MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD im Test: Mähroboter ohne Kabel, ohne RTK, ohne Stress

LiDAR, Allradantrieb und kein Begrenzungsdraht: Was der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD im echten Garteneinsatz wirklich leistet

MOVA LiDAX Ultra AWD | Mähroboter begleiten mich schon seit Jahren. Ich habe klassische Modelle mit Begrenzungsdraht gehabt, die ich mühsam eingerichtet habe, und ich habe beobachtet, wie sich die Technik in dieser Zeit Schritt für Schritt weiterentwickelt hat. Auch von MOVA selbst habe ich bereits frühere Mähroboter und andere Geräte aus der Produktlinie getestet. Ich weiß also ziemlich genau, wo diese Geräte früher standen und was sich inzwischen verändert hat.

Kurz zur Info noch vorweg:

Wir haben einen MOVA LiDAX Ultra AWD für diesen Test / Vorstellung zur Verfügung gestellt bekommen. Die Bereitstellung des Testgerätes beeinflusst natürlich in keiner Weise meine Meinung. Die Basis für qualitative Berichte und Tests sind Unabhängigkeit und eine freie Meinung. Für mich steht deshalb euer Vertrauen immer an erster Stelle!

Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ist die AWD-Variante für Gärten bis 1000 Quadratmeter, und er hat in meinem Garten in Unna seit einigen Wochen meinen Alltag spürbar verändert. Hier erzähle ich dir, warum das so ist und wo das Gerät trotzdem seine Grenzen hat.

Was den LiDAX Ultra 1000 AWD von seinen Vorgängern unterscheidet

Wer schon mal einen Mähroboter mit Begrenzungsdraht betrieben hat, kennt den Aufwand: Kabel verlegen, eingraben, justieren, und beim kleinsten Defekt im Draht steht der Roboter ratlos irgendwo im Garten. Die ersten kabellosen Modelle haben dieses Problem zwar gelöst, hatten dafür aber andere Schwachstellen, sei es bei der Navigationspräzision, bei Hanglagen oder beim Kantenmähen.

Der LiDAX Ultra 1000 AWD bündelt mehrere Entwicklungsschritte auf einmal. Kein Begrenzungsdraht, keine RTK-Station, Allradantrieb und eine weiterentwickelte Sensorik im Vergleich zu dem, was ich bisher aus der MOVA-Linie kenne. Für mich ist das ein spürbarer Schritt nach vorne.

Mein Garten in Unna hat eine Rasenfläche von knapp 600 Quadratmetern. Es gibt leichte Hanglagen, Beete, einen Zaun und ein paar kleinere Hindernisse. Kein einfaches Testgelände, und ich bin froh, dass der Roboter mich nicht enttäuscht hat. Was nach ein paar Wochen noch besser und was noch nicht ganz perfekt ist, dazu kommen wir.

Und was macht Mina, meine Schäferhündin, die den Garten ebenfalls täglich für sich beansprucht? Dazu später mehr, aber so viel vorab: Der Roboter macht konsequent einen Bogen um sie.

Mähroboter · AWD Serie · Kooperation mit MOVA
MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD
Kabelloser Mähroboter mit 360° 3D-LiDAR & KI-Dual-Vision · RTK-frei · Allradantrieb · bis 1.000 m²
1.399 € 1.599 € 200 € sparen
🌿 Mähfläche bis 1.000 m²
📡 Navigation 3D-LiDAR + KI
Akku 36 V / 243 Wh
🏔️ Steigung bis 80 %
🗺 Navigation & Kartierung
Navigationssystem UltraView™ 3.0 · 360° 3D-LiDAR + KI-Dual-Vision
Kameras 2× 1080p RGB · 120° Weitwinkel · 70 m Reichweite
Begrenzungsdraht Nicht erforderlich
RTK-Station Nicht erforderlich
Kartierungsbereich 1.000 m² einzeln · Dual-Map 1.000 m² × 2
Kartenansicht 2D & 3D
Hinderniserkennung 300+ Typen · ab 2 × 2 cm
Zonen bis 150 individuelle Zonen
✂️ Mähleistung
Schnittbreite 40 cm
Schneidsystem 2 Scheiben × 6 Messer · je 180 W Motor
Schnitthöhe 3–10 cm · elektronisch per App
Kantenmähen UltraTrim™ 2.0 · Abstand < 3 cm
Wegplanung U-förmig · Schachbrett · Kreuz und quer
Mähfläche / Ladung 800–1.000 m²
Schwimmende Scheiben Ja · automatische Geländeanpassung
Nachtmähen Ja · 66 dB im Standardmodus
🚗 Antrieb & Gelände
Antrieb AWD · 4 Nabenmotoren je 116 W
Max. Steigung 80 % (38,6°)
Hindernisüberwindung bis 6 cm vertikal
Omni-Räder Ja · nahezu null Wenderadius
⚡ Akku & Laufzeit
Akkuspannung 36 V
Kapazität 7,5 Ah · 243 Wh
Laufzeit / Ladung 150–170 Minuten
Ladezeit 65 min (15–95 %) · ca. 90 min vollständig
🔒 Sicherheit, Schutz & Garantie
GPS & 4G Integriert · 3 Jahre kostenloser 4G-Service
Diebstahlschutz GPS-Tracking · Alarm · PIN · AirTag-kompatibel
TrueGuard™ Live-Video · Personenerkennung · Patrouille · Audio
Schutzklasse IPX6
Garantie Gerät 3 Jahre (Gehäuse · Ladestation · Netzteil · Motoren)
Garantie Akku / LiDAR 2 Jahre
Abmessungen 740 × 532 × 321 mm · 23,6 kg
Zum MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD →
Preis und Verfügbarkeit direkt auf der MOVA-Website prüfen

