Nächtigen wie die Stars – berühmte Filmhotels vorgestellt

Luxus, Glamour und dieses ganz spezielle Flair: Filmhotels kommen auf der großen Leinwand richtig gut rüber – und wecken damit ganz automatisch die Sehnsucht, einmal im Leben auf ähnlich feudale Weise zu residieren. Da es sich bei den schicken Domizilen oft um echte Hotels handelt, die weiterhin ganz normal Gäste aufnehmen, muss dieser Wunsch kein ferner Traum bleiben.

Historischer Charme in New Yorks „The Plaza“

Das New Yorker Luxushotel »The Plaza« öffnete im Jahr 1907 seine Pforten, schon allein seine prachtvolle Architektur spricht für sich. Das historische Ambiente zog gleich drei Filmemacher wie magisch an, bereits im Jahr 1959 liefen die Dreharbeiten zu dem US-Drama »Der unsichtbar Dritte« von Star-Regisseur Alfred Hitchcock. Gleich zu Anfang begibt sich Werbefachmann Roger Thornhill alias Cary Grant zu einem geschäftlichen Meeting ins Plaza und trifft dort auf unangenehme Zeitgenossen, die ihn entführen und beinahe mit einem Auto über die Klippen schicken. Warum er diese niederträchtige Behandlung erfährt, muss er allerdings erst herausfinden. Auch der Kassenschlager »Kevin allein in New York« aus dem Jahr 1990 setzt auf das mondäne Ambiente des Weltklassehotels. Der freche Lümmel, um den es in der Filmhandlung geht, mopst sich eine Kreditkarte und quartiert sich ausgerechnet im Plaza ein, von wo aus er seinen abenteuerlichen Solo-Urlaub in der Großstadt genießt. 2013 folgte das 3-D-Drama »Der große Gatsby«, welches die gewaltigen Kronleuchter und mächtigen Marmorsäulen des Hotels wunderbar in Szene setzt. Zu Ehren des Autors Francis Scott Fitzgerald, der 1925 den zugrunde liegenden Roman schrieb, existiert auch heute noch eine üppig ausgestattete »Fitzgerald Suite« in dem gehobenen Etablissement, im Palmengarten wird außerdem regelmäßig ein »Fitzgerald Tea for the Ages« serviert, und die Champagner Bar läutet des Abends die »Gatsby Hour« ein. Übrigens gehörte das »Plaza« in früheren Zeiten dem heutigen US-Präsidenten Donald Trump, der einen kurzen Auftritt im »Kevin«-Film hat.

„The Plaza“ gilt als eine der mondänsten Adressen New Yorks
Source: Maxpixel, Autor: unknown, Lizenz: CC0

Prickelnder Nervenkitzel im berühmten „Bellagio“

Las Vegas gilt seit jeher als heißestes Pflaster der USA, die Stadt strotzt nur so von feinen Hotels, die gewaltige Spielhallen ihr Eigen nennen. Das »Bellagio« genießt nicht nur wegen seines ausgeklügelten Wasserballetts weltweite Bekanntheit, es spielte auch die eigentliche Hauptrolle in dem Blockbuster »Ocean’s Eleven« aus dem Jahr 2001. Der smarte Gelegenheitsdieb Danny Ocean, gespielt von dem charmanten George Clooney, plant in diesem Streifen den größten Casino-Raub aller Zeiten und stellt dafür ein perfektes Team aus elf Profi-Gangstern zusammen. Ein ganzer Reigen großer Stars gesellte sich für den Filmdreh an Clooneys Seite, angefangen von Brad Pitt über Matt Damon bis hin zu Julia Roberts. Aber auch der Einfallsreichtum dieser irren Truppe und der steile Spannungsbogen machten diesen Kinostreifen zu einem echten Erfolgshit. Wenn ihr euch entscheidet, auf den Spuren der cleveren 11 zu wandeln und euch dafür ins Bellagio einmietet, dann habt ihr echtes Glück: An kaum einem anderen Ort der Welt liegen die Preise für Luxus-Übernachtungen so niedrig wie in Las Vegas. Schließlich verdienen die Hotelbetreiber vor allem an ihren vielfältigen Casino-Angeboten und den glitzernden Shows.

