Herausforderungen im Haushalt: Tipps zum Thema Ordnung- und Sauberhalten

Haushalt: Tipps und Tricks

Wer kennt das nicht – obwohl regelmäßig aufgeräumt wird, herrscht nach kurzer Zeit schon wieder Chaos. Oder es wird sorgfältig geputzt, aber trotzdem haben die Fensterscheiben anschließend Streifen, oder die Etiketten auf den Schubladen im Büro lassen sich einfach nicht rückstandslos entfernen. Wir geben Tipps, wie man zuhause einfach für Ordnung sorgen und selbst hartnäckige Putzaufgaben lösen kann.

Ordnung bei der Lagerhaltung

Ob Speisekammer, Handwerksraum oder auch einfach nur der Schreibtisch: Hier werden überall viele verschiedene Dinge aufbewahrt und ohne ein klares System herrscht schnell Chaos. Während es bei der Lagerung und Bevorratung von Lebensmitteln auch um das Thema Hygiene geht, ist es in anderen Bereichen vor allem die Übersichtlichkeit und schnelle Auffindbarkeit, die ein gutes Ordnungssystem ausmachen.

Ein einfacher Trick sind gleiche oder ähnliche Behältnisse für die Aufbewahrung. Aneinandergereiht sieht alles ordentlich und einheitlich aus und ergibt ein schönes Gesamtbild. Dies können gleichfarbige Ordner fürs Büro zuhause sein, oder Dosen und Gläser in der passenden Größe für die verschiedenen Lebensmittel in der Küche. Mit einem schlichten Etikett ist auf den ersten Blick sichtbar, was sich darin verbirgt. Bei Bedarf lässt sich dieses auch schnell austauschen – unser nächster Tipp zeigt, wie es geht.

Etiketten entfernen leichtgemacht

Vermutlich ist das jedem schon einmal passiert, man kauft beispielsweise eine neue Vase oder Sektgläser. Beim Auspacken entdeckt man dann vom Hersteller mitten auf das Glas aufgeklebte Etiketten mit Produkthinweisen. Aufgeklebt sind sie ziemlich schnell, Etiketten abmachen ist hingegen aufgrund des Klebers eine echte Herausforderung.

Um das Etikett gut entfernen zu können, sind zwei Dinge wichtig: Zunächst sollte herausgefunden werden, aus welchem Material das Etikett besteht. Die kleinen Aufkleber gibt es für die unterschiedlichsten Anforderungen und somit in vielen verschiedenen Ausführungen. Der zweite Punkt ist das Material, auf dem das Etikett aufgebracht ist. Passend dazu verwenden die Hersteller unterschiedliche Kleber für ihre Produkte, beispielsweise:

  • Klebstoffe zum Ablösen
  • Acrylat-Kleber
  • Klebstoffe aus Naturkautschuk
  • Synthesekautschuk-Kleber
  • Permanent-Klebstoffe
  • Tiefkühl-Kleber

Einige dieser Klebstoffe kann man schon durch vorsichtiges Reiben mit dem Finger ohne Rückstände entfernen, bei anderen löst sich zwar das Etikett recht leicht, nicht aber die Kleberreste. Viele schwören bei der Entfernung von Klebstoffresten auf Spiritus. Mit ihm lassen sich verschiedene Kleber gut ablösen, er kann aber auch das Untergrundmaterial angreifen.

Ein einfacher und sehr viel schonenderer Trick zum Entfernen von Etiketten ist etwas Spülmittel in warmem Wasser aufgelöst. Bei hartnäckigen Kleberesten kann man auch Öl verwenden, mit dem man die Stelle einreibt, alles einwirken lässt und dann entfernt. Sollte auch das nicht fruchten, erhitzt man das Öl, gibt es auf die Klebereste und wischt sie mit einem Lappen ab. Daneben gibt es noch weitere Herausforderungen beim Putzen, für die es passende Lösungen gibt:

Streifen auf Fenstern vermeiden

Vor allem bei Sonnenlicht sind nach dem Fensterputzen oft noch Streifen oder Schlieren auf den Fensterscheiben zu sehen. Ursache für das Entstehen solcher Schlieren ist das Sonnenlicht, weshalb man Fenster nie bei direkter Sonneneinstrahlung putzen sollte. Die Sonne trocknet das Wasser nämlich zu schnell, wodurch sich die Schlieren bilden.