Kein Begrenzungskabel, kein RTK: Was steckt dahinter?

Wer schon einmal einen klassischen Mähroboter installiert hat, kennt das Ritual. Hunderte Meter Kabel verlegen, eingraben, justieren. Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD braucht das alles nicht. Stattdessen setzt er auf eine Kombination aus 360-Grad-3D-LiDAR und KI-gestützter Kameratechnik.

LiDAR steht für „Light Detection and Ranging“. Das Gerät tastet mit Laserstrahlen seine Umgebung ab und berechnet aus den Laufzeiten der reflektierten Strahlen präzise Koordinaten. Ich habe das bei der ersten Kartierungsfahrt in meinem Garten live verfolgt: Der Roboter fuhr seine Runde, und in der App entstand dabei Stück für Stück ein digitales Abbild meines Rasens, Beet für Beet, Zaunlinie für Zaunlinie. Ich stand dabei und dachte: Das habe ich bei einem Mähroboter so noch nicht gesehen. Dazu kommen zwei 1080p-Kameras mit 120-Grad-Weitwinkel, die dem Gerät buchstäblich Augen geben. MOVA nennt das Gesamtsystem UltraView 3.0.

RTK steht für „Real-Time Kinematic“ und bezeichnet ein hochpräzises GPS-System, das viele Mähroboter der oberen Preisklasse als Orientierungshilfe benötigen. Das Problem dabei: Eine RTK-Station muss separat aufgestellt werden, ist im Einstiegsbereich teuer, und der Aufbau kostet Zeit. Beim MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD entfällt das komplett. Das Gerät braucht weder Begrenzungsdraht noch externe GPS-Station, um sich sicher im Garten zu bewegen.

Nach dem ersten Einschalten startete der Roboter seine Kartierungsrunde. Er erkannte Beete, Zaunlinien und Hindernisse, erfasste Punktwolkendaten der Umgebung und erstellte innerhalb weniger Minuten eine digitale 3D-Karte. Diese Karte konnte ich anschließend in der MOVAhome-App sowohl in 2D als auch in 3D einsehen, bearbeiten und verfeinern.


Einrichten ohne Kopfzerbrechen

Die Einrichtung habe ich selbst gemacht. Kein Techniker, kein Installationsservice. Im Lieferumfang stecken neben dem Mähroboter eine Ladestation, ein Netzteil, Pflöcke, ein Sechskantschlüssel, ein Schraubendreher, eine Reinigungsbürste, ein fusselfreies Tuch, Ersatzmesser mit Schrauben sowie eine Bedienungsanleitung und eine kompakte Schnellstartanleitung, die auch ohne technischen Hintergrund verständlich ist.

Die MOVAhome-App führte mich Schritt für Schritt durch den Verbindungsvorgang. Ladestation aufstellen, Stromkabel zur Ladestation anschließen, Gerät per App koppeln. Danach startete der Roboter seine erste Kartierungsfahrt, während ich daneben stand und zuschaute.

