Erstellung eines Arbeitszeugnisses – das sollten Personalverantwortliche unbedingt beherzigen

Personalverantwortliche tragen eine große Verantwortung, da sie sich um wichtige Aufgaben wie Arbeitsverträge, Mitarbeitergewinnung und Personalentwicklung kümmern müssen. Zu diesen Aufgaben gehört auch das Erstellen von Arbeitszeugnissen, aber leider wird die Bedeutung eines hochwertigen Arbeitszeugnisses oft unterschätzt. Manchmal führt das sogar zu rechtlichen Klagen, die dem Ansehen des Unternehmens schaden können. Das gilt insbesondere dann, wenn kein Arbeitszeugnis erstellt wird oder das Zeugnis ungerechtfertigterweise schlecht ist. Personalverantwortliche sollten daher einige Dinge bei der Erstellung eines Arbeitszeugnisses beachten.

Da es sich um ein komplexes Thema handelt, möchten wir hier einige der wichtigsten Aspekte aufzeigen. Zudem finden Interessenten unter folgendem Link weitere Informationen rund um Arbeitszeugnisse, darunter eine Checkliste für einen effizienteren Erstellungsprozess. In jedem Fall sollte die Aufgabe immer ernst genommen und nicht vorschnell erledigt werden.

Keine Beurteilung bei beruflicher oder persönlicher Anspannung

Ein Arbeitszeugnis darf nicht von Gefühlen und Vorurteilen bestimmt werden, sondern es muss auf objektiven Tatsachen beruhen. Infolgedessen sollte eine Beurteilung nur dann erfolgen, wenn der Personalverantwortliche nicht unter beruflicher oder persönlicher Anspannung zu leiden hat. Diesbezüglich gilt es unter anderem Burnout bei Führungskräften zu nennen. Es kommt häufig vor, dass Menschen in Führungspositionen überfordert sind und das zeigt sich oft auch im Verhalten gegenüber anderen Mitarbeitern. Im Arbeitszeugnis haben entsprechende Emotionen jedoch nichts zu suchen. Eine Beurteilung sollte daher nie bei beruflicher oder persönlicher Anspannung erfolgen.

Fairness und Härte sind beides wichtige Faktoren

Manche Mitarbeiter erbringen zwar gute Leistungen, passen aber einfach nicht zum Unternehmen. Das kann beispielsweise daran liegen, dass sie sich nicht mit den Personalverantwortlichen verstehen oder aus anderen Gründen unzufrieden mit dem Arbeitsklima sind. Deswegen direkt ein schlechtes Arbeitszeugnis zu erstellen, wäre jedoch nicht richtig und es ist wichtig, stets fair zu bleiben. Zwar können Schwächen des Mitarbeiters betont werden, aber sollten Stärken vorliegen, gibt es keinen Grund, diese zu vertuschen.

Keine Erstellung unter Zeitdruck

Arbeitszeugnisse sollten allein schon aus Respekt nie auf die Schnelle erstellt werden, denn schließlich geht es um die berufliche Zukunft eines anderen Menschen. Personalverantwortliche sollten sich daher immer ausreichend Zeit nehmen und dabei die Leistungen der letzten Monate oder Jahre berücksichtigen. Nur so ist es möglich, ein faires zusammenfassendes Urteil zu erstellen.

Gegebenenfalls Mitarbeiter einbeziehen

Es ist unüblich, Mitarbeiter in den Erstellungsprozess eines Arbeitszeugnisses einzubeziehen. Trotzdem sollten Personalverantwortliche die Option in Betracht ziehen, da die Selbsteinschätzung eines Menschen zumindest zu einem gewissen Grad realistisch ist und der Mitarbeiter selbst seinen konkreten Tätigkeitsbereich am besten darstellen kann. Die auf diese Weise gelieferten Informationen können bei der Erstellung des Arbeitszeugnisses helfen. Zumal die Möglichkeit besteht, dem Mitarbeiter weitere Fragen zu stellen und dadurch potenzielle Unklarheiten aus der Welt zu schaffen. Wichtig ist dabei nur, dass die Einschätzung am Ende der Realität entspricht und sollten Probleme vorliegen, dürfen diese nicht außer Acht gelassen werden.

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