Gebrauchte Hybride auf dem Vormarsch

Der Hybrid liegt im Trend und ist zudem familientauglich.

Gebrauchte Hybride auf dem Vormarsch

Hybride erobern zunehmend den Gebrauchtwagenmarkt. Warum der gebrauchte Kauf lohnenswert ist, erfahren Sie hier.

Ein Neuwagenkauf kommt bei Hybriden aufgrund von hohen Listenpreisen nicht immer in Frage, und dass trotz Umweltprämie. Ähnlich wie im Fall E-Auto rücken somit die gebrauchten Greencars zunehmend in den Fokus der Verbraucher. Eine kostenlose Autobewertung kann den Ausschlag dafür geben, ob sich ein Tausch Ihres aktuellen Wagens lohnt. Denn die Qualität der zweimotorigen Hybrid-Fahrzeuge überzeugt.

Warum ein Hybrid-Fahrzeug kaufen?

Hybrid-Autos sind zukunftsfähig. Die Diskussionen um zu hohe Fahrzeug-Emissionen führen sowohl auf dem globalen Automobilmarkt, als auch für den Verbraucher, der langfristig ohne Fahreinschränkungen unterwegs sein möchte, zum Umdenken bei der Fahrzeugwahl. Die perfekte Schnittmenge: Gebraucht und zweimotorig fährt man hierzulande sicher, umweltschonend und auch noch kostengünstig.

Zunächst ist der Werterhalt bei einem Gebrauchtfahrzeug deutlich höher als beim Neuwagen, der allein im ersten Jahr ein Vielfaches seines Listenpreises einbüßt. Hinzu kommt die positive Wertentwicklung bei Hybriden, deren Nachfrage steigt, während das Verbraucherinteresse für Diesel-Fahrzeuge etwas zurückgeht. Insbesondere finden circa drei Jahre alte Diesel-Modelle auf Online-Portalen weniger schnell einen Käufer. Der Hybrid bietet heute eine echte Alternative: Ein Plug-In-Hybrid führt bei häufigen Überlandfahrten sowohl zu einem geringen Verbrauch, als auch zu einer Gesamtreichweite, die der eines Diesels oder Benziners entspricht.

Der Hybrid liegt im Trend und ist zudem familientauglich. Der Honda Jazz Hybrid wurde seit 2011 wegen seinem gut geplanten Raumkonzept sogar mit der Mercedes A-Klasse verglichen. Er ist bei einer Laufleistung von 5.000 Kilometer für knapp 14.000 € erhältlich und liegt somit in der mittleren Preisklasse. Rund 1.000 angebotenen Gebrauchtwagen stehen dem Verbraucher in Deutschland in diesem Preissegment und relativ hohem Gütegrad zur Auswahl. Auch die beliebtesten E-Autos werden hierzulande für durchschnittlich 15.000 Euro gehandelt, darunter an vorderster Stelle der Smart Electric Drive. Deutlich unter der 10.000 Euro-Marke liegen der Honda Civic Hybrid und der Renault Twizy als Elektroauto. Nach etwa 10.000 gefahrenen Kilometern wird der Twizy Urban mit 13 kW und 18 PS ab 4.000 Euro gehandelt. Doch der Renault bleibt ein reines Zweitfahrzeug, während Honda Insight und Civic Hybrid Viertürer für die Familie darstellen. Der Honda Civic weist bei einem Preis von 4.000 Euro zwar die 10-fachen Laufleistung auf, doch bleibt er ein zuverlässiges und lange noch nutzbares Fahrzeug.

Diese Modellwahl führt zu einer klaren Agenda, auch auf Seiten der Automobilhersteller: noch mehr alltagstaugliche und bezahlbare Hybride auf die Straßen bringen. Denn bisher tuen dies vor allem die Japaner mit dem Hybrid-Pionier Toyota. Den SUV RAV4, den kompakten Auris, den Corolla und den kleinen Yaris gibt es nur noch als Benziner und Hybrid-Modelle. Auch beim gebrauchten Hybrid-Kauf kommen diese in Betracht.

Diese Hybride überraschen in Preis und Leistung

Hybridantrieb in der Kleinwagenklasse? Der Toyota Yaris führt hier! Nicht täuschen lassen von Problemen früherer Generationen, wie der mit der Bremsleistung oder den Airbags eines Vorgängermodells. Der Yaris in der dritten Generation überzeugt seit Mitte 2012 ohne Weiteres mit seinen sieben Airbags und zwei Motoren. Derweil werden Modelle von Privat schon ab einem Preis von 8.000 Euro verkauft. Nach fünf oder sechs Jahren in Gebrauch sind das rund die Hälfte des Listenpreises. Im Test reichem dem alten Yaris etwas Öl und Benzin, um den Fahrspaß beginnen zu lassen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 165 km/h und 11,9 Sekunden von Null auf 100 km/h. Wie schon bei den Benziner-Modellen gesehen, fehlt dem Unterbau fallen ein vernünftiger Unterbodenschutz; kein Wunder, dass der Fahrzeugboden ein gefundenes Fressen für Rost ist. Die bei der Wartung entstehenden Kosten ist er aber trotzdem wert.

Mit der zweiten Generation des Toyota Prius ist schon seit 2004 viel gut gelungen. Hier kommt ein gut 10 Jahre alter Wagen in Betracht! Bei dem empfehlenswerten Facelift-Modell nach Herbst 2005 geht es bereits bei 5.000 Euro los zuverlässig, mit wenig Verschleiß. Wer sich nicht davon abschrecken lässt, dass der Prius mit dem 1,5-Liter-Vierzylinder Motor und 112 PS etwas gemütlich daherkommt, für den hat Toyota ein solides Paket für den Alltag geschnürt. Der Durchschnittsverbrauch liegt laut spritmonitor.de bei nur 5,3 Liter. Das Zusammenspiel der Hybrid-Komponenten erfolgt harmonisch und der elektrische Teil ist bis knapp 200.000 Kilometer als wartungsfrei anzusehen.