Märchenhaftes Wasserballett am „Bellagio“
Source: Wikimedia, Autor: Photographersnature, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Blackjack im prunkvollen „Ceasars Palace“

Alternativ bietet sich für euren Vegas-Trip die Übernachtung im »Caesars Palace« an, das den Stil eines prunkvollen römischen Palastes nachahmt. Zwischen mächtigen Säulen, beeindruckenden Skulpturen und fantastischen Gewölbedecken lässt es sich wunderbar flanieren und das eine oder andere spannende Spielchen wagen. Jeder, der sich in der Filmwelt ein bisschen auskennt, wird bei seinem Spaziergang durch die fürstlichen Hallen an die witzige Szene denken müssen, als Alan alias Zach Galifianakis in »Hangover« am Blackjack-Tisch so richtig abräumt. Vielleicht hat der Gute einfach nur jede Menge Glück gehabt, aber eventuell waren ihm auch das Know-how und die Tricks aus einem umfassenden Blackjack Leitfaden bekannt, der einen großzügigen Blick hinter die Kartenspielkulissen gewährt. Die Filmkomödie aus dem Jahr 2009 schlug hohe Wellen unter den Kinofans und bildete den Auftakt zu einer turbulenten Trilogie, die allerlei harte Herausforderungen für die Hauptcharaktere bereithält. Aber keine Sorge, wenn ihr es eines Tages selbst einmal nach Las Vegas schafft, dann haltet euch einfach vom Jägermeister fern – dann wird euer Trip voll und ganz gelingen! Und übrigens: Achtet auch fernab des Alkoholgenusses stets auf einen klaren Kopf, damit ihr euch nicht eventuell verlauft, denn in Las Vegas befinden sich gleich mehrere der größten Hotels der Welt!

Sechsmal Las Vegas: Das sind die 11 größten Hotels der Welt
Source: https://www.kollermedia.at/2013/05/29/die-grosten-hotels-der-welt/

Mediterrane Träume im »Grandhotel Albergo della Regina Isabella«

Von der Wüste Nevada bis auf die italienische Insel Ischia ist es ein weiter Weg, doch der lohnt sich! Auf diesem malerischen Eiland im Golf von Neapel thront das »Grandhotel Albergo della Regina Isabella«, dessen Namen alleine schon mediterrane Träume weckt. Das 5-Sterne-Domizil stammt aus den 50er Jahren und besitzt diesen ganz speziellen Charme, den nur ein historisches Gebäude in herrlichster Urlaubsumgebung entfalten kann. Es verfügt über einen eigenen Privatstrand und ein Thermalbad zum intensiven Entspannen – und beherbergt regelmäßig VIPs aus aller Welt, die das müßige Leben am Mittelmeer zu schätzen wissen. Sogar Elizabeth Taylor, Charlie Chaplin und Richard Burton waren bereits zu Gast, ebenso wie »Der talentierte Mr. Ripley«, ein Meister des Tricksens und Täuschens. Gespielt wird der arme Habenichts, der sich den Stand eines Millionärssohnes erschleicht, von niemand anderem als Matt Damon. Die Filmhandlung beruht auf einer Romanvorlage, die zum ersten Mal 1960 unter dem Titel »Nur die Sonne war Zeuge« auf Zelluloid gebannt wurde. Die neuere Version stammt aus dem Jahr 1999 und erntete haufenweise positive Kritiken.

Mit der reizenden Sissi im „Schlosshotel Fuschl“

Einmal im Leben residieren wie eine echte Kaiserin! Im österreichischen »Schloss Fuschl« wird dieser Traum zur Wirklichkeit, denn der ehemalige fürstliche Palast hat sich inzwischen zu einem Hotel gewandelt. In den 50er Jahren huschte noch die junge Romy Schneider in ihrer Parade-Rolle als wunderhübsche »Sissi« durch die Räume, heute genießen Gäste aus aller Welt den traumhaften Blick auf den Fuschlsee bei Salzburg. Das Interieur spiegelt die bewegte Geschichte des prächtigen Gebäudes wieder, das viele verschieden Epochen durchlebt hat. Üppige barocke Pracht reiht sich hier nahtlos an den rustikalen Landhausstil und lässt längst vergangene Zeiten wiederaufleben. Die echte Sissi, Prinzessin Elisabeth in Bayern, verbrachte ihre frühesten Jahre eigentlich in Schloss Possenhofen, doch dieses stand für die Dreharbeiten nicht zur Verfügung. So verlegte der Regisseur kurzerhand die Handlung ins Schloss Fuschl, und kreierte dort ein hochromantisches, teilweise sentimentales Ambiente, das ganze Generationen von Heimatfilmfreunden verzauberte. Auf eurem nächsten Österreich-Urlaub lohnt es sich sicher, einmal im Schloss-Restaurant Einkehr zu halten und den fangfrischen, köstlich zubereiteten Fisch zu probieren, während eure Augen über den See bis zu den eisigen Bergspitzen schweifen.

Der Fuschlsee befindet sich in traumhafter Lage in Österreich
Source: Wikimedia, Autor: Tvb hof, Lizenz: CC BY-SA 3.0

An einigen besonderen Orten dieser Welt werden Filme plötzlich ganz real. Dazu zählen auch die genannten Hotels, die sich ihr wunderbares Kino-Ambiente erhalten haben und deshalb eine ganz spezielle Ausstrahlung besitzen. Bereitet euch auf eure Reise vor, indem ihr euch den entsprechenden Streifen noch ein- bis zweimal ganz intensiv anschaut – und zieht danach euren ganz persönlichen Vergleich zwischen Fiktion und Wirklichkeit.