Canon 80D – der Allrounder

Canon EOS 80D SLR-Digitalkamera (24,2 Megapixel, 7,7 cm (3 Zoll) Display, DIGIC 6 Bildprozessor, NFC und WLAN, Full HD)

Der Markt an DSLRs ist mehr als überflutet. Nicht zu vergessen die zahllosen Systemkameras, welche vor ein paar Jahren wie Unkraut aus dem Boden geschossen sind. Die Canon 80D führt die Tradition des Mittelklasse-Modells mit APS-C Sensor fort. Mit der 40D und 60D war ich auch zwei Mal Besitzer der Vorgänger-Modelle und kenne die Vor- und Nachteile dieser Modelle. Als auf zum Test im Video- und Fotobereich.

Primär kam uns die Canon 80D ins Haus für einen Test als VLOG-Kamera. Dabei hält man die DSLR sich selbst permanent ins Gesicht und erzählt von seinem Leben in die Linse. Idealerweise schraubt man die 80D dann noch auf ein Gorillapod und steckt ein Richtmikrofon in den Blitzschuh. Wer gut rechnen kann erkennt, dass dieses Setup einige Kilos mit sich bringt. Nicht gerade handlich, um sich damit selbst „am langen Arm“ zu filmen.

Für trainierte Sportler sollte dies kein Problem sein, für den Durchschnittsmenschen wird es dennoch auf Dauer zu anstrengend. Die Qualität des dabei entstandenen Videos hingegen war makellos. Die Bildqualität gestochen scharf. Dabei stellte sich auch der große Pluspunkt der Canon 80D*heraus. In Verbindung mit dem Kit-Objektiv (18 – 135mm IS USM) war das Bild gestochen scharf. Insbesondere bei Aufnahmen die nicht allzu weit entfernt vom Objektiv waren, sind die Aufnahmen brillant. Ebenso brillierend die Farbtreue und spätere Wiedergabe.

Das klappbare Display hilft bei den Einstellungen ungemein, denn es gibt ziemlich exakt die Farben wieder, wie sie auch später am Bildschirm aussehen. Somit eine ziemlich gute Kombination für Aufnahmen ohne spätere Enttäuschungen und damit verbundene Nachbearbeitungsmaßnahmen.

Da uns die Kamera dann für das „sich selbst filmen“ zu schwer wurde, haben wir sie wieder als klassische DSLR eingesetzt. Auf einem Stativ als Video-Kamera. Mit etwas Übung klappen inzwischen auch schnelle Zooms während einer Aufnahme, allerdings ist davon abzuraten dies durchgehend zu betreiben. Für Aufnahmen mit nur einem Objekt ohne das sich jenes bewegt ist die Canon 80D ziemlich gut geeignet. Was ich damit meine wird umgangssprachlich auch „Stills“ genannt.

Kommt ein zweites Objekt (Moderatorin) hinzu und sind beide Objekte nicht auf einer Höhe sehen Aufnahmen mit Camcordern dagegen besser aus. Zwar verfolgt die Canon 80D brav den via Touchdisplay angepeilten Fokuspunkt, das zweite Objekt wird allerdings etwas verwaschen. Dieses „Phänomen“ tritt vor allem auf, wenn beide Objekte etwas weiter als zwei Meter vom Objektiv entfernt sind. Ist eines der Objekte sehr nahe brilliert die Canon 80D wieder.

Ein paar Schnappschüsse haben wir mit der 80D natürlich auch gemacht: der Verschluss klingt ziemlich laut und herb, was nicht unbedingt einen starken Qualitätseindruck vermittelt. Die Bilder sind am Ende trotzdem gestochen scharf und zeigen nur an den Rändern kleine Makel, die dem APS-C Sensor zuzuschreiben sind.

Zusammengefasst ist die Canon 80D wohl aktuell die Kampfansage gegen alle Systemkameras*. Ausgehend von meinen ersten Canon-Modellen, ist das hier schon ein Quantensprung in den Punkten Technik, Qualität und Leistung. Eventuell wäre es bei der Leistung der 80D allerdings schon sinnvoll nur den Body zu kaufen und in ein oder zwei Festbrennweiten zu investieren. Der aktuelle Preis der Canon 80D (Body) liegt bei 1.390 Euro, mit dem getesteten 18-135mm IS USM steigt der UVP auf 1.820 Euro.

Canon 80D Technische Daten

Ca. 25MP

CMOS-Sensor (22,3 x 14,9 mm)

Verschlusszeiten

  • 30-1/8.000 s (halbe oder Drittelstufen), Langzeitbelichtung (B) (gesamter Verschlusszeitenbereich; tatsächlich verfügbarer Bereich hängt vom jeweiligen Aufnahmemodus ab)

Bildgröße

  • JPEG 3:2: (L) 6.000 x 4.000, (M) 3.984 x 2.656, (S1) 2.976 x 1.984, (S2) 1.920 x 1.280, (S3) 720 x 480
  • JPEG 4:3: (L) 5.328 x 4.000, (M) 3.552 x 2.664, (S1) 2.656 x 1.992, (S2) 1.696 x 1.280, (S3) 640 x 480
  • JPEG 16:9: (L) 6.000 x 3.368, (M) 3.984 x 2.240, (S1) 2.976 x 1.680, (S2) 1.920 x 1.080, (S3) 720 x 408
  • JPEG 1:1: (L) 4.000 x 4.000, (M) 2.656 x 2.656, (S1) 1.984 x 1.984, (S2) 1.280 x 1.280, (S3) 480 x 480
  • RAW: (RAW) 6.000 x 4.000, (M-RAW) 4.500 x 3.000, (S-RAW) 3.000 x 2.000

Videoformat

  • MOV / MP4 (Video: H.264 Intra-Frame / Inter-Frame, Ton: Linear PCM / ACC, Aufnahmepegel kann manuell eingestellt werden)

Video-Bildformate

  • 1.920 x 1.080 (59,94, 50 B/s) Inter-Frame
  • 1.920 x 1.080 (29,97, 25, 23,98 B/s) Intra oder Inter-Frame
  • 1.920 x 1.080 (29,97, 25 B/s) Inter-Frame
  • 1.280 x 720 (59,94, 50 B/s) Inter-Frame
  • 1.280 x 720 (29,97, 25) lite Inter-Frame

Hinweis:

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Text (c) Fabian Meßner | Fotos Canon