Youngtimer als Wertanlage

Der eine oder andere überlegt sich, einen Youngtimer anzuschaffen, in der Hoffnung dass dieser über die Jahre ordentlich im Wert steigt. Angesichts historisch niedriger Zinsen ist das sicher nicht die schlechteste Idee, um ein wenig mehr aus dem Ersparten zu machen. Allerdings bedeutet das in den meisten Fällen auch eine Menge Arbeit und nicht jedes Modell lohnt sich.

Wertsteigerungen teilweise deutlich oberhalb der von Aktien

Die Wertzuwächse der Youngtimer lagen in den vergangenen Jahren teilweise oberhalb denen von Aktien. Allerdings bedarf es auch eines großen Einsatzes an Zeit und Pflege, um den Wert zu halten und an den Steigerungen partizipieren zu können. So mancher Besitzer gewinnt sein Gefährt auch so lieb, dass er es gar nicht mehr herausrücken möchte. Wenn das Auto dann trotzdem angeboten wird, kommen nicht selten auch utopische Preisvorstellungen seitens der Besitzer ins Spiel. Manchmal ist es auch der Zustand des Autos, der einen durchaus realistischen Preis, der für ein vollends mit Originalteilen ausgestattetes Fahrzeug verlangt werden könnten, verhindert.

Anleger sollten sich in jedem Fall Zeit für die Pflege und Instandhaltung nehmen und eine geeignete Garage besitzen. Der Zahn der Zeit nagt  schließlich an den Autos und hat schon manche Wertsteigerung zunichte gemacht. Diese Zusatzkosten vermindern dann auch den Gewinn. Wer sich dagegen im Vergleichszeitraum ein paar Aktien ins Portfolio gelegt hat, hat zwar im Einzelfall keine ganz so steile Kurssteigerung mitnehmen können, allerdings musste er auch nicht so viel  Zeit aufwenden und schon gar kein Geld für Instandhaltung und Pflege in die Hand nehmen, um die Kurse halten zu können. Gute Tipps für Aktien mit Potenzial und günstige Broker gibt es bei Aktiendepot.com.

Welche Modelle lohnen sich überhaupt?

Es gibt einige Marken und Modelle, die sich in den letzten Jahren als echte Hits bei der Wertsteigerung haben und auch in den nächsten Jahren noch einmal kräftig zulegen dürften. Der BMW 3er Cabrio und der Mercedes-Benz SL W113 gehören beispielsweise dazu. Die Preise stiegen hier zwischen 2011 und 2017 um die 150 %. Im Falle des BMW ist ein Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt je nach Zustand natürlich um die 12 bis 13 Tausend Euro möglich. Beim SL W113 von Mercedes müssen die Anleger allerdings schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Mit satten 112.000 € steht das Gefährt derzeit in den Verkaufsanzeigen. Etwas günstiger geht es bei der 900er I Saab-Reihe und beim Porsche 996 zu.

Die Saabs sind bereits um die 11 bis 15 Tausend Euro erhältlich, wobei die Werte in den letzten fünf Jahren um etwa 40 bis 70 % gestiegen sind. Der  Porsche 996 ist aktuell mit etwa 56.000 € erhältlich und hat eine Wertsteigerung im Fünf-Jahreszeitraum von gut 37 % hinter sich. Richtig teuer wird es beim Porsche Ur-Modell, der derzeit schon mit über 150.000 € gehandelt wird. Das teuerste Modell in den Rankings ist der Mercedes-Benz SL W198 mit sage und schreibe 1,32 Millionen Euro. Bei diesen Modellen gehen jedoch alle davon aus, dass nur noch wenig Luft nach oben besteht, da die Preise wohl von einigen Superreichen „gemacht“ wurden. Insgesamt lässt sich jedoch subsumieren, dass es vor allem Cabrios sind, die das größte Potenzial aufweisen.