ECOVACS DEEBOT T90 PRO OMNI im Test: Was der Saugroboter im Alltag wirklich leistet

Vorstellung / Review / Details

ECOVACS DEEBOT T90 – Mein Testaufbau

ECOVACS DEEBOT T90 – Testdauer: zwei Wochen, täglicher Einsatz Testbereich: obere Etage, sechs Räume, Küche, Flur, Gästezimmer, Badezimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer Bodenbeläge: Parkett, Fliesen, kleinere Teppiche Haustier: Schäferhund-Mischling Mina, verliert ganzjährig Haare Schwellen und Übergänge: kleinere Bodenübergänge zwischen verschiedenen Belägen, kein Etagenwechsel Testgerät: DEEBOT T90 PRO OMNI, Variante Black EU

Kurz zur Info noch vorweg:

Wir haben einen ECOVACS DEEBOT T90 für diesen Test / Vorstellung zur Verfügung gestellt bekommen. Die Bereitstellung des Testgerätes beeinflusst natürlich in keiner Weise meine Meinung. Die Basis für qualitative Berichte und Tests sind Unabhängigkeit und eine freie Meinung. Für mich steht deshalb euer Vertrauen immer an erster Stelle!

Auf einen Blick: Technische Eckdaten

Technische Details

ECOVACS DEEBOT T90 PRO OMNI

Die wichtigsten Daten zum Saug- und Wischroboter auf einen Blick.

30.000 Pa Saugkraft
16 l/s Luftstrom
27 cm OZMO ROLLER 3.0 Wischwalze
799 € UVP
Modell ECOVACS DEEBOT T90 PRO OMNI
Wischsystem OZMO ROLLER 3.0, 32 Düsen, bis 200 U/min
Mopp-Anhebung bei Teppich 15 mm
Navigation Mini-ToF
Hinderniserkennung AIVI 3D 4.0, RGB-Kamera und strukturiertes 3D-Licht
Robotermaße 35,3 × 35,1 × 9,8 cm
Stationsmaße 33,8 × 45,9 × 50 cm
Staubbehälter Roboter 250 ml
Staubbeutel Station 2,5 l
Frischwassertank Station 4 l
Schmutzwasserbehälter Station 2,2 l
Akku Li-Ion, 4.000 mAh
Ladezeit 2 h 50 min
Geräuschpegel beim Saugen und Wischen 60 dBA
Testsetup 2 Wochen, 6 Räume, Hund, Hartböden und kleine Teppiche

Hinweis: Die technischen Daten stammen aus den Produktunterlagen. Die Angaben zum Testsetup beziehen sich auf meinen eigenen Alltagstest.

Seit zwei Wochen macht er das, was ich nie wirklich gemocht habe – ECOVACS DEEBOT T90

Ich sauge nicht gerne. Man schleppt das Gerät durch die Wohnung, verliert dabei regelmäßig gegen Stuhlbeine und Kabel, und kaum ist man fertig, liegt der nächste Staub schon wieder da. Das ist das grundlegende Problem beim manuellen Staubsaugen: Es ist ein Kreislauf ohne Ende. Man macht es, man ist froh, dass es erledigt ist, und zwei Tage später sieht es wieder genauso aus.

Wer einen Hund hat, kennt das Problem noch eine Stufe besser. Mina, meine Schäferhund-Mischlingshündin, sorgt das ganze Jahr über für eine gleichmäßige Grundversorgung mit Haaren auf allen Böden. Auf dem Parkett, unter dem Sofa, rund ums Körbchen, auf dem Teppich vor dem Bett. Ich bin dazu übergegangen, das als Teil meines Alltags zu akzeptieren. Schön war es nie.

Seit zwei Wochen schicke ich deswegen jeden Morgen den ECOVACS DEEBOT T90 PRO OMNI auf seine Runde. Er saugt, er wischt, er fährt zurück zur Station und wartet dort, bis er wieder gebraucht wird. Ich mache dabei: wenig. Kein Schleppen, kein Kampf mit Stuhlbeinen, kein manuelles Eingreifen.

Der DEEBOT T90 PRO OMNI kostet 799 Euro. Das ist Geld, und wer so viel für ein Gerät ausgibt, verdient einen ehrlichen Bericht, keine umgeschriebene Produktbeschreibung. Deswegen schreibe ich hier auf, was ich erlebt habe: was funktioniert hat, was mich überrascht hat, und wo ich mir eine bessere Lösung gewünscht hätte.

Saugroboter sind längst im Alltag angekommen, vor allem in Haushalten mit Hartböden, Haustieren oder wenig Zeit. Das Angebot ist riesig, die Werbeversprechen noch größer. Ich teste seit Jahren Technikprodukte, und meine Erfahrung mit Saugrobotern ist gemischt. Es gibt Geräte, die auf dem Papier toll klingen und im Alltag dann ständig steckenbleiben, Kabel aufwickeln oder nach zwei Wochen so verstopft sind, dass man sie aufwendig reinigen muss. Den DEEBOT T90 PRO OMNI habe ich deswegen mit realistischen Erwartungen gestartet: nicht als Wunderlösung, sondern als Kandidat, der seinen Preis verdienen muss.

