Ein Bekenntnis zum Hut

Ist es nicht bedauerlich, dass man heutzutage so selten einer Frau oder einem Mann mit einem Hut begegnet? Ist der Hut nicht gar eine unumgängliche Kopfbedeckung und ein modisches Accessoire? Ein respektvolles Heben des Hutes zur Begrüßung oder das Abnehmen desgleichen beim Betreten eines Gebäudes. Eine Frau könnte mit einem Hut ihr Outfit so vielfältig verschönern.

All dies ist heute so nicht mehr zu finden. Im kalten Winter nutzt man Ohrenschützer, die zweifelsfrei nicht so anschaulich sind. Und da Hüte schnell weggeweht werden oder die Haare platt drücken, nutzt man heutzutage lieber eine Wollmütze, eine Schiebermütze oder eben ganz einfach eine Baseballkappe. Das ist zwar alles sehr praktisch, leicht zu reinigen und erfüllt den ursprünglichen Sinn des Kopfschutzes und somit sind die heutigen Kopfbedeckungen genauso gut wie es früher Hüte waren. Doch Hüte sind halt einfach schöner.

Hüte haben eine lange Tradition

Diese Tradition erlebte vor kurzer Zeit eine Renaissance, als in Ingolstadt eine dreitägige Hutschau stattfand, die gleichzeitig zur weltgrößten Verkaufsschau mit rund 15.000 Hutmodellen wurde. Mut zum Hut war das Motto dieser “Ausstellung” bei der rund 30 Hutmacher aus aller Herrenländer vertreten waren.

Die Tradition des Hutes geht zurück bis ins alte Griechenland. Hüte sind immer mit den Zivilisationen gegangen und haben sich dementsprechend verändert. Zu Zeiten Roms waren sie fast völlig verschwunden. Im Mittelalter hielten Strohhüte Einzug, meist für die Feldarbeit und bevorzugt von Männern getragen. Frauen trugen zu dieser mehrheitlich eine Art Turban. Der Zylinder bei Männern kam etwa Mitte des 18. Jahrhunderts in Mode und hielt sich bis Ende des 19. Jahrhunderts. Bei Frauen waren es Spitzenhauben oder Federhüte, später waren es dann Aufschlag- oder Glockenhüte. Die 1950er Jahre waren das letzte große Jahrzehnt der Hüte, mit den 60ern verschwanden sie mehrheitlich.

Zeit eine Tradition aufleben zu lassen

Nach über einem halben Jahrhundert voller Mützen und Caps wäre es doch an der Zeit, die Hut-Tradition wieder aufleben zu lassen. Überraschen so doch ihre Liebste oder Liebsten mal mit einem Hut. Eine tolle Auswahl an Hüten findet man bei hut.de. Und da es nur noch ein paar Wochen bis Weihnachten sind, ist dies doch tatsächlich eine Überlegung wert. Ein Hut wäre ganz sicher eines der überraschendsten und extravagantesten Geschenke überhaupt. Und tolle Weihnachtsgeschenke kauft man doch besser bereits jetzt.

Hutformen und Herstellungsart

Zumeist wurden Hüte aus Filzen von Schafwolle, Biberfell oder Kaninchenhaar hergestellt. Doch auch Stroh, Leder, Baumwolle, Leinen und auch Chemiefasern wurden zur Hutherstellung verwendet. Der Hut hat eine Krone, mit oder ohne Falte (Kniff), die Krempe und ein Hutband. Im Inneren sollte ein Schweißband und natürlich das Futter vorzufinden sein.

Die gängigen Hüte bei Frau sind heutzutage der Porkpie, der Glockenhut, der Aufschlaghut, der Florentiner Hut, der Schlapphut und der Kapotte. Alles Formen, die es auch in früheren Jahrhunderten schon gab.
Auch bei Hüten für Männer, die übrigens heutzutage durchaus zum Teil auch von Frauen getragen werden, sind die Formen in etwa das, was aus den letzten Jahrhunderten bekannt ist. Der Fedora, der Cityhut, der Trilby, der Charpentier, der Homburg, die Melone, der Canotier oder Kreissäge und letztlich der Zylinder