Kurswechsel bei Mazda

Nur noch eine Messe je Kontinent

2019 Mazda3

Paris, Athen, auf Wiedersehn! Diese oder ähnliche Gedanken müssen wohl die Marketing Experten bei Mazda gehabt haben. Warum? Das ist einfach: Die Japaner verabschieden sich von vielen Automobilmessen und bauen ihren Kundeneroberungsansatz grundlegen um. Und den wollen wir uns doch mal genauer ansehen.

Rathausplatz statt Messehalle

Anstatt überfüllter Messehallen setzen die Japaner lieber auf volle Innenstädte. Hier, also an beliebten, stark frequentierten Orten, will man mit einem flexiblen Pop-Up-Stand auffallen und die Markenwerte präsentieren: Design, Technologie und Fahrspaß. Angenehm an diesem Konzept ist, dass man sich die Konkurrenz vom Hals schafft, schließlich wird man wohl kaum einen direkten Mitbewerber mit einem anderen Pop-Up-Stand in der Fußgängerzone von Unna antreffen. In einer stickigen Messehalle sieht dies anders aus.

Vordergründig soll das neue Präsentationskonzept aber einfach etwas Frische mit sich bringen – heißt es. Dazu soll der erwähnte Pop-Up-Stand an lebendigen Orten mit hoher Publikumsfrequenz aufgebaut werden. Einer der Stargäste wird beispielsweise der neue Mazda 3 sein. Als weitere Highlights kommen die zukunftweisende Skyactiv-X-Technologie sowie das 30-jährige Jubiläum des Kult-Roadsters Mazda MX-5 in Frage.

Erfahrungen hat Mazda bereits 2017 gesammelt, als man in Düsseldorf und Berlin zwei temporäre Pop-Up-Lounges aufstellte – natürlich mitten in den Innenstädten. Nun möchte man noch direkter auf potentielle Kunden zugehen und diese überraschen. Sei es mit dem außergewöhnlichen Standort, den Produkten oder dem Stand selbst. Und so zielt man auf Sport- und Musikveranstaltungen, Einkaufsstraßen und Stadtfeste ab. Kein grundlegend neuer Gedanke, wenn man ehrlich ist. Wohl aber einer, der zeigt, dass Mazda auf seine Zielgruppe zugeht, anstatt sie in der Masse an Besuchern auf einer Messe zu verlieren. Zumal man potenzielle Käufer immer weniger auf Automobil-Ausstellungen antrifft.

Nur noch eine Messe je Kontinent

Positive Erfahrungen hat Mazda mit Veranstaltungen gemacht, die nicht unbedingt etwas mit dem Auto selbst zu tun haben. So sind die Japaner seit 2014 auf der Photokina in Köln sowie auf der IFA in Berlin vertreten und treten hier ihrer Zielgruppe entgegen – einem jungen, technikaffinen und modebewussten Publikum. Der Glaube, dieses Publikum beispielsweise auf der IAA in Frankfurt zu finden, scheint verloren. Nein, Mazda wird auf jeweils nur einer Automesse pro Kontinent vertreten sein. In Europa setzt man auf den Genfer Automobilsalon, der von 7. bis 17. März veranstaltet wird. Alle anderen Messen lässt man aus. Dafür möchte Mazda in Genf direkt viel Pulver verschießen und kündigt eine Weltpremiere an. Hört, hört!

Weitere Informationen findet ihr unter www.mazda.de