Citroen e-Jumpy – Transporter unter Strom

Citroën ë-Jumpy: Transporter bekommt 100 kW (136 PS) starken Elektromotor

Elektrofahrzeuge sind eine Gattung, die uns noch lange beschäftigen wird. Und sie breitet sich schnell aus. Selbst im Nutzfahrzeug-Sektor sind E-Antriebe mittlerweile angekommen. So startet die Groupe PSA eine Elektro-Offensive und verpflanzt die lautlosen Triebwerke sukzessive in die gesamte Modellpalette. Wir nehmen den Citroen e-Jumpy, einen mittelgroßen Transporter, unter die Trendlupe!

Allerlei…

…Nutzfahrzeuge sind drei! Im Programm von Citroen tummeln sich der Berlingo, der Jumpy und der Jumper als größter Transporter der Flotte. Gemeinsam habt das Trio den Fokus auf hohe Praktikabilität bei gleichzeitig herausragendem Komfort. Der neue Citroen e-Jumpy knüpft hier nahtlos an und fährt mit seinem Elektromotor darüber hinaus lokal emissionsfrei.

Angenehm erscheint die Tatsache, dass der Citroen e-Jumpy sich äußerlich kaum von seinen Verbrenner-Brüdern unterschiedet. Lediglich die Ladeklappe im vorderen Kotflügel und ein teilweise geschlossener Kühlergrill sind die Erkennungsmerkmale des Stromers. Natürlich wird man einen Unterschied klar ausmachen: Die sehr geringe Geräuschentwicklung.

Copyright William CROZES @ Continental Productions
William CROZES @ Continental Productions

My Home is my Castle

Und ein „Castle“ kann man im Citroen e-Jumpy auch fast verstauen! Denn der Stromer steht seinen konventionell angetriebenen Markenbrüdern in nichts nach. So bietet der e-Jumpy dieselbe Zuladung und Nutzlast sowie dasselbe Ladevolumen. Optional ist eine Anhängerkupplung verfügbar, die eine Anhängelast von bis zu einer Tonne erlaubt.

Je nach Bedarf kann man zwischen zwei Karosserievarianten wählen. Bereit steht der Citroen e-Jumpy als XS oder XL. Während der „kleine“ Transporter bereits 4,6 m³ Ladevolumen bietet, schluckt der XL sogar 6,6 m³ – beeindruckend. Dazu kommt, dass der Ladebreite mit 1,25 m den problemlosen Transport von Europaletten ermöglicht.

Copyright William CROZES @ Continental Productions
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Was steckt unter der Haube?

Als Antrieb dient ein 100 kW/136 PS starker Elektromotor, der seine Kraft entweder aus einer 50 kWh oder aus einer 75 kWh fassenden Batterie bezieht. Je nach Akku kann der Citroen e-Jumpy so entweder bis zu 230 oder sogar 330 km gemäß WLTP weit fahren. Einfahrverbote gehören für diesen Transporter somit der Vergangenheit an.

Möglich macht dies die Multi-Energy-Plattform „EMP2“. Die Batterien werden im Chassis verbaut, sodass ein niedrigerer Schwerpunkt erreicht und die Fahrdynamik positiv beeinflusst wird. Dynamisch geht es dank des maximalen Drehmoments von 260 Nm voran. Schluss ist bei 130 km/h, was im Alltagsbetrieb ausreichen dürfte.

Laden kann man den Citroen e-Jumpy auf verschiedene Arten. Zum einen kann man die Batterie am Schnellader mit bis zu 100 kW befüllen, sodass der kleinere Akku in rund 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen sein soll. Die 75 kWh-Batterie ist in 15 Minuten bei 80 Prozent. Neben dem 100 kW Lader, kann der Citroen e-Jumpy zum anderen am 7,4 kW Anschluss „aufgetankt“ werden. Das bietet sich vor allem nachts an, da es rund acht Stunden für eine vollständige Ladung braucht. Das Laden an der Haushaltssteckdose dauert natürlich noch weitaus länger.

Bestellbar soll der Citroen e-Jumpy ab dem zweiten Halbjahr 2020 und wird in vier Varianten auf den Markt kommen. Damit gibt der mittelgroße Transporter einen Ausblick auf den kommenden, vollelektrischen Jumper. Ziel ist es, eine vollwertige Ergänzung zu effizienten Verbrenner-Modellen zu bieten. Und diese Mission dürfte gelungen sein!

William CROZES @ Continental Productions

Fotos (c) Citroën