Mein Ansatz beim Test war einfach: Gerät aufstellen, in den täglichen Ablauf integrieren und schauen, ob es zwei Wochen lang stabil läuft. Kein Labor, kein kontrolliertes Szenario, sondern Alltagsbetrieb mit Hund, vollem Haushalt und gelegentlichem Chaos auf dem Boden.

Zwei Wochen ist eine sinnvolle Testdauer. Zu kurz für Langzeitaussagen, aber lang genug, um zu sehen, wie sich das Gerät verhält, wenn die erste Begeisterung vorbei ist und der Roboter einfach seinen Job machen soll.

ECOVACS DEEBOT T90
ECOVACS Europe GmbH

Das kommt in der Schachtel an – ECOVACS DEEBOT T90

Der DEEBOT T90 PRO OMNI kommt in einer stabilen, durchdachten Verpackung an, bei der alles seinen Platz hat und nichts wackelt. Das erste Auspacken hinterließ bei mir einen positiven Eindruck.

Im Lieferumfang steckt eine ganze Menge: der Roboter selbst, die OMNI Cyclone Station, ein Netzkabel, das Benutzerhandbuch, eine Kurzanleitung, ein austauschbarer langer Rollenwischmopp, eine Seitenbürste, Hauptbürste mit Abdeckung, ein antibakterieller Staubbeutel, ein antibakterieller Filter, ein Frischwasserbehälter, ein Schmutzwasserbehälter und eine Flasche Deebot-Reinigungslösung mit 260 Milliliter Inhalt. Für den Start ist alles dabei. Verschleißteile wie Filter, Beutel und Walze braucht man später natürlich trotzdem, und die sollten in der Gesamtkalkulation nicht fehlen.

Die mitgelieferte Anleitung ist klar strukturiert, keine verschachtelten Beschreibungen. Man arbeitet sich durch, und nach etwa einer halben Stunde steht alles, der Roboter läuft und die App ist eingerichtet.

Was vorab zu wissen ist: Die Station ist größer, als man vielleicht denkt. Ihre Abmessungen liegen bei 33,8 mal 45,9 mal 50 Zentimetern. Sie braucht einen festen Stellplatz, und der sollte gut überlegt sein. Zu nah an der Wand, zu eng zwischen Möbeln, und der Roboter findet nicht mehr zuverlässig hinein. Ich habe sie in einer freien Ecke des Wohnbereichs platziert, wo sie gut erreichbar ist und nicht im Weg steht. Die Station muss frei stehen, damit der Roboter sie aus allen Winkeln anfahren kann, und der Stromanschluss muss in der Nähe sein.

Wie es aussieht und wie es sich anfühlt – ECOVACS DEEBOT T90

Der Roboter selbst ist in mattem Schwarz gehalten und sieht schlicht und modern aus. Mein Testgerät war die schwarze EU-Variante. Eine weiße Version wird laut Briefing zumindest über Galaxus in der Schweiz gelistet.

Die Abmessungen des Roboters: 35,3 mal 35,1 mal 9,8 Zentimeter. Das flache Gehäuse hat in meiner Wohnung dafür gesorgt, dass er unter Sofa, Bett und tiefhängende Schränke passt, ohne steckenzubleiben. Ob das in jeder Wohnung so ist, hängt natürlich von den jeweiligen Möbeln ab. Bei mir war es kein einziges Mal ein Problem.

Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an. Keine billigen Nähte, keine Oberfläche, die sofort zerkratzt wirkt. Roboter und Station passen optisch gut zusammen und wirken als Einheit. Für jemanden, der das Gerät dauerhaft im Wohnbereich stehen hat und Wert auf ein ruhiges Gesamtbild legt, passt das.

Beim Aufstellen der Station habe ich mir mehr Gedanken gemacht als erwartet. Sie braucht nicht nur Platz, sondern auch einen freien Anfahrtsweg und eine Steckdose in der Nähe. In meiner Wohnung hat das problemlos funktioniert, aber wer in einer kleineren Wohnung wohnt oder wenig freie Wandflächen hat, sollte das im Vorfeld abmessen.

Was technisch dahintersteckt | ECOVACS DEEBOT T90

OZMO ROLLER 3.0 mit TruEdge 3.0 Extreme: Wischen, wie es gemeint ist

Viele Saugroboter haben eine Wischfunktion. Die meisten davon sind ein nasses Tuch, das über den Boden gezogen wird. Das Pad ist nach dem ersten Raum bereits schmutzig, und alles, was danach kommt, bekommt einen dünnen Film aus Schmutzwasser. Wer das einmal erlebt hat, weiß, warum man auf solche Systeme verzichten kann.