Der Einrichtungsvorgang lief weitgehend automatisch und deutlich entspannter als bei klassischen Draht- oder RTK-Setups. Ganz ohne jeden Eingriff ist er ehrlichkeitshalber nicht: Einzelne Feinheiten wie No-Go-Zonen für Beete oder Anpassungen an den Zonenrändern zieht man anschließend per App nach. Das kostet aber keine Stunde, sondern ein paar Minuten am Bildschirm. Im Vergleich zu einem halben Nachmittag Kabelverlegen ist das kaum der Rede wert.

In meinem Garten hat der MOVA die Rasenflächen und angrenzenden Bereiche zuverlässig erkannt. Er dreht kurz vor dem Zaun um, fährt an Beeten vorbei und kämpft sich nicht durch Hindernisse. Die fertige Karte, die die App nach der ersten Kartierungsfahrt anzeigt, ist erstaunlich präzise.

Allradantrieb: Warum AWD im Garten tatsächlich einen Unterschied macht

AWD steht für „All Wheel Drive“, also Allradantrieb. Im MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD treiben vier separate Nabenmotoren mit je 116 Watt alle vier Räder an. An der schrägen Stelle links neben dem Beet in meinem Garten, wo ich schon bei anderen Geräten gelegentlich Schlupf beobachtet habe, fährt der MOVA einfach weiter. Keine Zögerlichkeit, keine abweichende Spur. Genau an solchen Stellen merkt man den Allradantrieb.

Der Hersteller gibt eine maximale Steigfähigkeit von 80 Prozent an, was etwa 38,6 Grad entspricht. Für meinen Garten mit seinen leichten Hanglagen ist das weit mehr als nötig. Wer aber tatsächlich steile Hänge hat, zum Beispiel nach einem Geländeabfall oder an terrassierten Gärten, sollte dieses Merkmal genau prüfen und das eigene Gelände realistisch einschätzen. Normale Mähroboter ohne AWD kommen dort oft nicht sauber hoch.

Dazu kommen sogenannte Omni-Räder. Das sind spezielle Räder, die sehr enge, rasenschonende Wendemanöver ermöglichen und den Wenderadius auf nahezu null reduzieren. Der Roboter dreht auf der Stelle, ohne dabei Rillen in den Rasen zu graben. Wer schon einmal gesehen hat, wie günstige Mähroboter auf weichem Untergrund Spuren hinterlassen, weiß, warum das wichtig ist.

Hinzu kommt eine Einzelradaufhängung, die Stöße und Bodenunebenheiten abpuffert. Bis zu sechs Zentimeter hohe Hindernisse überquert das Gerät problemlos. Wurzelabsätze, leichte Schwellen zwischen Terrasse und Rasen, abgesenkte Stellen: Der MOVA navigiert das routiniert.

Mähleistung, die sich sehen lässt

Zwei Schneidscheiben mit je sechs Messern laufen gleichzeitig. Jede Scheibe wird von einem 180-Watt-Motor angetrieben, die Gesamtschnittbreite beträgt 40 Zentimeter. Das ist verglichen mit vielen klassischen Mährobotern eine ordentliche Hausnummer. Nach längeren Regenphasen, wenn das Gras dichter und höher steht, bleibt die Leistung in meinem Garten spürbar konstant.

Was MOVA „schwimmende Scheiben“ nennt, ist im Alltag besonders wertvoll: Die Messer passen sich automatisch an den Untergrund an, anstatt stur auf einer fixen Höhe zu bleiben. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiger Schnitt, auch dort, wo der Boden nicht ganz plan ist. Mein Rasen sieht seitdem durchgehend ordentlicher aus als vorher, selbst in den Randbereichen.

Das Kantenmähen war für mich ein entscheidendes Kriterium. Beete und Zäune brauchen eine saubere Kante, sonst wirkt der Rasen trotz regelmäßiger Pflege nachlässig. Der MOVA setzt dafür auf das UltraTrim 2.0 System: Die Schneidscheiben ragen leicht über die Gehäusekante hinaus, sodass der Abstand zwischen Scheibe und Rasenkante unter drei Zentimeter bleibt. In der Praxis funktioniert das gut, nicht auf jedem letzten Millimeter perfekt, aber deutlich besser als erwartet.

Die Wegplanung läuft U-förmig ab. Statt zufällig durch den Garten zu irren, fährt der Roboter geordnete, parallele Bahnen. Das sieht besser aus und ist effizienter. Wenn der Akku zur Neige geht, kehrt der Mäher automatisch zur Ladestation zurück und setzt anschließend genau dort fort, wo er aufgehört hat. Das klappt zuverlässig.

