Werbung | Trends rund um die Geldanlage: Was es mit Robo Advisor, ETFs und Kryptowährungen auf sich hat

Finanziell im Alter sicher aufgestellt – über Jahrzehnte war Sparen die richtige Devise. Seit die Finanzkrise 2007/2008 über die Märkte hereingebrochen ist, gelten andere Gesetzmäßigkeiten. Minizinsen haben dazu geführt, dass Sparbücher – zumindest vom Sparfaktor her – nichts mehr wert sind. Welche Alternativen bieten sich an? Im ersten Moment werden Anleger an Aktien denken. Gerade Blue Chips lassen sich ins Portfolio aufnehmen, wenn die Orientierung eher Richtung Buy and Hold geht.

Gibt es weitere Assetklassen, auf die Trader heutzutage setzen können? In den zurückliegenden Jahren hat sich die Situation an den Finanzmärkten und rund ums Thema Geld anlegen verändert. Gerade durch das Internet und die Digitalisierung sind neue Möglichkeiten entstanden – wie die Robo Advisors. Aber auch das Thema Kryptowährung lässt inzwischen viele Anleger nicht mehr kalt. Im Gegenteil: Bitcoin und Co. versprechen eine satte Rendite – für welche aber auch ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen ist.

ETFs – das neue Sparbuch

Das Thema ETF ist seit einigen Jahren in aller Munde. Analysten empfehlen sie immer wieder gerade Börsenneulingen. Was steckt dahinter? ETF steht genau genommen nur für börsengehandelter Fonds und ist erst einmal relativ nichtssagend. Dahinter verbergen sich verbreitet Indexfonds – also passiv verwaltete Investmentfonds, die einen Aktienindex nachbilden. Was macht diese Fonds so besonders?

  • Kosten für ETFs: Investmentfonds erheben eine Verwaltungsgebühr. Pro Jahr liegen diese häufig zwischen 1,5 und 2,5 Prozent – teils auch mehr – bei einem aktiv verwalteten Fonds. ETFs schneiden an dieser Stelle sehr viel besser ab. Anleger zahlen eine Verwaltungsgebühr meist deutlich unter 1 Prozent. Dieser Kostenfaktor ist ein Grund, warum ETFs wachsendes Interesse erfahren.
  • Risikostreuung: Ein sehr wichtiger Punkt ist die „eingebaute Risikostreuung“ im Vergleich zu Direktinvestments in Aktien. Letzteres setzt voraus, dass sich Anleger ein Portfolio zusammenschnüren, welches Risiken verteilt. Unterschiedliche Märkte und verschiedene Assets spannen ein Sicherheitsnetz auf, in dem die Volatilität aufgefangen werden kann. Durch die Nachbildung von Fonds entsteht im ETF dieses „Sicherheitsnetz“ automatisch. Gerade in größeren Fonds, die DAX oder Dow Jones und den World Index nachbilden, stecken viele Blue Chips. Hier sind Schwankungen der Kurse erfahrungsgemäß oft weniger stark ausgeprägt als bei Nebenwerten.

Komplett risikolos ist ein Investment in ETFs allerdings nicht. Jedem Anleger muss klar sein, dass auch hier ein Verlustrisiko droht. Schwankungen werden zwar in begrenztem Maß abgefedert. Brechen die Märkte komplett ein – wie beispielsweise nach dem Zusammenbruch der Bank Lehman-Brothers – gehen auch die ETFs in die Knie und geben Performance ab.

Damit schrumpft natürlich auch das Vermögen zusammen. Aber: ETFs können in einen Sparplan eingebunden werden. Hier macht sich dieser negative Effekt natürlich ebenfalls bemerkbar. Über den Durchschnittskosteneffekt zeichnen Anleger mehr Anteile, die bei positiver Kursentwicklung im Wert anziehen. Auf diese Weise können Sparer, die kaum noch Zinsen auf Sparbuch oder Tagesgeld bekommen, mit monatlichen Sparraten Vermögen aufbauen.

Anleger mit Interesse an ETFs können davon nicht nur durch die Kursentwicklung profitieren. Die Fonds erzielen auch eine Dividendenrendite. Und diese kann mitunter deutlich höher ausfallen als die Entwicklung des Marktindizes. Da ETFs über die Börse gehandelt werden, braucht es ein Aktiendepot bzw. den passenden Broker. Für die Auswahl gelten einige Regeln. Der Blick auf die Depotgebühren ist am Ende genauso wichtig wie die Auswahl an Assetklassen und Märkten.

Etwas Grundlagenwissen oder auch eine umfassende Beratung durch Experten hilft dabei, die richtigen Entscheidungen für eine sinnvolle Strategie zu treffen. In einem modernen Finanzportfolio sollten etwa ETFs immer einen Platz finden. Besonders interessant ist hierbei die langfristige Anlageperspektive. Wer entsprechend Geduld aufbringt, kann nach Zeiträumen von 15-20 Jahren oft eine bemerkenswerte Rendite erzielen. Wichtig ist es zudem nicht alles auf eine Karte zu setzen, dem sogenannten „Diversifizieren“, um Schwankungen im Markt ausgleichen zu können.

Robo Advisor: Computergesteuerte Geldanlage

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Der Begriff Robo Advisor war bis vor wenigen Jahren Privat- und Kleinanlegern kaum bekannt. Dahinter verbirgt sich – anders als der Name vielleicht vermuten lässt – kein Roboter, der den Mitarbeiter am Bankschalter ersetzt. Robo Advisors sind auf Algorithmen basierende Systeme, die in der Anlageberatung und Vermögensberatung eingesetzt werden.