Beim DEEBOT T90 PRO OMNI kommt eine rotierende Wischwalze zum Einsatz, 27 Zentimeter lang und damit laut Hersteller 50 Prozent länger als beim Vorgängermodell. Diese Walze dreht sich während der Fahrt mit bis zu 200 Umdrehungen pro Minute und bekommt dabei kontinuierlich Frischwasser zugeführt, nicht einmalig zu Beginn, sondern die ganze Zeit. 32 Düsen reinigen die Walze von innen heraus permanent, sodass der Schmutz nicht einfach weiterverschmiert wird.

Der Unterschied zum einfachen Wischpad ist im Alltag sichtbar: Während ein verschmutztes Pad den Schmutz verteilt, reinigt die Walze mit frischem Wasser und einer sauberen Oberfläche. Das ist der technische Kern dieser Verbesserung.

TruEdge 3.0 Extreme bezeichnet die Kantenreinigung. Der Roboter fährt dabei besonders nah an Sockelleisten und Möbelkanten heran. In offenen Bereichen funktioniert das gut, in engen Winkeln weniger, dazu mehr im Praxisteil.

Sobald der Roboter Teppich erkennt, hebt er die Wischwalze automatisch um 15 Millimeter an. Bei meinen Teppichen in der Wohnung hat das gut funktioniert. Bei besonders hochflorigen oder empfindlichen Textilien würde ich das vorher kontrollieren.

ECOVACS DEEBOT T90
ECOVACS Europe GmbH

ZeroTangle 4.0 mit BLAST: Das Thema mit den Haaren / ECOVACS DEEBOT T90

Wer Haustiere hat, kennt das Problem. Haare wickeln sich in Bürsten, und nach ein paar Wochen sitzt man mit einer Schere da. Das ZeroTangle 4.0 System soll genau das verhindern. Die Hauptbürste ist so konstruiert, dass ein aktiver Luftstrom Haare direkt zur Saugöffnung leitet, anstatt sie um die Bürste zu wickeln.

BLAST steht für Boosted Large-Airflow Suction Technology. 30.000 Pa ist auf dem Papier viel. Für eine Wohnung meiner Größe war das in meinem Test mehr als ausreichend.

Die nackte Pascal-Zahl allein sagt noch nicht alles. Wer schon mal einen günstigen Saugroboter auf einem hellen Holzboden beobachtet hat, wie er Staub eher verteilt als aufnimmt, kennt den Unterschied, der sich auch durch Luftstromführung und Bürstenkonstruktion ergibt.

TruePass Adaptive 4WD: Für alle, die Türschwellen haben | ECOVACS DEEBOT T90

Türschwellen und Übergänge zwischen verschiedenen Bodenbelägen sind klassische Stolperfallen für Saugroboter. Das TruePass Adaptive 4WD System verwendet zwei zusätzliche Hebelräder mit griffiger Gummibeschichtung, die mechanisch beim Kontakt ausgelöst werden, ohne Kamerasteuerung, ohne Verzögerung. Einzelne Schwellen bis 2,4 Zentimeter und mehrstufige Übergänge bis 4 Zentimeter überwindet das Gerät damit. In meiner Wohnung, wo es zwischen Parkett und Fliesenboden den typischen Übergang gibt, hat das problemlos funktioniert.

ECOVACS DEEBOT T90
ECOVACS Europe GmbH

PowerBoost-Aufladung: Damit er nicht mittendrin aufhört

Bei der Akkulaufzeit arbeitet der Roboter mit kurzen Ladestopp-Intervallen. Laut Hersteller liefern drei Minuten Ladezeit rund 10 Prozent zusätzliche Kapazität. Der Hersteller gibt eine Flächenleistung von bis zu 500 Quadratmetern pro Durchgang an. Das ist eine Herstellerangabe, die ich in meinem Test nicht selbst dokumentiert habe, meine sechs Räume liegen deutlich darunter. Was ich sagen kann: In zwei Wochen habe ich nie erlebt, dass er einen Durchgang unterbrochen hätte. Er ist immer komplett durch die Wohnung gefahren und erst danach zur Station zurück.

AIVI 3D 4.0 und AGENT YIKO: Navigation und Hinderniserkennung

Der DEEBOT T90 PRO OMNI trennt zwei Systeme, die man leicht durcheinanderwirft. Für die Navigation nutzt er Mini-ToF, einen optischen Abstandssensor, der den Grundriss der Wohnung kartiert und die Reinigungsroute plant. Die Hinderniserkennung übernimmt AIVI 3D 4.0, eine Kombination aus RGB-Kamera und strukturiertem 3D-Licht, die Gegenstände auf dem Boden erkennt und einschätzt, ob der Roboter darum herumfährt oder auf Abstand geht.

Das strukturierte 3D-Licht arbeitet unabhängig von der Umgebungshelligkeit. Der Roboter kommt damit auch bei zugezogenen Rollos oder in der Dämmerung zurecht.

