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Nissan GT-R Nismo – Ganz der Alte

Wer eins und eins zusammenzählen kann, den wird es nicht wundern, dass nun auch der Nissan GT-R Nismo das Facelift erhält, das zuletzt die etwas „zahmere“ Version spendiert bekam. Der ab sofort bestellbare Supersportler vertraut auch weiterhin auf einen V6-Bi-Turbo-Motor mit 3,8 Litern Hubraum und 600 PS, zeigt aber ein frischeres Aussehen. Das fällt nicht sofort auf, wohl aber der angepasste Innenraum und das geschärfte Handling.

Haken wir die Schattenseiten direkt schon ab: Der neue Nissan GT-R Nismo ist kein günstiges Vergnügen. Mit 184.950 Euro kostet er knapp 85.000 Euro mehr, als die nicht gerade müde Basis mit 570 Turbo-Pferden unter der Haube. Aber wo bekommt man sonst einen 600 PS-Sportler für diesen Kurs, der das Zeug dazu hat, Bestzeiten auf der Nordschleife in den Asphalt zu meißeln? Wird schwierig.

Das gelingt vor allem aufgrund seines verbesserten Handlings. Neue Schürzen und Schweller optimieren den Luftstrom und führen die Luft optimal um den Nissan GT-R Nismo herum. So ergibt sich ein höheres Maß an Abtrieb, das die Stabilität bei schnellen Tempi nochmals anhebt. Zusätzliche Verklebungen verstärken die Karosserie und verbessern so die Verwindungssteifigkeit. Zudem bekam der Sportler neue Stoßdämpfer, Federn und Stabilisatoren installiert, die die Handlichkeit nochmals steigern. Das Ergebnis: Die Slalom-Zeiten des auffälligen Keils sollen sich um zwei Prozent verbessert haben.

Innen zeigt sich das Facelift ebenfalls von seiner besten Seite. Galten die Haptik und auch die optische Qualität bislang nicht gerade als Benchmark, erreichen das Ambiente und die Anmutung ein neues Niveau. Sowohl das Armaturenbrett, wie auch das Lenkrad und die Mittelarmlehne wurden neu gestaltet und mit griffigem Alcantara bezogen. Dasselbe Material findet sich auch auf den Schalensitzen, die dem Nissan GT-R Nismo exklusiv vorbehalten sind. Es wird ergänzt durch Leder-Flächen, die den positiven Eindruck nochmals anheben.

Besonders interessant ist beim modellgepflegten Renner auch, dass das Infotainment gründlich aufgeräumt wurde. War es bislang mit Tasten und Schaltern überfrachtet, haben die Japaner es nun kräftig entrümpelt. Die Integration von Audio- und Navigationssteuerung brachte eine Reduzierung auf lediglich 27 Knöpfe. Das erscheint angesichts von Wischgesten-Infotainment-Systemen und anderen Techniken zwar immer noch viel, dürft die Bedienung aber dennoch stark erleichtern. Das sollte auch das auf acht Zoll gewachsene Display bewirken, das nun über größere Symbole verfügt. Nissan hat den Feinschliff also da betrieben, wo er Sinn macht. Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

Weitere Nissan Informationen findet ihr unter www.nissan.de | Fotos © Nissan