Für die professionelle Vermögensverwaltung stehen solche Systeme bereits seit einigen Jahren zur Verfügung. Im Retail-Segment hat die Verbreitung der Robo Advisor erst kürzlich eingesetzt. Was macht die auf Algorithmen basierten Systeme letztlich so besonders?

Basierend auf KI, werden Robo Advisors inzwischen schon dazu eingesetzt, einfache Depots weitgehend selbständig zu verwalten. Hierzu setzen die verwendeten Algorithmen weitgehend auf drei Ansätze:

  • Buy and Hold
  • Value at Risk
  • Faktormodelle.

Der Einsatz von Robo Advisor Systemen beschränkt sich aktuell noch auf Bereiche, in denen Anlageentscheidungen eher einfach getroffen werden können.

Die Vorteile der Robo Advisors liegen vor allem darin, dass sie eine Vermögensverwaltung mit deutlich geringeren Kosten ermöglichen. Damit erhalten inzwischen auch Zielgruppen Zugang, die bisher außenvor blieben. Komplexe Anlageentscheidungen werden allerdings nach wie vor von menschlichen Finanzexperten vorgenommen. In den kommenden Jahren dürfte sich in diesem Bereich eine sehr interessante Dynamik entwickeln. Eine bessere KI (Künstliche Intelligenz) treibt die Entwicklung noch besserer Algorithmen voran.

Kryptowährungen: Volatiler Trend

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Seit 2017 kennen auch Privatanleger Kryptowährungen. Mit dem kometenhaften Aufstieg des Bitcoin haben Kryptocoins mit einem Paukenschlag ihren Platz im Bereich der Geldanlagen gesucht. Und bis Mitte Dezember 2017 scheinbar auch gefunden. Warum nur scheinbar? Nachdem der Bitcoin auf über 20.000 USD klettern konnte, gaben die Kurse zum Jahresende hin deutlich nach. Innerhalb kürzester Zeit halbierte sich der Wert eines Bitcoin.

Hier zeigt sich, was Kryptowährungen als Anlageinstrument ausmacht: Es handelt sich um ein extrem volatiles Asset. Anleger müssen bereit sein, Verluste wegzustecken. So schnell, wie es mit den Coins nach oben gehen kann, so schnell geht es manchmal auch wieder nach unten.

Warum dann Kryptowährungen handeln? Dass sich Anleger für die Coins interessieren, hat einen nachvollziehbaren Grund: Die Renditechance. Seit Ende März 2020 geht es beispielsweise für den Bitcoin steil nach oben. In Erwartung des Halvings sind wieder viele Anleger in die Kryptowährung zurückgekehrt. Die Kursentwicklung scheint die Hoffnung der Trader zu bestätigen. Wer in Kryptocoins einsteigen will, muss einige Punkte im Hinterkopf behalten.

  • Kryptowährungen sind kein allgemein anerkanntes Zahlungsmittel. Ein Handel über die Währungsbörsen ist daher nicht möglich. Wer Bitcoin und Co. handeln will, muss auf alternative Tausch- und Kryptobörsen ausweichen. In der Vergangenheit haben Skandale um Veruntreuung und Hackerangriffe deutlich gemacht, dass sich jeder Trader hier sehr genau mit den Sicherheitsmaßnahmen auseinandersetzen muss.
  • Technisches Know-how ist beim Handel mit Kryptowährungen vorteilhaft. Zwar muss niemand für den Handel aufs Bit genau wissen, wie Kryptowährungen im Einzelnen funktionieren. Gerade im Hinblick auf das sichere Verwahren ist es in jedem Fall nützlich, sich mit Aspekten wie der Hard- und Softwallet auszukennen.

Kryptowährungen sind eine interessante Option, wenn sich Anleger in einer spekulativen Geldanlage ausprobieren wollen, die eine hohe Renditechance hat. Allerdings sollte hier lediglich Kapital eingesetzt werden, dessen Verlust sich Anleger leisten können. Für die Altersvorsorge eignen sich Kryptowährungen auf keinen Fall.

Tipp: Wer als Anleger nicht sofort direkt in Kryptocoins einsteigen will, kann sich zuerst an CFDs ausprobieren. Viele Broker für Differenzkontrakte bieten einen entsprechenden Handel auf bekannte Coins wie:

  • Ethereum
  • Bitcoin
  • IOTA
  • Dash

an.

Fazit: Mit neuen Trends Geld anlegen

Sparbuch und Tagesgeld – beides sind bekannte Finanzprodukte, mit denen vorsichtige Sparer über Jahre Geld zurückgelegt haben. Inzwischen sind klassische Sparprodukte wie beispielsweise Rentenversicherungen unter die Räder gekommen. Bleibt die Suche nach Alternativen. Hier bieten sich neben den klassischen Aktieninvestments inzwischen verschiedene Alternativen an.

Eine Möglichkeit, die für Börsenneulinge interessant ist: ETFs. Dahinter verbergen sich passiv verwaltete Fonds, die Indizes abbilden. Trader mit einer hohen Risikoaffinität erzielen mit Kryptowährungen eine hohe Rendite – wenn die Kurse dem richtigen Trend folgen. Letztlich kommt es sehr stark auf die persönliche Neigung der Anleger an. Gerade von den Robo Advisor Systemen dürfte in den kommenden Jahren viel zu erwarten sein.

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