Wer keine chemischen Reiniger verwenden möchte, der kann auf den guten alten Essig, Essigessenz oder Alkohol zurückgreifen. Da Essig und Essigessenz Säure enthalten, sollten sie auch in verdünnter Form allerdings nicht auf Fensterbänke aus teurem Marmor geraten!

Der Essig, die Essenz oder ein Schuss Alkohol wird einfach mit warmem Wasser gemischt als Reinigungslösung für die Scheiben. Folgende Vorgehensweise verspricht den größten Erfolg:

  1. Fensterrahmen und Fensterbrett sorgfältig abfegen, abwischen und trocknen
  2. Warmes Wasser mit einem Schuss Essig, Essigessenz oder Alkohol mischen
  3. Fensterscheiben mit einem Schwamm sorgfältig mit dem Gemisch abwischen
  4. Entfernung der Feuchtigkeit auf den Scheiben mithilfe eines Abziehers
  5. Nachtrocknen mit einem flusen- und waschmittelfreien Tuch (falls notwendig)
  6. Marmorfensterbretter abdecken und so vor der Säure im Essig schützen

Tipp: Übrigens besteht der erste Schritt beim Fensterputzen darin, den Rahmen und das Fensterbrett sorgfältig von Verunreinigungen zu befreien, etwa mit einem Handfeger. Danach werden beide mit warmem Wasser und einem Schwamm abgewischt und dann mit einem sauberen Tuch getrocknet.

Rotweinflecken auf Teppich oder Sofa

Ein echtes Malheur ist auf dem Teppich oder einem hellen Sofa verschütteter Rotwein. Erst recht, wenn dies etwa im Urlaub im schicken Hotel passiert. Hier gilt es schnell zu handeln, damit der Fleck keine Möglichkeit zum Eintrocknen bekommt. Für die Entfernung von Rotweinflecken kann man zu bekannten Hausmitteln greifen. Sehr beliebt ist normales Salz. Es soll, wenn man es in großer Menge direkt nach dem Verschütten auf den Fleck gibt, die Flüssigkeit aufsaugen, Lauge bilden und den gesamten Fleck entfernen. Der Effekt ist allerdings relativ schwach.

Sehr viel besser funktioniert das Entfernen von Rotweinflecken mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser und einem weißen Baumwolltuch. Folgende Reihenfolge sollte man einhalten, wenn der Rotweinfleck effektiv beseitigt werden soll:

  1. Teppich sofort mit einem Tuch abtupfen (nicht reiben oder wischen) und so viel Feuchtigkeit wie möglich beseitigen
  2. Mineralwasser mit möglichst viel Kohlensäure auf den Fleck gießen und abtupfen (Vorgang so oft wiederholen, bis der Fleck entfernt ist). Die Kohlensäure löst den Farbstoff aus dem Teppich- oder Sofastoff. Je kohlensäurehaltiger das Wasser ist, desto effektiver ist die Reinigung.
  3. Teppich oder Sofa gut trocknen lassen

Übrigens darf man einem Rotweinfleck nie durch wegwischen oder reiben zu Leibe rücken. Tupfen ist die Methode der Wahl.

Wichtig: Das Tuch, mit dem man den Rotweinfleck auftupft, sollte im Idealfall aus weißer Baumwolle bestehen. Farbige Baumwolltücher haben ja erwiesenermaßen oft die unschöne Eigenschaft, abzufärben, wenn sie nass werden.

Bild: Adobe Stock – Goffkein – 232610373