ECOVACS kommuniziert für AIVI 3D 4.0 eine verbesserte Achtsamkeit gegenüber Tieren im Raum. Mein Eindruck aus zwei Wochen mit Mina ist, dass das Zusammenspiel gut funktioniert hat. Ob das am Sensor oder an Minas eigenem Ausweichverhalten lag, kann ich nicht trennen. Aber es gab in zwei Wochen keine Situation, in der der Roboter auf sie zugefahren wäre oder sie erschreckt hätte.

AGENT YIKO ist der integrierte Sprachassistent. Er reagiert auf einfache Befehle, aber im Alltag ist der Tipp in der App schneller.

ECOVACS Europe GmbH

Im Einsatz: Saugen, Mina und das Ergebnis – ECOVACS DEEBOT T90

In meinem Alltag hat die Saugleistung gereicht. Nach dem ersten Durchlauf war der Unterschied auf dem Boden deutlich zu sehen. Staub in Ecken, Krümel unter dem Küchentisch, feiner Schmutz entlang der Wände, alles weg.

Im Flur und in der Küche, wo täglich am meisten Schmutz anfällt, hat er mir echte Arbeit abgenommen. Ich bin früher jeden zweiten Tag mit dem Staubsauger durch die Küche, weil sich dort schnell Krümel sammeln und sich der Boden ohne Reinigung schnell schmutzig anfühlt. Das hat sich erledigt. In der zweiten Testwoche habe ich aufgehört, das Ergebnis nach jedem Durchlauf zu kontrollieren, weil ich darauf vertrauen konnte, dass er seinen Job gemacht hat.

In der ersten Woche habe ich bewusst beobachtet, ob der Roboter Bereiche auslässt oder sich wiederholt querstellt. Das ist kaum vorgekommen. Er fuhr im Test systematisch in Bahnen und geht dabei auch unter Schränke und tiefere Möbelstücke. Den kleinen Staubbehälter im Roboter, er fasst 250 Milliliter, leert die Station automatisch, und ich habe nie selbst eingreifen müssen.

Das Thema Hundehaare war für mich der eigentliche Praxistest. Nach zwei Wochen habe ich die Bürste gecheckt. Kaum Haare, die sich darum gewickelt hätten. Bei früheren Geräten war nach ein paar Tagen bereits Handarbeit nötig. Hier musste ich in zwei Wochen nicht einmal zur Schere greifen. Es hat mich überrascht, wie wenig Haare hängen geblieben sind. Das ist eine direkte Beobachtung aus dem Test, kein Herstellerversprechen.

Wie hat Mina auf den Roboter reagiert? Anfangs mit gesunder Skepsis. Sie hat ihn beobachtet und ist ihm ausgewichen. Der Roboter ist ihr nicht direkt nachgefahren. Ab der zweiten Woche hat sie ihn komplett ignoriert, was ich als Zeichen gewertet habe, dass das Zusammenspiel funktioniert. Ob das am Sensor oder an Minas eigenem Ausweichverhalten lag, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

Auf kleineren Teppichen hat der Roboter ohne Probleme gearbeitet. Auf Teppich klang er im Test hörbar kräftiger. Staubkugeln, die sich unter Möbeln in ruhigen Bereichen sammeln, hat er sauber aufgenommen, ohne sie wegzuschieben.

Einen kleinen Test habe ich nach einer Woche gemacht: Ich habe bewusst etwas Krümelzeug auf dem Parkett vor der Küche liegen lassen, um zu sehen, ob er es gezielt aufnimmt oder daran vorbeifährt. Er hat es aufgenommen, ohne zweiten Lauf. Für mich war das der aussagekräftigste kleine Alltagstest.

Im Einsatz: Wischen und was dabei herauskommt – ECOVACS DEEBOT T90

Bei der Wischfunktion war ich skeptisch, und nach dem ersten Durchlauf angenehm überrascht.

Der Boden glänzt nach dem Wischen. Fußabdrücke auf dem Parkett, der Alltagsfilm auf dem Küchenboden, kleine Flecken, die man tagsüber kaum wahrnimmt, alles war nach dem Reinigungsdurchlauf weg. Das ist ein Ergebnis, das ich von einfacheren Systemen so nicht kenne.

Im Badezimmer auf Fliesen hat er sich ebenfalls gut geschlagen. Leichte Rückstände im Bad hat er im Alltag gut im Griff gehalten. Für wirklich hartnäckigen Kalkbelag ist das kein Ersatz, aber für die tägliche Pflege passt es. Ich habe nach zwei Wochen deutlich seltener selbst zum Wischmopp gegriffen als davor.

Was ich nach zwei Wochen Dauerbetrieb sagen kann: Die Wischleistung bleibt konstant, solange die Station die Walze sauber hält und der Frischwassertank gefüllt ist. Das ist nicht selbstverständlich, weil bei einfacheren Systemen die Dauerleistung nachlässt, sobald das Wischpad verschmutzt. Auf dem Parkett war das Ergebnis in der zweiten Woche genauso sauber wie in der ersten. Das hat mich im Test überrascht, weil ich damit gerechnet hatte, dass die Leistung nach einer Woche etwas nachlässt. Das war nicht der Fall.

