Backstage arbeiten – das macht der Sicherheitsdienst bei Events

Wenige Berufe können die Vielfältigkeit bieten, die eine Anstellung im Bereich des Sicherheitsdienstes bietet. Angefangen beim Personen- über den Objektschutz bis hin zum Schutz von ganzen Veranstaltungen. Der Sicherheitsdienst stellt den idealen Berufszweig dar, wenn das eigene Interesse breit gefächert ist, da in vielen Betrieben die Einsatzmöglichkeiten wechseln. Interessen aus Sport, Musik und Hobby, lassen sich hervorragend mit dem Beruf verbinden, wenn es heißt Konzerte, Fußballspiele oder Messen als Sicherheitskraft zu betreuen.

Parkplatz, Einlass und Objektschutz

Objektschutz bedeutet im Zusammenhang mit Events, die Besucher und die Zufahrten zu einem bestimmten Gebäude zu kontrollieren und zu überwachen. Angestellte Sicherheitsmitarbeiter bewachen und beaufsichtigen im Objektschutz häufig Großbaustellen, Messehallen oder Museen. Dieser Beruf bringt eine große Verantwortung mit sich und muss gewissenhaft ausgeführt werden. Häufig wird Objektschutz auch mit Wachhunden ausgeführt. Liebhaber der Vierbeiner kommen an dieser Stelle in dem Beruf also zusätzlich auf ihre Kosten und können ihre Leidenschaft mit der Arbeit verbinden.

Seit der Pandemie gibt es zwar weniger Events, aber die, die durchgeführt werden, erfordern mehr Sicherheitspersonal, weil zusätzlich auf Abstände zwischen den Besuchern und auf die Einhaltung der Hygienekonzepte geachtet werden muss.

Für viele dieser Tätigkeiten ist es zwar nicht unbedingt erforderlich, die Sachkundeprüfung abgelegt zu haben, grundsätzlich bietet der Nachweis aber immer Vorteile. Wirklich verantwortungsvolle Tätigkeiten, dürfen nur von Securitymitarbeitern ausgeführt werden, die entsprechend legitimiert sind. Außerdem gilt die Sachkundeprüfung als eine Art Karrieresprungbrett in der Sicherheitsbranche.

Arbeiten und ein Event erleben

Noch größer ist die Verantwortung für den Securitymitarbeiter allerdings im Veranstaltungsschutz. Hier gilt es nicht nur Gebäude oder Denkmäler zu schützen, der Schutz aller Beteiligten hat in diesem Bereich oberste Priorität. Es erfordert ein hohes Maß an Umsichtigkeit, da die Kontrollen auf Veranstaltungen häufig mit großen Menschenmengen verbunden sind. Geschick zum Deeskalieren von problematischen Situationen ist von großem Vorteil, wenn man eine Karriere im Sicherheitsdienst anstrebt. An dieser Stelle können Securitymitarbeiter häufig ihre Interessen mit der Arbeit verbinden. Durch Einsätze auf Konzerten, Festivals oder auf Messen sind sie häufig anwesend auf eben solchen Veranstaltungen und können diese, zumindest zum Teil, auch mit genießen.

Gerade bei Freizeitmessen, die sich mit Neuheiten aus Sport, Hobby oder Reisen beschäftigen, können sehr inspirierend sein und während der Arbeitseinsätze interessante Informationen bereithalten.

 
Technik affine Menschen finden im Bereich des Sicherheitsdienstes ebenfalls einen Beruf, der ihnen viel Freude bereiten kann. Mit Hilfe modernster Technik sind die einzelnen Mitarbeiter untereinander vernetzt. Durch einen stetigen Austausch mit den Kollegen und dem Manager sind in Notsituationen sofortige und kontrollierte Evakuierungen schnell durchführbar. Auch hierbei ist ein kühler Kopf gefragt. Die Coronakrise hat gezeigt wie flexibel die Mitarbeiter in diesem Bereich sein müssen. Wurden vor einem Jahr noch die großen Festivals bewacht und begleitet, so sind es heute die Abstands- und Hygienevorschriften in Kirchen oder Freizeitparks, die überwacht und durchgesetzt werden müssen.

