Trendmittel CBD: Was ist beim Kauf zu beachten?

Nicht nur sprichwörtlich ist CBD seit einiger Zeit in aller Munde. Ob als Öl, Kapsel, zum Dampfen oder zum Trinken sind CBD-Produkte sehr beliebt und haben es letztendlich sogar in die Regale von Drogerien und Discountern geschafft. CBD bietet ein breites Wirkungsspektrum in Bezug auf die eigene Gesundheit, doch nur, wenn beim Kauf schon genau hingeschaut wird. Auf was es beim Kauf ankommt und wobei sich CBD empfiehlt, verrät dieser Artikel.

Herkunft und Anbau entscheiden

CBD wird aus der Cannabispflanze gewonnen. Die Rede ist grundsätzlich von Nutzhanf, der vielseitig verarbeitet werden kann. Wichtig beim Kauf von CBD ist, auf die Herkunft und Anbau zu achten:

  • Herkunft – das Cannabis muss in der EU angebaut worden sein. Rund um Nutzhanf herrschen klare Regeln, die auch für das CBD gelten. Besonders wichtig ist dies, weil der THC-Gehalt im Produkt nur verschwindend gering sein darf, damit das Produkt nicht psychoaktiv wirkt und somit als Droge klassifiziert wird. Beim Anbau in der EU wird meist eine ganz besondere Pflanze genutzt, die von sich aus einen sehr niedrigen THC-Gehalt aufweist, dafür aber einen hohen Wert an Cannabidiolen.
  • Bio-Anbau – auch dieser ist wichtig. Für die Herstellung von CBD wird das Cannabidiol aus der Pflanze extrahiert. Da beim Bio-Anbau keine chemischen Düngemittel oder entsprechenden Pflanzenschutzmittel verwendet werden dürfen, besteht nun keine Gefahr, dass Rückstände von diesen Mitteln mit ins CBD gelangen.
  • Herstellung – allein schon, um unnötige Lieferketten zu vermeiden, ist die Herstellung natürlich auch innerhalb der EU vorzuziehen. Zudem auch hier wieder klare Vorgaben herrschen und die Hersteller das Produkt nochmals durchprüfen.

CBD-Produkte dürfen allerhöchstens 0,2 Prozent THC aufweisen. Diese Menge ist verschwindend gering und kann keine psychoaktive Wirkung bieten. Besonders wichtig ist dieser Punkt natürlich, wenn das CBD auch Kindern oder Haustieren verabreicht werden soll.

Die Darreichungsform

Je nach Umfang des Shops oder des Geschäfts kann die Auswahl an CBD-Produkten enorm sein. Für den interessierten Laien ist die Wahl nun nicht ganz so einfach. Doch was sollte gewählt werden?

  • CBD-Öl – das ist der Klassiker und gerade Einsteigern zu empfehlen. Das CBD Öl wird mit einer Pipette geliefert, mittels derer es nun eingenommen wird. Diese Darreichungsform ist sehr gut zu dosieren und somit ideal, um sich an die perfekte Dosis heranzutasten. Der Nachteil des Öls ist, dass viele Menschen den Geschmack als bitter oder auch heuartig empfinden.
  • CBD Kapseln – das Öl kommt nun in einer Geleekapsel, die sich im Magen auflöst. Die Einnahme ist simpel, allerdings ist die Dosierung nicht gezielt möglich: Nutzer können einfach nur die Kapsel schlucken.
  • CBD Mundspray – das Öl wird in ein Mundspray eingebracht. Die Einnahme funktioniert wie die eines Nikotinsprays. Die Dosierung ist wieder sehr einfach, relativ gezielt möglich, zudem hat das Spray oft einen zugesetzten Geschmack.
  • CBD Liquid – ob als Liquid oder in schon vorgefüllten Kartuschen: Diese Darreichungsform richtet sich in erster Linie an Raucher oder Dampfer. Die Einnahme ist sehr einfach, allerdings wirkt das CBD im Liquid grundsätzlich schwächer, sodass eine wesentlich höhere Konzentration benötigt wird.
  • CBD Tee – zur Entspannung oder bei Schmerzen ist der Tee ideal. Allerdings wirkt er teilweise sehr entspannend und praktisch einschläfernd. Wie stark er ist, hängt von der Einwirkungszeit ab. Untertags werden fünf Minuten empfohlen, abends bis zu fünfzehn Minuten. Jeder muss für sich testen, ob der Tee tagsüber getrunken werden kann, oder ob die schlaffördernde Wirkung zu stark ist.