Beim Thema Kanten hat das Gerät zwei Seiten. An Sockelleisten in offenen Bereichen kommt TruEdge 3.0 Extreme gut heran, das sieht man am Ergebnis. In engen Ecken und Winkelzonen hinter Möbeln lässt die Deckung nach. In meinem Test habe ich nach einzelnen Durchgängen in manchen Ecken noch Reste gefunden. Das ist eine Schwäche, die mir im Alltag aufgefallen ist und die auch beim Wischen gilt, nicht nur beim Saugen.

Der Boden trocknet nach dem Wischen schnell. Das System trägt angemessen Wasser auf, nicht zu viel, nicht zu wenig.

Eingetrocknete, hartnäckige Flecken schafft auch dieser Roboter nicht zuverlässig. Für die tägliche Bodenpflege hat er in meinem Test gut funktioniert, für grobe Ausnahmen bleibt Handarbeit.

Die OMNI-Station: Was sie übernimmt und was man selbst tun muss

Für mich war die Station einer der größten Komfortgewinne im Test. Sie ist nicht einfach eine Ladestation, sie ist ein vollständiges Wartungssystem.

Was sie macht, wenn der Roboter zurückkommt: Sie entleert automatisch den Staubbehälter des Roboters in den eigenen 2,5-Liter-Staubbeutel. Sie spült die Wischwalze mit erwärmtem Wasser und trocknet sie anschließend. Das Schmutzwasser landet separat im 2,2-Liter-Schmutzwasserbehälter. Der Frischwassertank der Station, der 4 Liter fasst, versorgt das System mit frischem Wasser für die nächste Reinigung.

Im Alltag: Ich starte den Roboter morgens, er erledigt seine Runde, fährt zurück und ist danach wieder startklar. Den Frischwassertank, der 4 Liter fasst, habe ich in zwei Wochen einmal nachgefüllt. Den Schmutzwasserbehälter habe ich zweimal geleert. Den Staubbeutel musste ich noch nicht austauschen.

Das Befüllen und Entleeren ist schnell erledigt. Das dauert in der Praxis nicht länger als zwei Minuten, und man hat danach wieder Ruhe für mehrere Tage.

Die Station spült die Walze mit erwärmtem Wasser und trocknet sie danach. Das hilft im Alltag gegen unangenehme Gerüche, die entstehen, wenn eine nasse Walze dauerhaft feucht bleibt.

Ganz ohne Pflege läuft es also nicht. Dichtungen, Filter und die Walze sollte man im Blick behalten und gelegentlich sauber halten. Wer das einplant, ist auf der sicheren Seite. Dann bleibt der Wartungsaufwand überschaubar.

Was mich in der zweiten Testwoche beschäftigt hat: Wie aufwendig wird das auf Dauer? Ich habe Staubbeutel, Frischwassertank und Schmutzwasserbehälter im Blick behalten und mir Notizen gemacht. Ergebnis nach zwei Wochen: einmal Wasser nachgefüllt, zweimal Schmutzwasser geleert, kein Beutelwechsel. Für mich war das weniger Aufwand als erwartet.

Die App: Einmal einrichten, dann läuft es

Die ECOVACS Home App ist der zentrale Steuerpunkt für den Roboter. Man startet, pausiert, plant Reinigungszeiten und sieht live, wo er gerade ist.

Die Einrichtung verlief klaglos. App installieren, Gerät anmelden, kurze Verbindungsroutine, fertig. Kein mehrfaches Neustarten, keine Fehlermeldungen. Das ist bei Smart-Home-Geräten nicht immer so.

Nach dem ersten Reinigungsdurchlauf hat der Roboter eine Karte meiner Wohnung erstellt, die erstaunlich präzise war. Ich konnte einzelne Räume benennen, Bereiche sperren und für jeden Raum separate Einstellungen festlegen: Saugstufe, Wischen ja oder nein, Reinigungsreihenfolge. All das bleibt gespeichert. Wer mehrere Reinigungsprofile für unterschiedliche Wochentage anlegen möchte, kann das über die Zeitplanfunktion lösen.

Einzelne Räume gezielt reinigen zu lassen geht mit wenigen Taps. Wenn nach dem Kochen etwas zu Boden gefallen ist, schickt man ihn einfach dorthin. Das funktioniert zuverlässig.

Ich habe den Roboter per Zeitplan so eingestellt, dass er tagsüber läuft, wenn niemand zu Hause ist. Er erledigt seine Runde und ist fertig, bevor ich zurückkomme. In zwei Wochen hat das immer funktioniert, ohne dass ich nachhelfen musste.

Was ich bei der App außerdem nützlich fand: Wenn der Roboter fertig ist, bekommt man eine Zusammenfassung mit der gereinigten Fläche und einer Übersicht der Route. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber hilfreich, um zu sehen, ob ein Bereich regelmäßig übersprungen wird.

Am Ende des ersten Tages habe ich mir die App-Karte angesehen: klare Raumgrenzen, erkennbare Möbelpositionen, eine saubere Route. Die Karte blieb über zwei Wochen stabil.

