Olympus Pen E-P5

Spiegellose Systemkamera Olympus Pen E-P5 im Test

Olympus Pen E-P5

Nichts hat in den letzten Jahren so geboomt wie Systemkameras. Teils wurde ihnen nachgesagt, dass sie das Ende der Spiegelreflexkameras einläuten würden. Auch Olympus hat mit der Pen-Serie eine solche Systemkamera aufgelegt. Im Fall der Olympus Pen E-P5 kommt diese noch in einem klassischen Gehäuse, welches an die guten alten Zeiten der Filmkameras erinnert.

Das die Qualität des Gehäuse allerdings nicht mehr ganz so gut ist, wie der Olympus Kameras aus den 80er Jahren (da liegt noch eine Zuhause in bestem Zustand), zeigt dieses Testmodell ganz offensichtlich. Zahlreiche Macken zieren das Testgerät (420 Gramm inkl. Akku), welches wohl schon bessere Tage gesehen hat. Wer in die Linse schaut, der denkt zu allererst an eine alte Filmkamera. Doch wer den Body einmal dreht, sieht ein schwenkbares LCD-Display vor sich, sowie weitere Knöpfchen und Drehrädchen, die auf den Stand der digitalen Fotografie hinweisen.

Nach etwa zwei Sekunden ist sie Startbereit. Dann ist das 14 – 42 mm Objektiv ausgefahren und kann fokussieren. Wem dies nicht ausreicht, der kann im Olympus Shop auch noch weitere Wechselobjektive der M.Zuiko Digital Serie ordern. Allerdings sind die meist genauso teuer, wie das 799 Euro (Originalpreis) teure Kit. Gemäß der kompakten Abmessungen, ist es etwas kniffelig, Einstellungen am Gerät vorzunehmen. Wem dies zu viel Arbeit ist, der kann auch einfach im „auto-Mode“ fotografieren. Ferner bietet die Pen E-P5 noch eine Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik, sowie eine manuelle Steuerung für Blende und Belichtung. Weiter können diverse Fokus-Programme auf dem Toucscreen gewählt werden. Auch die Möglichkeit, direkt von der Kamera eine Collage erstellen zu lassen gibt es.

Die Video-Funktion erfüllt die gewöhnten Standards bis zu einer maximalen Full HD Auflösung von 1920 x 1080 30p (20 Mbps). Den Zoom (verstellbar über Drehrad am Objektiv) sollte man während einer Aufnahme dennoch nicht betätigen, denn dies ist später auch bei der Wiedergabe zu hören. Zudem benötigt der Fokus einen kurzen Moment sich auf die geänderte Brennweite einzustellen. Der Ton ist von der Qualität ganz ordentlich.

Auf der Website zur Olympus Pen E-P5 lässt sich folgendes Statement eines Bloggers / einer Bloggerin finden: „Trotz ihrer kleinen, schlanken Größe übertrifft die Bildqualität die hohen Standards von D-SLR-Kameras. Ich habe professionelle Fotos, die meine Kreativität zeigen und die ich sofort auf meinem Blog oder in Fotocommunities teilen kann.“ – BITTE davon nicht in die irre führen lassen. Die Bilder sind ganz ordentlich, doch niemals so gut, wie „die hohen Standards von D-SLR-Kameras“. Alleine bei rotem Lack hatte die Kamera immer Probleme und auch der Fokus saß nicht immer perfekt.

Hauptmerkmale der Olympus PEN E-P5

  • Megapixel (effektiv): 15,9 Megapixel
  • Sensortyp und -größe: Live MOS, 17,3×13,0mm
  • Serienbilder pro Sekunde: 9,8 Bilder pro Sekunde
  • Bild-Format: JPEG, RAWVideo-Auflösung: 1.920 x 1.080 Bildpunkte
  • Video-Frequenz: 30 Vollbilder pro Sekunde
  • Video-Aufnahme: 1080p30 (Full-HD)
  • Speicherkarte: SD, SDHC, SDXC
  • Akkuleistung: 1.220 mAh, reicht für 400 Bilder nach CIPA
  • Objektiv-Bajonett: Micro Four Thirds
  • Displaygröße: 3,0 Zoll
  • Displayauflösung: 1.037.000 Bildpunkte
  • Sucher: Nein
  • Suchertyp: keine Angaben
  • Optischer Bildstabilisator: Ja
  • ISO Empfindlichkeit: 100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400, 12800, 25600
  • Monitor klappbar

Für schnelle Schnappschüsse, den Urlaub oder ähnliches ist sie mit Sicherheit zu empfehlen. Ob man dabei den hohen Preis aufbringen möchte ist wieder eine andere Frage. Für weniger Geld gibt es eine bessere Einsteiger DSLR, allerdings ist die auch etwas größer in ihren Abmessungen. Für Fotocommunities oder den Einsatz in meinem Blog kann ich die Kamera nur bedingt empfehlen. Das liegt immer daran, wie hoch man den Standard setzt.

Fotos & Text (c) Fabian Meßner