CBD in Salben wirkt rein äußerlich. Die Anwendung ist in diesem Fall natürlich selbsterklärend.

Die Konzentration

Wie bereits gesagt, muss die Konzentration des CBD in Liquids höher liegen. Für alle anderen Produkte zum Einnehmen gibt es Stärken von 5 bis 30 Prozent. Und was ist für den Anfang gut?

  • 10 Prozent genügen – wer noch gar keine Berührungspunkte mit CBD hatte, der sollte das Öl mit zehn Prozent CBD wählen. Von den Kosten her ist es erschwinglich und es hat die ideale Stärke, um sich an seine eigene Dosis heranzutasten. Wer eine höhere Dosis benötigt, der wählt beim nächsten Kauf einfach eine höhere Stärke und reduziert dafür die tägliche Einnahmemenge. Wer schon bei einem Tropfen des zehnprozentigen Öls ungewünscht müde wird, der sollte beim Nachkauf ein leichteres Öl nehmen.
  • Richtige Einnahme – CBD wirkt zwar bei manchen Menschen direkt, doch entfaltet es seine volle Wirkung meist im Laufe von zwei Wochen täglicher Einnahme. Meist wird erst einmal täglich ein Tropfen eingenommen, dann zwei Mal, dann zwei Tropfen usw. Wird die gewünschte Wirkung erreicht, bleibt die Dosierung erhalten. Nun kann das CBD dauerhaft oder zwischendurch immer wieder genutzt werden. Hat sich der Körper erst einmal daran gewöhnt, reagiert er in der Folge recht schnell darauf.
  • Falsche Anwendung – manche Nutzer sind anfangs enttäuscht, weil sie keine Wirkung verspüren. Das kann natürlich passieren, oft wird CBD jedoch falsch eingenommen. Es ist keine Schmerztablette, die kurz nach der Einnahme Wirkung zeigt. Bei chronischen oder sehr langwierigen Leiden ist es daher immer sinnvoll, täglich eine Erhaltungsdosis einzunehmen. Gerade bei Gelenkentzündungen oder einen geschwächten Immunsystem wirkt CBD so am besten.

Das Wirkspektrum von CBD ist enorm. Allerdings ersetzt es niemals die ärztliche Abklärung oder eine bereits vorhandene ärztliche Therapie. Wer dauerhaft Schlafstörungen oder Schmerzen hat, der muss die Ursache herausfinden. CBD kann viel, aber das beispielhaft gerissene Kreuzband heilt es nicht.

Trendmittel CBD: Was ist beim Kauf zu beachten?

Fazit – beim Kauf gut hinschauen

Allein auf den Preis darf beim Kauf von CBD nicht geschaut werden. Die Produkte haben ihren Preis, der meist bei ungefähr 40,00 Euro für zehn Milliter bei 10 Prozent beginnt. Sehr günstige Öle sind oft schlichtweg Hanföl, beinhalten aber kein CBD. Natürlich ist auch Hanföl reich an Omega-3-Fettsäuren und Terpenen, doch Cannabidiol ist nicht enthalten – die Wirkung kann also auch nicht eintreten. Generell ist es notwendig, sich zu Beginn an das perfekte Produkt und die perfekte Stärke für einen selbst heranzutasten. Stärke, Dosis und Einnahmehäufigkeit hängen von der jeweiligen Person und der gewünschten Wirkung ab.

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