Sauberes Wasser? – Nicht in jedem Urlaubsland selbstverständlich! 

Tipps, Trends & News

Zum Durst stillen, Zähne putzen oder Obst abwaschen, führt uns der Weg hierzulande selbstverständlich an den Wasserhahn. Strenge Vorgaben und Kontrollen sorgen dafür, dass das in Deutschland problemlos möglich ist. Aber nicht überall nimmt man es mit der Wasserqualität so genau. In einigen Ländern solltest du lieber zweimal nachdenken, bevor du zum Leitungswasser greifst.

Vorsicht bei fremdem Wasser

Deutschland hat eine Trinkwasserverordnung. Die schreibt sehr genau vor, was in unserem Leitungswasser so drin sein darf. Schadstoffe und Krankheitserreger dürfen nur in unbedenklichen Mengen darin vorkommen. Teilweise sind die Vorschriften sogar strenger als beim Mineralwasser.
Dafür wird das Leitungswasser gründlich aufbereitet und durch Wasserversorger und Gesundheitsämter getestet. Und auch jeder Verbraucher kann sein Wasser selbst mit einem Wassertest prüfen.
Der Aufwand rund um das Wasser ist gut so, denn er sorgt dafür, dass wir einfach so aus dem Wasserhahn trinken können, ohne gesundheitliche Probleme befürchten zu müssen.
Selbstverständlich ist das aber nicht überall auf der Welt. Vielleicht hast du ja selbst schon mal im Urlaub üble Magen-Darm-Beschwerden bekommen. Das wird dann gern auf die ungewohnte Küche geschoben. In vielen Ländern ist aber das Leitungswasser der wahrscheinlichere Verursacher der Beschwerden. Wirklich gefährlich ist das nur selten – aber wer möchte schon seinen Urlaub mit Durchfall auf dem Klo verbringen? Etwas Vorsicht kann sich also lohnen.

Was verraten Optik und Geruch?

Wann Wasser gefahrlos trinkbar ist, lässt sich leider nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Wasser kann geruchlos sein und sauber aussehen und trotzdem Krankheitserreger enthalten. Umgekehrt kann es aber auch verfärbt und trotzdem trinkbar sein. Das ist beispielsweise der Fall, wenn es sich um eisenhaltiges Wasser handelt. Laut der Weltgesundheitsorganisation ist Wasser mit einem Eisengehalt bis zu 3 mg pro Liter gefahrlos genießbar – auch wenn es dann eine bräunliche Färbung hat und nicht unbedingt lecker aussieht. Und Wasser kann auch merkwürdig riechen und trotzdem trinkbar sein. Schwefelhaltiges Wasser riecht beispielsweise nach faulenden Eiern und gilt dabei sogar als Heilwasser.
Und es gibt auch Länder und Gegenden, in denen Leitungswasser gechlort wird, um es keimfreier zu machen. Es riecht dann leicht nach Schwimmbadwasser und man kann es trinken, wenn man denn unbedingt möchte. Sehr üblich ist Chlor im Leitungswasser beispielsweise in den USA.

Andere Länder, anderes Wasser

Erkennbar ist Trinkwasser also nicht ohne weiteres. Du solltest dich deshalb schlau machen, bevor es in den Urlaub geht. In den meisten Ländern Nord- und Mitteleuropas sollte das Leitungswasser kein Problem sein. In südeuropäischen Ländern gilt zwar auch die EU-Trinkwasserrichtlinie, aber nicht überall wird sie strikt umgesetzt. Außerdem greift man auch hier teilweise zu Chlor und du willst das Leitungswasser dann vermutlich einfach nicht trinken.
Und dann gibt es noch eine lange Liste von Ländern, in denen man besser nicht aus dem Hahn trinkt. Darauf stehen auch einige beliebte Urlaubsländer wie Ägypten, die Dominikanische Republik, die Malediven oder Kuba.
Dort trinkst du besser Flaschenwasser. Auch zum Zähneputzen oder Obst abspülen greifst du besser zur Flasche. Vor dem Duschen solltest du das Wasser (warmes und kaltes) eine Weile ablaufen lassen, um abgestandenes Wasser aus der Hausleitung zu vermeiden. Und auch wenn es schwerfällt: Getränke lieber ohne Eiswürfel bestellen, denn auch die werden meist aus Leitungswasser gemacht.