkarte angeschlossen wird. Das finde ich sehr Schade, da es ein Spielen von grafisch aufwendigen Spielen unterwegs fast unmöglich macht. Zwar kann man den Notebook Monitor weiterhin nutzen, die richtige 3D Grafik-Power ist jedoch nur auf einem externen Monitor möglich. Das finde ich nicht so gut. Alles in allem aber können sich die Ergebnisse sehen lassen. Mit dem Graphics Booster erreicht das kompakte Amilo 3650 Ergebnisse wie sie ansonsten nur von reinrassigen Gamingnotebooks zu sehen sind. Bleibt die Frage ob man mit einem reinrassigen Gaming-Notebook besser fährt. Dieses Duell wird bei den Käufern wohl über den Kaufpreis entschieden.
Mehr Informationen zum Notebook Amilo Sa3650 gibts in unserem Vorbericht oder ihr schaut unter www.fujitsu-siemens.de



