Ab wann heizen? 5 Fehler, die Heizkosten erhöhen

Ab wann Heizen im Herbst sinnvoll ist, welche Raumtemperaturen als Orientierung dienen und wie du typische Fehler beim Heizen und Lüften vermeidest.

Ab wann heizen? | Morgens ist das Bad kühl, am Schreibtisch werden die Füße kalt – und du fragst dich: Muss die Heizung jetzt schon an? Gerade im Herbst möchten viele möglichst lange warten, um Heizkosten zu sparen.

Doch entscheidend ist weniger das Datum als die Temperatur und Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung. Wer sparsam heizen möchte, sollte diese fünf typischen Fehler vermeiden.

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1. Mit dem Heizen auf ein festes Datum warten

„Vor November bleibt die Heizung aus“ klingt sparsam, passt aber nicht zu jeder Wohnung. Ein schlecht gedämmtes Gebäude kühlt schneller aus als ein gut isoliertes Haus. Auch das Wetter und die Lage der Räume machen einen Unterschied.

Besser: Orientiere dich an den tatsächlichen Bedingungen in deiner Wohnung. Rund 20 Grad im Wohnbereich und 16 bis 18 Grad im Schlafzimmer sind gängige Richtwerte. Je nach Gesundheit und persönlichem Wärmebedürfnis können höhere Temperaturen sinnvoll sein.

Behalte außerdem die Luftfeuchtigkeit im Blick. Etwa 40 bis 60 Prozent gelten häufig als Orientierung. An kalten Außenwänden kann allerdings auch bei solchen Werten ein Schimmelrisiko bestehen. Kondenswasser an Fenstern und feuchte Stellen solltest du deshalb ernst nehmen.

Ein digitales Thermo-Hygrometer zeigt dir Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit. Damit kannst du besser einschätzen, wann Heizen oder Lüften nötig ist.

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2. Das Thermostat zum Aufwärmen voll aufdrehen

Wenn der Raum kalt ist, landet der Heizungsregler schnell auf Stufe fünf. Bei einem üblichen Heizkörperthermostat wird es dadurch jedoch nicht schneller warm. Du stellst lediglich eine höhere Zieltemperatur ein.

Vergisst du anschließend, den Regler zurückzudrehen, kann der Raum wärmer werden als gewünscht. Das kostet unnötig Energie.

Besser: Stelle direkt die gewünschte Temperatur ein. Bei vielen Thermostaten entspricht Stufe drei ungefähr 20 Grad. Die tatsächliche Raumtemperatur hängt unter anderem vom Modell und der Position des Thermostats ab.

Ein Thermometer im Aufenthaltsbereich hilft dir zu prüfen, ob die Einstellung zu deinem Bedarf passt.

3. Die Fenster dauerhaft gekippt lassen

Frische Luft ist wichtig – besonders nach dem Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen. Während der Heizperiode lässt ein lange gekipptes Fenster aber laufend Wärme entweichen. Zudem können die Flächen rund um das Fenster stark abkühlen.

Besser: Öffne die Fenster kurz vollständig, möglichst mit Durchzug. Wie lange du lüften solltest, hängt von Außentemperatur, Wind und Feuchtigkeit ab. Bei kühlem Wetter reichen oft wenige Minuten.

Drehe die Heizkörperthermostate währenddessen herunter und stelle sie danach wieder auf die gewünschte Temperatur. Lüfte feuchte Räume zeitnah, damit sich die Feuchtigkeit nicht in der Wohnung verteilt.

4. Heizkörper hinter Möbeln und Vorhängen verstecken

Ein Sofa direkt vor dem Heizkörper oder ein langer Vorhang darüber kann die Wärmeverteilung behindern. Wird auch das Thermostat verdeckt, misst es möglicherweise die aufgestaute Wärme statt der Temperatur im Raum.

Besser: Halte Heizkörper und Thermostat möglichst frei. So kann die warme Luft besser zirkulieren und die Temperaturregelung zuverlässiger arbeiten.

Prüfe zum Start der Heizsaison auch, ob sich Staub zwischen den Lamellen angesammelt hat. Für schwer erreichbare Zwischenräume kann eine Heizkörper-Reinigungsbürste praktisch sein. Reinige den Heizkörper, wenn er ausgeschaltet und abgekühlt ist.

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5. Die Wohnung bei Abwesenheit stark auskühlen lassen

Während der Arbeit oder nachts die Temperatur etwas abzusenken, kann Energie sparen. Problematisch wird es, wenn Räume stark auskühlen und Feuchtigkeit an kalten Oberflächen kondensiert.

Besser: Passe die Absenkung an dein Gebäude, dein Heizsystem und die Dauer deiner Abwesenheit an. Vermeide dauerhaft kalte, feuchte Räume. Halte außerdem Türen zwischen deutlich unterschiedlich beheizten Zimmern geschlossen.

Ein programmierbares Heizkörperthermostat kann dir helfen, feste Heizzeiten einzustellen – etwa passend zu deinen Arbeitszeiten. Achte vor dem Kauf darauf, dass es zu deinem Heizkörperventil passt und ob ein Adapter erforderlich ist.

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Bei trägen Heizsystemen wie Fußbodenheizungen und bei Wärmepumpen kann ein gleichmäßiger Betrieb sinnvoller sein als eine starke tägliche Absenkung.

ab wann heizen

Dein 5-Minuten-Heizcheck zum Wochenstart | ab wann heizen

Mit einem kurzen Rundgang durch die Wohnung kannst du heute prüfen, ob deine Einstellungen passen:

  • Temperatur messen: Wie warm sind Wohn- und Schlafzimmer tatsächlich?
  • Feuchtigkeit prüfen: Gibt es Kondenswasser an Fenstern oder feuchte Stellen?
  • Thermostate einstellen: Wähle die Temperatur, die du im jeweiligen Raum brauchst.
  • Heizkörper freihalten: Behindern Möbel oder Vorhänge die Wärmeverteilung?
  • Gezielt lüften: Öffne die Fenster bei Bedarf kurz vollständig.

Du musst mit dem Heizen nicht bis zu einem bestimmten Datum warten. Wenn deine Wohnung zu kühl wird, ist bedarfsgerechtes Heizen sinnvoll. Passende Raumtemperaturen, gezieltes Lüften und freie Heizkörper helfen dir, unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.