Personenschutz beim Lieblingssänger

Der Personenschutz ist das letzte Feld, welches die Arbeit in dem Bereich der Security abdeckt. Geschützt werden häufig berühmte Personen und deren Familien, die einen erhöhten Bedarf an Sicherheit haben. Das Ziel ist in diesem Bereich Gefahren so früh wie möglich zu erkennen und abzuwenden. Es erfordert ein hohes Maß an Konzentration, Umsichtigkeit und Durchsetzungsvermögen den Schutz einzelner Menschen zu übernehmen. Es gilt Angriffe gegen die zu schützende Person frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Die Ausbildung für diesen Bereich ist besonders umfangreich und wird in der Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung ausführlich behandelt.

Diskretion spielt in diesem Bereich eine große Rolle. Nicht nur im Bereich des Datenschutzes Fremden gegenüber, so dass nicht darüber gesprochen werden darf, wer geschützt wurde, sondern auch im Alltag der zu schützenden Personen. Häufig spielt es für die Kunden eine große Rolle, dass die Sicherheitsmitarbeiter so wenig wie möglich einen Einfluss auf die täglichen Abläufe haben. Ein Gespür für Diskretion und Flexibilität spielen hierbei eine große Rolle für die Eignung in diesem Berufszweig.

Oft entwickeln sich ganz besondere Beziehungen zwischen Prominenten und deren Wachleuten, so dass es sich sowohl für die zu schützende Person, wie auch für den Personenschützer fast familiär anfühlt.

Je nach Basis der Prominenz, können hier aufregende Einsätze vorkommen. Politiker beispielsweise sind oft Ziel von Angreifern, doch selbst Kulturschaffende, die sich aktiv gegen eine gesellschaftliche Entwicklung stellen, benötigen oft einen besonderen Schutz. Im Konzertbereich sind es aber meist die Groupies, die gebändigt werden müssen.

Sachkundeprüfung – was genau ist das?

Um im Bereich der Sicherheit arbeiten zu dürfen braucht es meist die Sachkundeprüfung nach Paragraph 34a Gewerbeordnung. Es gibt zahlreiche Vorbereitungskurse, wahlweise online oder mit Präsenz, um die Inhalte für die Prüfung erfolgreich vorzubereiten und zu erlernen. Die Sachkundeprüfung erfordert breites Wissen unter anderem im Bereich des Bürgerlichen Gesetzbuches, der Sicherheitstechnik und den Unfallverhütungsvorschriften.

Neben der psychischen Belastung durch die Verantwortung, bringt der Job in dem Sicherheitsbereich auch hohe physische Anforderungen mit sich. Eine generelle Bereitschaft im Schichtdienst zu arbeiten ist essentiell um in diesem Bereich zufrieden arbeiten zu können. Die ideale Persönlichkeit um im Bereich der Dienstleistungen des Bewachungsgewerbes Fuß fassen zu können ist breit gefächert. Sie beinhaltet einerseits die nötige Diskretion um ein unauffälliger Personenschützer zu sein, andererseits das Durchsetzungsvermögen und die nötige Autorität um im Notfall Angriffe abwehren zu können. Das polizeiliche Führungszeugnis muss für eine Arbeit in diesem Bereich frei von schwerwiegenden Einträgen sein. Ein Führerschein Klasse B gilt in den meisten Fällen als Voraussetzung, da nur so eine maximal flexible Einsetzbarkeit gewährleistet ist.

Fazit: Im Bereich der Sicherheitstechnik bietet sich für Einsteiger die Möglichkeit ihre Interessen ideal mit dem Job zu verbinden. Durch die Vielfältigkeit, die dieser Beruf mit sich bringt findet ein Jeder hier seinen Platz. Ob im unauffälligen Personenschutz oder beim Veranstaltungsschutz, der Securitybereich ist ein verantwortungsvoller Job voller Möglichkeiten. Dass die Arbeitszeiten hier oft abends und an den Wochenenden sind, wird durch die Erlebnisse von Konzerten, Sportveranstaltungen oder interessanten Messethemen etwas abgemildert.

Wer sich für die Sachkundeprüfung entscheidet, sollte unbedingt einen Vorbereitungskurs machen. Denn die Prüfung hat es in sich und die Themen basieren zum größten Teil auf Gesetzestexte. Ohne intensive Vorbereitung und lernen, ist es kaum möglich, diese Prüfung zu bestehen. Trotz Kursteilnahme, scheitern viele Prüflinge und brauchen mehrere Anläufe.