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Der neue Opel ADAM ROCKS

Von Steinen und Parcous-Läufern inspiriert zeigt sich der neue Opel ADAM Rocks im robusten Kleid samt neuem Motor und Getriebe. Männlicher soll er nun sein, die Herren der Schöpfung begeistern und allzeit für den urbanen Dschungel gerüstet sein. Das rundum-sorglos-Paket auf 3,74 m Länge?

In Rocky Grey / Midnight Black ist dieser ADAM Rocks schon fast unauffällig gegenüber seinen Kollegen. Die warten in den wildesten Farbkombinationen auf ihre Testfahrer. Nur ein Ausriss in eine pinke Barbie-Welt die fehlt, zurecht, denn er soll ja männlicher sein als der bisher von über 70% weiblicher Kundschaft bevorzugte ADAM. Fesche SUV-Optik mit „Protektoren“ für den urbanen Crossover, so spricht Opel selbst über den neuen.

Die zweite Karosserieform des ADAM kommt auch mit weiteren Neuerungen. Das faltbare Stoffdach ist an jedem Rocks serienmäßig und kann, wie viele andere Bauteile, in den Farben individuell gewählt werden. Ebenfalls neu sind die 115 PS (170 Nm), die unter der Haube werkeln. Zusammen mit einem neu entwickelten Sechsgang-Getriebe stellt Opel im ADAM Rocks seinen neuen Turbo-Dreizylinder-Motor vor. Eine Leistungsstufe mit 90 PS wird davon ebenfalls erhältlich sein.

Die Ingenieure aus Rüsselsheim läuten damit das Ende der unruhigen Kolben ein. Durch eine zusätzliche Ausgleichswelle, die entgegengesetzt rotiert, wird der Dreizylinder sehr vibrationsarm. Erst im Drehzahlbereich von 4.500 Touren aufwärts schwingt der Motor wieder etwas unruhiger. Mit etwa sechs Litern lässt sich der aktuell stärkste Motor im ADAM (Rocks) durchschnittlich bewegen. Ein an sich akzeptabler Wert, der mit viel Disziplin auch in die Nähe des Normverbrauchs von 5,1 Litern/100km zu bringen ist.



Nicht nur 15mm höhergelegt, auch das Fahrwerk am Rocks wurde gegenüber des normalen ADAM noch überarbeitet. Nicht mehr ganz so straff, wie der eher knackige ADAM, dafür eben komfortabler auf unwegsamem Gelände: er ist damit auch perfekt für den urbanen Dschungel gerüstet, denn die Straßen werden eher schlechter als besser. Besonders gut nimmt er es, trotz seines kurzen Radstands, mit Bodenwellen oder Speed Bumps auf.

Auch der Rocks setzt für das Infotainment auf das IntelliLink-System. Mit Sicherheit eine zukunftssichere Lösung, doch die Probleme ergeben sich sehr schnell bei langen Fahrten mit aktivierten Navigation. Das Smartphone, welches dabei die Navigation übernimmt und den Touchscreen als externen Monitor nutzt, überhitzt sehr, sehr schnell. Gelegentliche Störungen oder sogar Totalausfälle sind dabei an der Tagesordnung.

15.990 Euro sind mindestens für den Rocks aufzubringen. Wer es individuell mag, der muss noch etwas mehr drauflegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der ADAM Rocks mehr Herren in die Showrooms lockt halte ich für sehr gering. Er ist weiterhin ein knuffiger Begleiter, der nun zwar etwas taffer aussieht, es aber nicht wirklich ist.

 

Fotos & Text (c) Fabian Meßner