Wer möchte, kann auch Muster mähen. Schachbrettmuster, Kreuz-und-quer-Modus oder benutzerdefinierte Richtungen sind per App einstellbar. Ich habe das ausprobiert. Mein Rasen sah danach tatsächlich aus wie auf einem gepflegten Sportplatz.

Die Schnitthöhe lässt sich zwischen drei und zehn Zentimetern einstellen, direkt über die App, ohne manuelle Eingriffe am Gerät. Für verschiedene Grasarten und Jahreszeiten ein echter Vorteil. Der MOVA verarbeitet Weidelgras, Rispengras, Bermudagras, Wiesengras und Rohrschwingel.

Der 36-Volt-Akku: Was er im Alltag bedeutet

Viele ältere Mähroboter arbeiten mit 18-Volt-Akkus. Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD setzt auf eine 36-Volt-Lösung mit 7,5 Amperestunden und 243 Wattstunden.

Pro Ladung schafft der Roboter 800 bis 1000 Quadratmeter. Die Laufzeit liegt bei 150 bis 170 Minuten. Für meinen 600-Quadratmeter-Garten reicht eine Ladung locker, der Mäher kommt in einem Durchgang durch, ohne zwischendurch zur Station zu müssen. Das war der Ablauf in der Praxis, nicht die Theorie.

Beim Thema Ladezeit lohnt ein genauer Blick: Laut technischer Datentabelle dauert der Ladevorgang 65 Minuten von 15 bis 95 Prozent. An anderer Stelle nennt MOVA für eine vollständige Ladung rund 90 Minuten. Diese Abweichung kommt vermutlich daher, dass der letzte Prozentbereich beim Laden länger dauert als die ersten Zyklen. Wer bei der Planung auf genaue Ladezeiten angewiesen ist, sollte das im Kopf behalten.

Nacht-Mähen ist übrigens ebenfalls möglich, falls man tagsüber keine Geräusche im Garten haben möchte. Der Betrieb läuft bei 66 Dezibel im Standardmähmodus, also deutlich leiser als ein konventioneller Rasenmäher.

Mina und der Roboter: Was ich mir vor dem Test Sorgen gemacht habe

Das war für mich eine der wichtigsten Fragen vor dem Test. Mina, meine Schäferhündin, nutzt meinen Garten nach eigenem Gutdünken. Sie schnüffelt, liegt in der Sonne und rennt hinterher, wenn ihr danach ist. Ein Mähroboter mit rotierenden Messern im gleichen Garten klingt zunächst nach einer Kombination, die genau beobachtet werden möchte.

Die Entwarnung kam schnell. Der MOVA erkennt Hindernisse nicht nur im Stillstand, sondern auch in Bewegung. Das LiDAR-System und die Kamera-KI identifizieren zusammen über 300 verschiedene Hindernistypen, darunter Tiere. Sobald Mina in die Nähe des Roboters kommt, verlangsamt das Gerät seine Fahrt, hält Abstand und weicht aus. Ich habe das mehrfach in der Praxis beobachtet. Der Roboter macht konsequent einen Bogen um sie.

Zusätzlich bietet die App die Möglichkeit, individuelle Tieraktivitätszonen einzurichten. Bestimmte Bereiche im Garten lassen sich für bestimmte Zeiten komplett sperren, also zum Beispiel Minas Lieblingsschlafplatz unter der Hecke. Der Mäher fährt diese Bereiche dann einfach nicht an.

MOVA hat außerdem einen Nicht-stören-Modus integriert. Damit legt man Mähzeiten auf ruhigere Tagesabschnitte, damit Tiere und Menschen weniger beeinträchtigt werden.

Ich behalte trotzdem immer ein Auge auf Mina, wenn der Roboter läuft. Das ist einfach Vorsicht, keine Kritik am Gerät. Aber das Vertrauen in die Technik wächst von Woche zu Woche.

Die MOVAhome-App: Solide im Alltag

Die App ist bei einem vernetzten Mähroboter keine Nebensache, sie ist das eigentliche Steuerungszentrum. Die MOVAhome-App zeigt die digitale Karte meines Gartens, erlaubt Zoneneinteilungen, Mähpläne nach Wochentag, saisonale Konfigurationen und die Schnitthöheneinstellung per Schieberegler. Firmware-Updates kommen Over-the-Air direkt aufs Gerät, ohne PC, USB-Kabel oder komplizierte Zusatzsoftware.

