Der neue Komfortcheck der Bahn

Der klassische Schaffner im Zug könnte demnächst ein seltenes Bild werden. Grund ist, dass die Deutsche Bahn den Kunden ab Mai in diesem Jahr ein neues System zum selbständigen Entwerten der Fahrkarten anbieten will. Fahrgäste können dann nicht nur ihr Bahnticket als eTicket ausstellen lassen, sondern es, nachdem sie ihren Sitzplatz eingenommen haben, auch selbständig entwerten. Die Information wird dann auf elektronischem Wege an den Schaffner gesendet. Dieser hat somit eine Übersicht, wo sich noch Fahrgäste befinden, die noch nicht eingecheckt haben, um deren Ticket zu kontrollieren. Hört sich erst einmal gut an. Zumindest besteht dann die Chance, nicht immer gleich aus den Träumen gerissen zu werden, wenn es wie bisher vom Schaffner in oftmals eindringlichen Worten heißt: „Die Fahrkarten bitte!“

Schaffner wird nicht überflüssig

Die Schaffner werden jedoch nicht überflüssig, obwohl es bereits technisch möglich wäre, Züge vollkommen ohne Schaffer rollen zu lassen. Allerdings dürfte nicht von jedem verlangt werden können, sich eine neue App der Bahn auf sein Handy zu laden. Ob sich das jetzt eingeführte System in der Praxis überhaupt bewährt, muss sich auch erst noch beweisen. Somit werden die Schaffner keinesfalls arbeitslos. Gerade auf den vollbesetzten Strecken oder an den Wochenenden dürften sie maximal ein wenig entlastet werden. Außerdem sollen weiterhin Stichprobenkontrollen stattfinden, um zu prüfen, ob sich bei namens-gebundenen und nicht übertragbaren Spezialtarifen tatsächlich der Fahrgast auf dem Sitz befindet, auf dessen Name das Ticket ausgestellt wurde. Dennoch ist die Einführung des neuen Systems ein weiterer Schritt der Bahn in Richtung Digitalisierung ihrer Prozesse.

Was verbessert sich für die Kunden?

Fahrgäste, die das neue System nutzen wollen, können sich von Mai an einfach auf ihren Platz setzen, kurz „einchecken“ und sich dann ihrer Lieblingsbeschäftigung hingeben. Für viele bedeutet das gleich einschlafen zu können, ohne im Hinterkopf haben zu müssen, dass noch der Schaffner vorbeikommt. Nervig wurde das bislang immer dann, wenn auf den weiteren Bahnhöfen noch jemand zugestiegen ist. Nicht selten wurden die Fahrgäste dann, obwohl sie bereits kontrolliert wurden, gleich noch einmal aus dem Schlaf gerissen. Auch wer sich ungestört seinen dringenden Geschäften widmet, dürfte dadurch zukünftig noch mehr Komfort haben. Telefongespräche müssen nicht mehr unterbrochen werden und wer die Zeit zum Trading von Aktien nutzt, kann die Kurse lückenlos verfolgen, um punktgenau zuschlagen zu können. Tipps für gute Broker gibt es zum Beispiel bei https://www.qomparo.de/.

Das neue Check-In-System wird etappenweise eingeführt

Die Bahn ist sich selbst noch nicht ganz gewiss, dass das System reibungs- und vor allem lückenlos funktioniert. Daher wird das neue System erst einmal nur auf den Strecken Berlin-Erfurt-Frankfurt, Hamburg-Kassel-Stuttgart sowie Wiesbaden-Erfurt-Dresden eingeführt. Fallen die Erfahrungen gut aus, sollen alsbald neue Strecken folgen. Das größte Risiko wird derzeit in der lückenlosen Internet-Stabilität gesehen. Das System innerhalb des Zuges muss natürlich auch mit den Systemen auf den Rechnern der Bahn gekoppelt sein, um den Status der Fahrscheine zeitnah zu aktualisieren zu können. Den Kunden dürfte es zudem so ziemlich egal sein, ob sie gerade durch einen Tunnel fahren, wo es manchmal mit dem Netz haken könnte.

Gerade dann, wenn sich viele Personen zur gleichen Zeit ins System einloggen, könnte es zu Probleme kommen, so die weiteren Befürchtungen der Skeptiker. Auf Kundenseite wird zudem Voraussetzung für das Einchecken ohne Schaffner sein, dass sie genau in dem Zug Platz nehmen, für den sie ursprünglich gebucht hatten. Wer sich also spontan entscheidet, einen anderen Zug zu nehmen, kann dem Vernehmen nach noch nicht selbst einchecken. Das gleiche Schicksal dürften den Passagieren ereilen, wenn sie zwangsläufig einen anderen Zug nehmen müssen, weil ein Zug ausgefallen ist. Es gibt also noch genügend Punkte, die optimiert werden können und müssen, wenn das Ganze ernstgemeint ist und nicht nur eine Spielerei bleiben soll.