Alles E – Was kommt nach der E-Zigarette und dem E-Roller?

Elektrizität ist aus unserem Leben heutzutage nicht mehr wegzudenken. Gerade im Haushalt werden viele elektrische Helfer genutzt, die die Arbeit erleichtern. Und es werden immer mehr. Aber auch Elektromobilität wird mittlerweile großgeschrieben. Viele Ideen sind nicht neu, konnten sich aber erst in den letzten Jahren etablieren. Ein Überblick über die neuesten „E-Trends“.

Elektroauto Made in „DDR“

Elektrische Autos gab es bereits vor etwa 180 Jahren. Ein Schotte namens Robert Anderson entwickelte seinerzeit das wohl erste Elektrofahrzeug. Deutschland folgte etwa 50 Jahre später mit dem Flocken Elektrowagen der Coburger Maschinenfabrik A. Flocken.

In den 1970er Jahren kam sogar ein Elektromobil aus der DDR: Die damalige Technische Universität in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, experimentierte mit dem Barkas B 1000, besser bekannt als „Bulli“. Mit dem Einbau eines Gleichstrommotors, der mit einem Blei-Akku betrieben wurde, sollten immerhin 100 km mit einer Ladung bei 50 km/h zurückgelegt werden können. Allerdings konnte die anvisierte Leistung nicht mit der von Verbrennungsmotoren mithalten, und so gingen nur wenige Exemplare dieses DDR-Elektroautos in Serie.

Neben Elektroautos, die in der heutigen Zeit längst Marktreife erlangt haben, sind E-Bikes und inzwischen auch E-Roller ein praktischer Helfer für Alltag und Freizeit. Da, wo Fahrradfahrer früher ordentlich strampeln mussten, hilft nun der Elektromotor, jeden auch noch so steilen Berg mühelos hinauffahren zu können. Der Elektromotor fürs Fahrrad hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass Zweiräder in letzter Zeit verstärkt als gängiges Verkehrsmittel genutzt werden. Nicht nur in der Freizeit fährt Frau oder Mann Fahrrad, sondern auch der Weg zur Arbeit wird immer häufiger mit dem Rad zurückgelegt.

Für Kurzstrecken kommen jetzt auch noch die E-Roller dazu, die erst kürzlich für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen wurden. Für viele Verkehrsteilnehmer ist das noch etwas gewöhnungsbedürftig, viele Unfälle scheinen vorprogrammiert. Die Erfahrung wird zeigen, wie diese elektrischen Hilfsmittel im Straßenverkehr auf längere Sicht bei anderen Verkehrsteilnehmern ankommen.

Genießen mit Elektrodampf

Rauchen war gestern, heute ist „Dampfen“. Wer hätte das gedacht, dass sogar das Rauchen einmal mit Hilfe der Elektrizität genussvoller werden kann? Mit der E-Zigarette sorgen sogenannte Liquids für Genuss in verschiedenen Geschmacksrichtungen. In der E-Zigarette befindet sich ein Akku, mit dem der elektrische Vernebler betrieben wird, mit dem das flüssige Liquid vernebelt wird, wenn man am Mundstück der E-Zigarette zieht. Nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch macht die E-Zigarette einiges her. Es gibt sie in verschiedensten Ausführungen, teils in edlen, teils in futuristischen Designs.

Design spielt auch beim elektrischen Seifenspender eine Rolle. Sie sind für Wandmontage und als Standgerät erhältlich. Das Praktische daran: Sie funktionieren berührungslos. Über einen Sensor erkennt das Gerät, wenn jemand seine Hand darunter hält und spendet Seife, ohne dass man mit nassen und schmutzigen Händen einen Hebel betätigen muss. Ein Mehr an Hygiene ist so ein elektrischer Seifenspender allemal, aber oft nicht ganz billig. Die Auswahl an Designs und Ausführungen ist groß, es gibt sie sogar mit LCD-Display und Selbstreinigungsfunktion.

Für den modernen Hausmann oder die moderne Hausfrau gehört der elektrische Mülleimer mittlerweile auch zum guten Ton. Auch hier sorgt ein Sensor dafür, dass sich der Deckel wie von Geisterhand öffnet und schließt. Diese technische Spielerei macht nicht nur Spaß, sie ist auch noch recht alltagstauglich. Der Tretmülleimer, der ohne Strom auskam, hat somit ausgedient.

Ein praktisches Gadget ist auch das USB- oder Lightning-Armband, das zwar wie ein modisch-schickes Armband aussieht, aber eigentlich ein Handy-Ladekabel ist, das man somit immer dabeihat. Entfernt man es vom Handgelenk, entpuppen sich die beiden Enden des Armbands als Stecker und Buchse, die man in das Handy und den Ladestecker oder einen PC stecken kann.

Elektrische Gadgets – von praktisch bis verrückt

Seifenspender und Mülleimer funktionierten lange Zeit auch ohne Elektrik, aber dennoch kann man keinesfalls behaupten, dass sie mit Hilfe der modernen Technik nicht auch funktionaler geworden sind. Zu den Highlights zählt zweifellos der elektrische Hausroboter, der alles kann: Putzen, Saugen, Kaffee kochen. Sogar Fenster putzen beherrscht der elektronische Helfer, für den man locker einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag auf den Tisch legen muss. Dafür kann er aber auch Musik abspielen, falls Alexa mal krank wird, und sogar Bücher vorlesen.

Weniger kostspielig ist der elektrische Schlüsselanhänger, der auf Pfeifen reagiert, sollte man den daran befindlichen Autoschlüssel mal wieder nicht finden können. Und den Haustürschlüssel verlieren gehört ebenfalls der Vergangenheit an, denn elektronische Türschlösser öffnen per Fingerprint, Smartphone oder Zahlencode die Haustür.

Auch die Bewässerung von Pflanzen erledigt inzwischen die Elektronik. „Smart Gardener“ heißt das Zauberwort. Mit Hilfe einer App kann man vier Pflanzen gleichzeitig automatisch bewässern lassen. Aber auch akkubetriebene, selbstgießende Blumentöpfe sind bereits im Handel erhältlich.

Gimmicks, die völlig unnütz sind, halten ebenfalls Einzug in Küche und Badezimmer. Wer zu faul ist, seinen Kaffee selbst umzurühren, kann das elektrisch erledigen lassen – mit dem selbst umrührenden Trinkbecher. Der USB-Stick, getarnt als Chanel-Lippenstift, gehört in die Handtasche jedes Bond-Girls, die elektronische Parkscheibe, die strombetrieben selbsttätig die angebliche Ankunftszeit ändert, hinter die Scheibe notorischer Dauerparker. Der absolute Clou: Die Toilette kann man inzwischen mit buntem LED-Licht von innen beleuchten lassen. Wer’s mag…

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