Was ich außerdem praktisch fand: Man kann in der App direkt nachvollziehen, welche Bereiche gereinigt wurden und welche ausgelassen. Das hilft dabei, die Kartierung anzupassen, wenn man merkt, dass er bestimmte Winkel regelmäßig überspringt.

Navigation: Wie er sich durch die Wohnung bewegt

In zwei Wochen hat der DEEBOT T90 PRO OMNI die Wohnung zuverlässig und ohne Unfälle durchgearbeitet.

Türschwellen und Bodenübergänge hat er problemlos bewältigt. Das TruePass 4WD System greift bei Kontakt sofort, mechanisch und ohne Verzögerung. Kein einziges Mal ist er an einer Schwelle umgekehrt.

Kabel, Schuhe, kleinere Gegenstände auf dem Boden hat AIVI 3D 4.0 erkannt und umfahren. Das funktioniert auch abends bei gedämpftem Licht, weil das strukturierte 3D-Licht unabhängig von der Umgebungshelligkeit arbeitet. Bei sehr kleinen Hindernissen zögert er gelegentlich.

Normale herumliegende Kabel hat er in meinem Test oft erkannt, trotzdem würde ich lose Kabel vor dem Start nicht grundsätzlich liegen lassen. Was er nicht schafft, sind hängende Kabel, die kurz über dem Boden enden. Die wickeln sich manchmal drum. Das ist ein typisches Problem bei Saugrobotern.

Einen konkreten Schwachpunkt habe ich bemerkt: dünne, schräge Stuhlbeine und enge Raumecken. An dünnen Stuhlbeinen eckt er mehrfach an, fährt zurück, versucht es erneut und kommt zwar heraus, aber der Vorgang ist erkennbar holprig. Ich habe das in meinem Esszimmer mehrfach beobachtet und stelle die Stühle seitdem vorher zur Seite. Das kostet dreißig Sekunden und spart mögliche Kratzer.

Die Mini-ToF Navigation liefert eine verlässliche Raumkarte. Der Roboter fuhr im Test konsistent und ließ keine größeren Flächen aus. Gelegentlich blieben sehr enge Bereiche hinter Möbeln unvollständig, aber das sind Stellen, an die kein Gerät dieser Bauform zuverlässig herankommt.

Geräusch: Was 60 Dezibel im Alltag bedeuten

Die Product Card nennt 60 dBA als Geräuschpegel des Roboters beim Saugen und Wischen. Das gilt für den Roboter selbst beim Reinigen. Das automatische Entleeren in der Station klingt kurz deutlich präsenter, was beim ersten Mal überraschen kann. Wer das Gerät in einer ruhigen Wohnumgebung betreibt, sollte das vorher wissen. Bei mir steht die Station im Wohnbereich, und der Entleerungsvorgang nach dem Reinigungslauf ist hörbar, dauert aber nur ein paar Sekunden.

Ein normales Gespräch liegt bei etwa 60 bis 65 Dezibel. Ein klassischer Staubsauger kommt auf 70 bis 80 Dezibel. Für den laufenden Roboter ist das eine wahrnehmbare Größenordnung leiser.

Im Homeoffice am Schreibtisch, während er im Nebenzimmer arbeitet, stört er kaum. Im gleichen Raum hört man ihn deutlich, aber das Tonprofil ist gleichmäßig und ruhig.

Ich habe ihn in zwei Wochen auch mal bewusst laufen lassen, während ich im Homeoffice gearbeitet habe. Solange er nicht direkt am Schreibtisch war, hat er mich bei Videokonferenzen nicht gestört.

Kann man dabei schlafen? Ich habe das ausprobiert. Es geht, man bemerkt ihn aber. Wer empfindlich auf Geräusche beim Schlafen reagiert, setzt ihn lieber tagsüber ein.

Verglichen mit anderen Saugrobotern, die ich getestet habe, ist der T90 PRO OMNI leiser im Betrieb. Das Tonprofil ist angenehmer und weniger schrill, was besonders dann auffällt, wenn man selbst im Raum ist oder das Gerät abends noch läuft und man das Haus nicht verlassen hat.

Prime Day Angebot

ECOVACS startet frühe Prime-Day-Angebote

ECOVACS bietet rund um den Prime Day 2026 verschiedene Robotik-Modelle für Bodenreinigung, Fenster, Garten und Pool reduziert an. Die Angebote starten teilweise bereits ab dem 15. Juni und laufen rund um den Prime Day vom 23. bis 26. Juni.

DEEBOT T90 PRO OMNI Black

Der Saug- und Wischroboter ist Teil der Aktion und wird mit 200 Euro Preisvorteil gelistet.

599 € statt 799 € UVP
Bis zu 700 € Vorteil je nach Modell und Händler
Mehrere Produktbereiche Saugroboter, Fensterroboter, Mähroboter und Poolroboter
Auch bei Händlern Amazon, OTTO, MediaMarkt und Saturn werden genannt

Hinweis: Aktionspreise sind unverbindliche Preisempfehlungen. Händlerpreise und Verfügbarkeit können abweichen.