Bis zu 150 separate Zonen lassen sich anlegen, einzeln benennen und mit individuellen Einstellungen versehen. Für meinen Garten nutze ich davon einen Bruchteil. Für größere oder kompliziertere Flächen ist das eine beachtliche Flexibilität.

Besonders praktisch: Saisonale Mähpläne. Frühling und Sommer kann ich anders konfigurieren als Herbst und Winter. Der Rasen im Oktober braucht andere Schnitthöhe und andere Mähintervalle als im Mai. Das alles lässt sich weit im Voraus planen.

Der MOVA bietet außerdem eine Dual-Map-Funktion. Damit verwaltet man zwei getrennte Karten mit einem einzigen Roboter, was besonders für Grundstücke mit Vorder- und Hintergarten interessant ist. MOVA weist dabei selbst darauf hin, dass die Effizienz in dieser Konfiguration mit einer zweiten, separat erhältlichen Ladestation und entsprechendem Adapter steigt. Das ist optionales Zubehör und keine Voraussetzung, aber wer die Dual-Map-Funktion voll ausschöpfen möchte, sollte das einplanen.

Die App erlaubt auch manuelles Steuern. Wenn ich eine bestimmte Stelle gezielt mähen möchte, greife ich einfach zur App und fahre den Roboter dorthin. Das ist eine nette Option, die ich gelegentlich nutze.

Ein kleiner Hinweis am Rande: Einige Texte innerhalb der App sind noch nicht überall perfekt übersetzt oder einheitlich formuliert. Die Funktion selbst leidet darunter nicht, aber wer auf sprachliche Perfektion steht, merkt es hier und da.

Sicherheit: GPS, Alarm und Kameraüberwachung / MOVA LiDAX Ultra AWD

Ein Mähroboter, der dauerhaft im Garten steht, ist ein potenzielles Diebstahlziel. Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD hat dafür mehrere Sicherheitsfunktionen an Bord.

Das Gerät besitzt ein integriertes GPS-Modul. Den Standort verfolge ich jederzeit in Echtzeit über die App. Drei Jahre kostenloser 4G-Service für Standortverfolgung und Benachrichtigungen sind inklusive, für die ersten Jahre also keine laufenden Mobilfunkkosten. Wer zusätzliche Sicherheit möchte, kann optional einen Apple AirTag zur weiteren Absicherung nutzen. Den AirTag selbst muss man separat kaufen.

Verlässt der Roboter seine definierte Mähzone, löst er sofort einen akustischen Alarm aus. Deaktiviert wird dieser Alarm ausschließlich mit dem richtigen PIN-Code. Wer das Gerät also einfach mitnehmen möchte, stößt schnell auf diesen Riegel.

Dazu kommt das TrueGuard-System, das MOVA in die eingebauten Kameras integriert hat. Wenn der Mäher nicht mäht, stehen Funktionen wie Live-Video-Tracking, automatische Patrouille, Personenerkennung und Live-Audio zur Verfügung. Die Personenerkennung habe ich selbst ausprobiert, die Benachrichtigung mit Foto kam prompt. Live-Audio und die automatische Gartenpatrouille habe ich dagegen nur kurz getestet und weniger intensiv im Alltag genutzt. Laut Hersteller lässt sich über den eingebauten Lautsprecher per App direkt mit Personen im Garten sprechen.

Wer diese Kamerafunktionen nutzen möchte, sollte vorher einen Blick in die Datenschutzerklärung und die App-Berechtigungen werfen. Das empfehle ich generell bei vernetzten Geräten mit Kamerazugang.

Was mich stört: Der ehrliche Teil | MOVA LiDAX Ultra AWD

Trotzdem gibt es Punkte, die ich nicht unter den Tisch kehren will.

Das Gewicht von 23,6 Kilogramm ist beim ersten Kontakt mit dem Gerät spürbar. Beim Auspacken, beim Repositionieren oder beim gelegentlichen Reinigen merkt man, dass man es hier mit einem massiven Gerät zu tun hat. Im täglichen Betrieb spielt das keine Rolle, weil der Roboter sich selbst bewegt. Für ältere Nutzer oder Personen mit Rückenproblemen kann das beim Einrichten aber zur Herausforderung werden. Einmal aufgestellt und eingerichtet ist dieses Thema allerdings vom Tisch.

