Brennstempel: Die beste Art, ein individuelles Kennzeichen anzubringen

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Besitz zu kennzeichnen, ist keine Erfindung der Neuzeit. Vielmehr haben die Menschen in Indien schon vor Christus Stempel aus Ton hergestellt und mit Pflanzenfarben Waren „ihren Stempel aufgedrückt“. Die Stempelfläche selbst, Druckstock oder Klischee genannt, bestand aus Papier, später aus Leder. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden Klischees aus Metall und Holz hergestellt und 1866 schließlich der erste Stempel mit einer Textfläche aus Gummi gefertigt, der schnell seinen Siegeszug um die Welt antrat. Er hat nur einen Nachteil: Die Tinte, mit der eine Kennzeichnung auf einen Gegenstand aufgebracht wird, verwischt, wenn sie nicht vollständig getrocknet ist. Zudem verblasst sie im Laufe der Zeit und ist nicht für jedes Material geeignet. Diese Probleme löst der Brand- oder Brennstempel.

Vielseitig einsetzbar

Mit einem Brennstempel können Markenzeichen oder Logos dauerhaft und fälschungssicher in Holz, Kunststoff, Leder, aber auch auf Kartonagen oder Kork aufgebracht werden. Besonders häufig sind Brennstempel auf Weinkisten, Innenseiten von Leder oder auch edlen Designer-Möbeln zu finden. Sie sind aber auch ideal, um beispielsweise Werbematerial wie Holztafeln mit einem Logo oder Siegel zu versehen. Die Brandtiefe beträgt nur wenige Millimeter und kann dem Produkt angepasst werden. Der Druckstock besteht aus einer auswechselbaren Messingplatte, deren Heizstäbe durch Strom erhitzt werden. Das Stromkabel ist in einem Holzgriff eingebettet, der trotz großer Hitze kalt bleibt. Durch die auswechselbare Stempelplatte, die im Ganzen oder nur Buchstaben und Zahlen ausgetauscht werden kann, ist entsprechend vielseitig und individuell einsetzbar. Rein optisch ähneln diese Brennstempel sehr den klassischen Brenneisen, die über offenem Feuer erhitzt wurden und mit denen Cowboys ihre Rinder gekennzeichnet haben.

Je länger die Brenndauer, umso intensiver der Abdruck

Die Heizstäbe erzeugen Temperaturen von um die 300 Grad. Die Brenndauer muss dem Material angepasst werden und beträgt in der Regel zwischen einer und fünf Sekunden. Bei Kunststoff und Kartonagen kann sie kürzer sein als bei Holz oder Leder. Bei Brennstempeln mit Wechselregler lässt sich die Temperatur der Heizstäbe regulieren. Mit der Brenndauer kann aber auch die Intensität der Kennzeichnung verändert werden. Eine längere Brenndauer hinterlässt einen tieferen und intensiveren Abdruck als eine kürzere. Die Brennstempel heizen sich innerhalb weniger Minuten auf. Die auswechselbaren Stempelplatten sind beliebig oft wiederverwendbar. Zur Reinigung der Metallplatte gibt es spezielle Reinigungsbürsten, die auch bei heißer Metallplatte zum Einsatz kommen können.

Tipps für den richtigen Umgang mit dem Brennstempel

Die Arbeit mit dem Brennstempel ist recht einfach, bedarf aber einer gewissen Vorsicht. Immerhin wird der Brennstempel sehr heiß. Um Brandverletzungen zu vermeiden, sollte man damit sehr sorgfältig und konzentriert wie mit jedem elektrischen Gerät umgehen. Die Arbeitsunterlage sollte feuerfest sein, damit kein ungewollter Brand entsteht. Wie bei allen Geräten, die heiß werden, sollte der Brennstempel nicht unbeaufsichtigt bleiben und nach der Arbeit zum Abkühlen am besten auf Metall abgelegt werden. Bevor man mit dem Stempeln von Originalmaterialien beginnt, ist es sinnvoll, den Umgang mit dem Brennstempel auf Probematerial so lange einüben, bis er reibungslos funktioniert. Um die Branddauer und damit die Intensität des Motivs zu steuern, ist eine Uhr mit Sekundenzeiger erforderlich. Man kann aber auch einfach mitzählen. Bei Holz beträgt die Kontaktzeit in der Regel zwei Sekunden, bei Kartonagen höchstens eine Sekunde.