Preis-Leistung: Was man für 799 Euro bekommt, und warum der Vergleich lohnt

799 Euro sind kein Schnäppchenpreis.

Bevor man zur Frage kommt, ob das Gerät seinen Preis wert ist, hilft ein Blick innerhalb des ECOVACS-Portfolios selbst. Gleichzeitig mit dem T90 PRO OMNI hat ECOVACS auch den DEEBOT T80S OMNI auf den Markt gebracht, zum UVP von 649 Euro. Das sind 150 Euro weniger.

Was bringt der T90 PRO OMNI laut Datenblatt für die 150 Euro mehr? Das stärkere OZMO ROLLER 3.0 Wischsystem mit der 27-Zentimeter-Walze und kontinuierlicher Frischwasserzufuhr statt ROLLER 2.0 beim T80S, die höhere Saugleistung mit 30.000 Pa und BLAST, ZeroTangle 4.0 statt 3.0, das TruePass Adaptive 4WD Klettersystem und PowerBoost. Ich habe den T80S nicht selbst getestet. Das ist ein Vergleich auf Datenblattbasis, kein Head-to-Head im Alltag. Das Datenblatt erklärt, warum der T90 über dem T80S positioniert ist. Wer weniger Ansprüche hat, sollte sich den T80S ernsthaft ansehen.

Was andere Hersteller für ähnlich ausgestattete Modelle verlangen, verändert sich schnell. Einen belastbaren Marktüberblick kann ich hier nicht liefern, und ich halte es auch nicht für sinnvoll, Preisvergleiche aufzumachen, die ich nicht sauber belegen kann. Für mein Setup und meine Anforderungen wirkt der Preis nachvollziehbar.

Für wen ist der T90 PRO OMNI eine nachvollziehbare Option? Für Menschen mit Hund oder Katze, die täglich mit Tierhaaren kämpfen. Für Wohnungen mit größeren Hartbodenflächen, bei denen die Wischfunktion einen echten Unterschied macht. Für Haushalte, in denen täglich Schmutz anfällt und der Reinigungsaufwand deutlich reduziert werden soll. Und für alle, die schon einmal ein günstigeres Gerät ausprobiert haben und festgestellt haben, dass die Bürste nach drei Wochen voller Haare steckt oder die Wischfunktion kein sichtbares Ergebnis hinterlässt.

Wenn ich ehrlich rechne: Wer täglich saugen würde, investiert über ein Jahr eine Menge Zeit in eine Aufgabe, die ein Saugroboter übernehmen kann. Ob sich 799 Euro dafür lohnen, hängt davon ab, wie viel einem diese Zeit wert ist.

Wer eine kleine Wohnung mit hauptsächlich Teppichböden hat und selten saugt, für den ist das eine Überinvestition. Das ausgefeilte Wischsystem des T90 PRO OMNI braucht man dann schlicht nicht. Der T80S OMNI für 649 Euro könnte in einem solchen Haushalt die passendere Option sein.

Das hat mich überzeugt, und das hat mich weniger überzeugt

Überzeugt hat mich in zwei Wochen: Die Wischfunktion leistet echte Arbeit, das ist kein Schein-Wischen. Nach dem ersten Durchlauf war das Parkett sauber wie nach manuellem Wischen. Die Bürste hatte nach zwei Wochen mit Mina kaum Wickelhaare, das ist ein direktes Ergebnis aus dem Test. Die App ist nach der Einrichtung selbsterklärend. Die OMNI-Station reduziert den Wartungsaufwand auf das Nötigste. In zwei Wochen gab es keine Unterbrechung beim Reinigungsdurchgang. Die Raumkartierung war präzise genug, um Räume gezielt ansteuern zu können.

Weniger überzeugt hat mich: Die dünnen Stuhlbeine in meinem Esszimmer. Der Vorgang ist erkennbar holprig, er kommt heraus, aber sanfter könnte das sein. Enge Raumecken bleiben eine Schwachstelle. Nach manchen Durchgängen habe ich dort noch Reste gefunden. Und die Station braucht einen dauerhaften Platz mit ausreichend Freiraum.

Was ich in diesem Test nicht überprüft habe

Ein ehrlicher Test benennt seine Grenzen. Ich habe zwei Wochen auf einer Etage in sechs Räumen getestet. Was ich dabei nicht abgedeckt habe, ist mehr als das, was ich abgedeckt habe.

Multi-Floor-Karten, also das Verwalten von Karten für mehrere Stockwerke gleichzeitig, habe ich nicht getestet. Das ist für viele Käufer in Häusern mit mehreren Etagen ein wichtiger Punkt.

Langzeitverschleiß und tatsächlicher Wartungsaufwand nach mehreren Monaten Dauerbetrieb kann ich nicht einschätzen. Wie sich Filter, Walze und Station nach einem halben Jahr anfühlen, kann ich nicht beurteilen. Zwei Wochen sagen darüber wenig aus.