Nach der ersten Kartierungsrunde musste ich eine Zonengrenze in der App korrigieren, weil der Mäher einen schmalen Streifen neben dem Zaun etwas zu weit eingemessen hatte. Das war in fünf Minuten erledigt und kein großes Problem. Aber wer denkt, dass die erste Karte sofort absolut perfekt sitzt, sollte eine kleine Nachjustierung einplanen. Das gehört bei dieser Art von Technik einfach dazu.

Zum Kundenservice kann ich aus eigener Erfahrung noch wenig sagen, weil ich ihn bislang nicht gebraucht habe.

Ganz ohne App-Gewöhnung geht es nicht. Wer noch nie mit einer Smart-Home-App gearbeitet hat, braucht für die erste Einrichtung etwas mehr Geduld. Für alle anderen ist der Einstieg wirklich unkompliziert.

Ganz so plug-and-play wie ein Toaster ist der MOVA ehrlich gesagt nicht. Aber im Vergleich zu Kabelsystemen oder RTK-Setups war das Setup für mich deutlich entspannter, und nach der ersten Kartierungsfahrt läuft der Betrieb konsequent selbstständig.

Preis, Garantie, Varianten und wann es sich lohnt zu kaufen – MOVA LiDAX Ultra AWD

Auf der offiziellen deutschen MOVA-Website liegt der LiDAX Ultra 1000 AWD derzeit bei 1.399 Euro im Angebot; der reguläre Preis ist mit 1.599 Euro angegeben. Wer bestellen oder vorbestellen möchte, sollte Preis und Lieferdatum direkt auf der Produktseite prüfen. MOVA gibt den Versandstart aktuell mit dem 31. August 2026 an.

Bei der Garantie lohnt ein genauer Blick. Drei Jahre decken Hauptgerät, Ladestation, Netzteil und Motoren ab. Batterie und LiDAR-Sensor laufen laut After-Sales-Richtlinie von MOVA dagegen mit zwei Jahren. Gerade Akku und Sensorik sind bei intensivem Dauerbetrieb die kritischeren Komponenten, daher ist das eine Information, die man kennen sollte. Drei Jahre kostenloser 4G-Service für Standortverfolgung und Benachrichtigungen sind inklusive. Direkt im Lieferumfang stecken außerdem Ersatzmesser und Werkzeug für die erste Wartung. Weiteres Ersatz- und Reinigungszubehör ist über MOVA erhältlich.

Wer mehr Fläche hat, findet in der gleichen Produktlinie den LiDAX Ultra 1600 AWD und den LiDAX Ultra 2000 AWD. Alle drei Modelle teilen die wichtigste Technikbasis und unterscheiden sich vor allem bei der empfohlenen Flächenabdeckung.

Es lohnt sich, Aktionen im Blick zu behalten. Zu Zeiten wie dem Amazon Prime Day oder anderen Sale-Events tauchen Mähroboter in dieser Kategorie regelmäßig mit deutlich reduzierten Preisen auf. Den MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD gibt es direkt über die MOVA-Website; ob er darüber hinaus bei weiteren Händlern verfügbar ist, sollte vor dem Kauf tagesaktuell geprüft werden.

Fazit – MOVA LiDAX Ultra AWD

Ich hatte am Anfang gemischte Gefühle. Jetzt, nach mehreren Wochen im echten Einsatz, überwiegt das Positive klar.

Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD erledigt seinen Job ziemlich zuverlässig und sauber. Die Kombination aus LiDAR-Navigation, Allradantrieb und durchdachter App-Steuerung hebt ihn deutlich von klassischen kabelgebundenen Geräten ab. Keine Begrenzungsdraht-Installation, kein RTK-Aufbau, dafür ein paar Minuten in der App für die Feinjustierung, was ich als fairen Tausch betrachte.

Mein Rasen sieht seit Wochen gepflegter aus als vorher. Mina ignoriert den Roboter inzwischen vollkommen. Und ich habe in den letzten Wochen keinen einzigen Sonntag damit verbracht, selbst zu mähen.

Für meinen Garten passt er sehr gut. Wer einen ähnlichen Grundriss hat, also bis zu 1000 Quadratmeter, leichte bis mittlere Hanglagen und den Wunsch nach echter Automatisierung ohne Installationsaufwand, der sollte ihn klar in die engere Wahl nehmen. Ich würde ihn wieder kaufen.