Warum die größten Sportvereine Wearables nutzen

Ein Wearable Computer ist während der Anwendung am Körper des Benutzers befestigt oder in die Kleidung integriert.

Als Wearables versteht man kleine und häufig vernetzte Computer oder Chips. Diese werden am Körper getragen und sollen den Alltag der Träger unterstützen. Dabei erfassen sie besonders Körperfunktionen aber auch Bewegungsmuster und liefern die Daten zur weiteren Aufbereitung und Analyse. Während der durchschnittliche Nutzer dieser Wearables sie trägt, um seine Fitness zu überwachen, abzunehmen oder sich zu motivieren, nutzen professionelle Sportler die kleinen Computer, um das maximale aus ihrem Körper herauszuholen.

Besonders Fußballvereine nutzen die neue Technik, um die Gesundheit und Fitness ihrer Spieler zu überwachen. Ein berühmtes Beispiel ist Real Madrid. Die Königlichen gelten schon seit Jahren als einer der besten Vereine in Europa und nutzen schon längere Zeit Wearables. Sie erhoffen sich dadurch, einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Während dies in der Vergangenheit sehr gut funktionierte – Real Madrid gewann in den letzten vier Jahren dreimal die Champions League – schwächeln die Madrilenen dieses Jahr in der spanischen Liga.

Aktuell liegt der Fokus auf den Bewegungsmustern der Spieler. So tragen diese im Training Westen, die auf der Rückseite einen GPS-Sensor integriert haben. So können die zurückgelegte Strecke, die Zeiten in dem der Körper mit hoher Intensität arbeitet, die Beschleunigungs- und Abbremsphasen und die Positionierung auf dem Spielfeld erfasst werden. Diese Daten helfen Spieler und Trainerteam dabei, die Leistung jedes Spielers genau einzuordnen.

Nachdem die Daten erfasst, aufbereitet und analysiert sind, kann so quantitativ die Leistung des Einzelnen eingeschätzt werden und zudem neue individuelle Trainingsziele gesetzt werden. Zudem helfen die vielen Daten, die heute für jeden Spieler anfallen, Verletzungen zu erkennen und zu vermeiden. Sogar bei der Einstellung auf den nächsten Gegner können diese Daten eine große Hilfe sein.

Experten rechnen damit, dass die Wearables immer wichtiger werden. Die Technik, die erst seit wenigen Jahren auf dem Markt erhältlich ist, hat im privaten Bereich, aber besonders im Profisport einen großen Mehrwert und wird immer beliebter. 2018 wurden über 3000 Millionen der kleinen Tracker verkauft. Diese Zahlen werden sich laut Analystenmeinung bis 2021 verdoppeln.

So ist es kein Wunder, dass immer mehr Vereine die Technik nutzen. Inzwischen nutzen die medizinischen Abteilungen der meisten Profivereine Wearables. Während der Fokus bei vielen noch auf der Erfassung und Überwachung des Fitnesszustandes liegt, werten immer mehr Klubs die Bewegungsmuster der Spieler aus, und versuchen, die Leistung jedes Spielers durch Analyse der Bewegung des Einzelnen oder einer Gruppe zu verbessern.