Ersatzteilkosten für Filter, Staubbeutel und Wischwalze über einen längeren Zeitraum habe ich nicht recherchiert. Das ist ein Faktor, der bei der Gesamtkalkulation oft übersehen wird, und der den Preis eines Geräts auf Dauer deutlich verändern kann.

Smart-Home-Integrationen außerhalb der ECOVACS Home App habe ich nicht überprüft. Ob das Gerät mit Google Home, Amazon Alexa oder anderen Systemen zusammenspielt, kann ich nach diesem Test nicht beurteilen.

Und die tatsächliche Reinigungsleistung auf wirklich großen Flächen: Die 500-Quadratmeter-Angabe des Herstellers ist eine Herstellerangabe, die ich in meinem Test nicht dokumentiert habe.

Auf einen Blick: Pro und Contra

Kurz eingeordnet

Pro und Contra zum DEEBOT T90 PRO OMNI

Nach zwei Wochen Alltagstest mit Hund, Hartböden und kleinen Teppichen haben sich diese Punkte besonders gezeigt.

Pro

  • Sichtbarer Reinigungsgewinn beim Wischen auf Hartböden
  • Im Zwei-Wochen-Test kaum Haarverwicklung an der Hauptbürste
  • Flache Bauhöhe hilft unter niedrigen Möbeln
  • OMNI-Station reduziert den Alltagsaufwand deutlich, ohne ihn komplett zu entfernen

! Contra

  • Dünne, schräge Stuhlbeine bleiben ein Schwachpunkt
  • Ecken und enge Winkel werden nicht immer vollständig gereinigt
  • Die Station braucht dauerhaft Platz
  • Folgekosten für Beutel, Filter und Wischwalze
  • Der Preis ist vor allem bei regelmäßigem Saugen und Wischen nachvollziehbar

Meine Einschätzung: Der DEEBOT T90 PRO OMNI passt vor allem zu Haushalten mit Hartböden, Tierhaaren und regelmäßigem Reinigungsbedarf. Wer selten saugt oder hauptsächlich Teppichboden hat, sollte genauer überlegen.

Wo bekommt man das Gerät?

ECOVACS DEEBOT T90 PRO OMNI kaufen

Den DEEBOT T90 PRO OMNI findest du bei verschiedenen Handelspartnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Hinweis: Preise, Verfügbarkeit und Lieferzeiten können sich je nach Händler ändern.

Mein Fazit

Ich habe den ECOVACS DEEBOT T90 PRO OMNI zwei Wochen lang im Alltag eingesetzt, mit Hund, mit sechs Räumen auf einer Etage, mit dem üblichen Alltagsschmutz. Das Gerät hat in dieser Zeit das geleistet, wozu ich es eingesetzt habe: saugen, wischen, sich selbst weitgehend warten.

Was mich wirklich überzeugt hat, waren drei Dinge: Die Wischfunktion liefert sichtbare Ergebnisse, nicht nur einen feuchten Streifen. Die Bürste hat zwei Wochen mit Minas Haaren überlebt, ohne dass ich eingreifen musste. Und die Station hat dafür gesorgt, dass ich das Gerät fast vergessen habe, weil es einfach gemacht hat, was es sollte. Die Schwächen liegen bei dünnen Stuhlbeinen, engen Ecken und dem Platzbedarf der Station. Beides sollte man vorher kennen, und beides war mir nach zwei Wochen klarer als nach der ersten Einrichtung. Wer das kennt, kann gut damit umgehen.

Ich schreibe das, weil ich finde, dass ein Kooperationstest dann hilfreich ist, wenn er einem echten Kaufinteressenten bei der Entscheidung hilft. Wenn du täglich Haare aufsammelst, Hartböden hast und es dir nervt, jeden zweiten Tag selbst ran zu müssen, ist der T90 PRO OMNI eine nachvollziehbare Wahl. Wenn du selten saugst, hauptsächlich Teppich hast oder die Wohnung klein ist, würde ich das Geld anders investieren.

799 Euro sind eine Investition, die man vor allem dann nachvollziehen kann, wenn Saugen und Wischen regelmäßig anfallen und man Zeit sparen möchte. Wer sich nicht sicher ist, ob er dazugehört, schaut am besten direkt beim T80S OMNI für 649 Euro hin: Was brauche ich, und lohnen sich die 150 Euro Unterschied für mich?

Bonustipp

Für die erste Kartierungsfahrt Stühle hochstellen und lose Kabel wegräumen. Das kann helfen, die erste Karte sauberer aufzubauen, weil der Roboter beim ersten Lauf die Wohnung ohne zusätzliche Hindernisse einmessen kann. Das spart Nerven, bevor man anfängt, Sperrzonen manuell in der App nachzupflegen. Ich habe das beim zweiten Testlauf nachgeholt und gemerkt, dass die Karte danach deutlich weniger Nacharbeit gebraucht hat.