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Renault Twingo GT – Der französische Brabus

Der Brabus Smart ist ein kleiner Bonsai-Racer und erst vor kurzem vorgestellt worden. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis Renault nachzieht und dem Twingo eine kleine Leistungsspritze einverleibt. Das sollte eigentlich niemanden wundern, schließlich haben die Franzosen einen Deal mit den Stuttgartern: Der Smart und der Renault Twingo teilen sich ebenso eine Basis, wie der Renault Kangoo und der Mercedes-Benz Citan. Wir wollen aber einen Blick auf den französischen Kleinstwagen werfen.

90 PS: Das war bislang das Maximum für die aktuelle Renault Twingo Generation. Klingt nicht gerade nach wenig, wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen Kleinstwagen handelt.  Erst recht nicht, wenn man bedenkt, dass es die erste Generation nur mit 75 PS gab. Doch schon der Nachfolger, der Twingo II, bot 101 PS im GT und 130 PS als Renault Twingo RS. Das schafft natürlich eine gewisse Erwartungshaltung. Damit kann der aktuelle GT aber nicht dienen – zumindest vorerst. So bietet der Kleinstwagen 110 PS aus dem bekannten 900 cm³ großen Dreizylindermotor.

Bislang leistet das kleine Aggregat also 90 PS. Jetzt sind es deren 20 mehr, wie kommt das? Klassisches Tuning ist das Zauberwort, auch wenn die Hersteller das nicht gerne hören werden. Für die Mehrleistung und das auf 170 Nm gestiegene Drehmoment optimierten die Entwickler die Ansaugung und die Motorsteuerung – genau das, was ein Tuner üblicherweise auch tut. Anders als dieser fasste Renault aber noch mehr Komponenten an.

Das ESP wurde angepasst, die Karosserie ein kleines Stück tiefergelegt und die Lenkung nachgewürzt. Als Resultat sollen nun ein präziseres Handling und ein direkteres Lenkgefühl herausspringen. Hier wird sich noch zeigen müssen, ob die Franzosen beim Renault Twingo einen guten Spagat zwischen Alltagstauglichkeit und Komfort geschaffen haben. Schließlich gibt es noch Luft nach oben für einen potentiellen Renault Twingo RS. Außerdem will es gekonnt sein, einen sportlichen Kleinstwagen zu bauen, der nicht knochentrocken ist, da hier kein langer Radstand geboten ist, der grobe Verwerfungen glattbügeln könnte.

Dass Renault es dennoch behutsam angeht, könnte man von der Außenhaut herleiten: Optisch hält sich der Renault Twingo GT zurück. 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, zwei Auspuffrohre und eine modische Beklebung – das war´s. Innen gibt es orange Dekors, die zur GT-exklusiven Außenfarbe „Magma-Orange“ passen und dezente Highlights setzen. Hinzu gesellt sich Aluminium am Schaltknauf und an den Pedalen – fertig. Das lässt doch wirklich noch Spielraum für mehr, oder? Wir können uns einen neuen Renault Twingo RS jedenfalls sehr gut vorstellen.

Weitere Informationen findet ihr unter www.renault.de | Fotos © Renault