Mazda 6 Kombi – Asiatischer Schönling

Vorstellung des feinen Mittelklasse-Japaners

Mazda 6 Kombi – Asiatischer Schönling

Irgendwie hat es sich in den Köpfen festzementiert: Ein Fahrzeug das hübsch ist, kann nicht gleichzeitig viel Platz bieten. Besonders, wenn das viel gescholtene Wort „Lifestyle“ zitiert wird, weiß man, dass das KFZ zwar sehr gut aussieht, aber beim Raumangebot knausert. Der Mazda 6 verkörpert auf den ersten Blick Lifestyle. Und bevor man jetzt ins Stocken gerät: Er bietet eine Menge Platz für Vier. Vorstellung des feinen Mittelklasse-Japaners.

Design – Mit dem gewissen Schwung

Der Mazda 6 ist kein alltäglicher Begleiter und lässt sich nicht allzu oft im Straßenbild ausmachen. Am Aussehen kann es nicht liegen, schließlich wissen die geschwungenen Formen des Mazda 6 zu gefallen – KODO Design sei Dank. Hinter KODO verbergen sich aufregende, fließende Linien, die aus der Natur abgeleitet werden. Zusammen mit dem grimmigen Gesichtsausdruck, der durch die optionalen Voll-LED-Scheinwerfer nochmals aggressiver wird, ergibt sich ein aufsehenerregendes Äußeres. Der Markengrill mit dem mittig spitz zusammenlaufen Logo demonstriert hierbei das Selbstbewusstsein der asiatischen Marke.

Selbstbewusst und gut austariert, zeigen sich auch die stattlichen Proportionen des Kombis. Gerade die Seitenlinie wirkt sehr schwungvoll und gestreckt. So zeigt sich der Mazda 6 Kombi nicht nur dynamisch, sondern auch gestreckt und elegant. Am Heck nehmen die LED-Rückleuchten die markante Lichtsignatur der Frontscheinwerfer auf und schaffen damit eine noch einprägsamere Markenidentität.

Innenraum – Viel Platz im Mazda 6 Kombi

Wie es die äußere Erscheinung vermuten lässt, geizt der Innenraum nicht gerade mit Platz. Ganz im Gegenteil: Im Mazda 6 Kombi stehen sehr gute Platzverhältnisse bereit, sodass man sich vorn wie auch hinten ausstrecken kann. Zudem lädt das Karakuri Sitzsystem dazu ein, den Kombi als Speditionsfahrzeug zu nutzen. Auf Hebelzug klappen die Rücksitzlehnen nach vor und ergeben eine ebene Ladefläche. Doch das Basisvolumen ist mit 522 Liter für die Mittelklasse etwas bescheiden. Dafür gehen die 1.644 Liter Maximalvolumen in Ordnung.

Wir waren eingangs beim Wort „Lifestyle“. Damit impliziert man nicht nur ein schickes Design, sondern auch hohe Qualität. Und genau diese liefert der Mazda 6 im Innenraum. Die Verarbeitung passt und die Wahl der Materialien fällt hochwertig aus. Unterstrichen wird dies durch Soft-Touch-Oberflächen, Verkleidungen in Lederoptik, Chrom-Applikationen und zahlreiche Ziernähte. Das i-Tüpfelchen setzt die optionale, weiße Lederausstattung auf.

Technisch muss sich der Mazda 6 ebenso wenig verstecken. So bietet er – als eines der Highlights – sogar ein Head-Up Display, auf dem die Verkehrszeichenerkennung mitsamt Tempolimits angezeigt wird. Zudem überzeugt das „MZD Connect“: Es kombiniert das Infotainment mit einer guten Konnektivität und dem Entertainment. So kann man mobile Endgeräte via AUX, USB und Bluetooth anschließen, während Apple CarPlay und Android Auto leider fehlen. Dafür überzeugt der geräumige Japaner mit einer Vorlesefunktion für SMS. Außerdem geriet die Bedienung des Infotainments mustergültig: Der 7-Zoll-Touchscreen kann im Stand per Hand bedient werden, während der Dreh-Drück-Steller in der Mittelkonsole blind gehandhabt werden kann und so zur Sicherheit während der Fahrt beiträgt.

Motoren – Hubraum statt Aufladung

Beim Motoren-Programm ist der Mazda 6 Kombi breit aufgestellt. Der Top-Motor ist ein Vierzylinder mit 2,5 Litern Hubraum, der ohne jegliche Form von Aufladung auskommt. So stehen 192 PS und 256 Nm bei 3.250 U/min als Leistungsausbeute auf dem Diagramm. Nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Mit Aufladung ginge wesentlich mehr und würde sich zudem subjektiv kräftiger anfühlen. Wer das Leistungshoch bei 5.700 U/min nutzt, erntet dennoch passable Fahrleistungen. Die 100 km/h Marke lässt der Mazda 6 Kombi in 7,9 Sekunden hinter sich und ist maximal 220 km/h schnell. Dabei soll er nur 6,4 Liter im Durchschnitt konsumieren.

Ein weiterer Benziner ist der Skyactiv-G 145 mit 145 PS und 210 Nm. Damit ist man in unter zehn Sekunden auf Landstraßentempo und maximal mit 206 km/h unterwegs. Angenehmerweise begnügt sich das Basisaggregat mit 5,6 Litern im Mix. Etwas zügiger – zumindest je nach Wahl des Getriebes – gibt sich das 165 PS starke Benzin-Aggregat. Die Beschleunigung auf 100 km/h dauert zwischen 9,1 und 10,2 Sekunden und auch die Höchstgeschwindigkeit ist in einem Intervall von 214 bis 205 km/h angegeben. Dabei soll sich ein Durchschnittsverbrauch von 5,9 bis 6,0 Litern einstellen.

Die Diesel vertrauen allesamt auf 2,2 Liter Hubraum. Los geht es mit dem 150 PS starken Skyactiv-D, der mit und ohne Automatik erhältlich ist. Sogar mit Allradantrieb kann man den Mazda 6 Kombi mit diesem Aggregat ordern. Und dank stämmiger 380 Nm sind die Fahrleistungen entsprechend flott: Zwischen 9,3 und 10 Sekunden vergehen für den Standardsprint, während die Höchstgeschwindigkeit mit 201 bis 210 km/h angegeben ist. 4,2 bis 5 Liter sollen dabei nur durch die vier Brennräume gedampft werden.

Mehr Power bietet das 175 PS-Diesel-Aggregat. Außerdem steht ein noch satteres Drehmoment von maximal 420 Nm bereit. Und auch bei diesem Diesel kann man optional eine Automatik und Allradantrieb ordern. Je nach Wahl spurtet der Mazda 6 Kombi dann in 8 bis 9,1 Sekunden auf 100 km/h und ist im schnellsten Fall mit 209 bis 221 km/h unterwegs. Der Verbrauch? Der soll zwischen 4,6 bis 5,4 Litern im Drittelmix betragen.

Mazda 6 Kombi Fazit – Für jeden Geldbeutel etwas dabei

Premium-Kombis können nur aus Deutschland kommen? Eine Mär, die der Mazda 6 Kombi gerne wiederlegt. Zumal er bei günstigen 25.890 Euro startet, die durch den aktuellen Mazda-Bonus von 4.000 Euro bei Inzahlungnahme eines PKW nochmals gesenkt werden. Dafür erhält man die Prime-Line mit bereits reichhaltiger Ausstattung: Für elektrische Spiegel und Fensterheber, eine elektrische Parkbremse, einen Berganfahrassistenten, Airbags rundum sowie ESP und eine Reifendruckkontrolle muss man kein Extra-Kreuz auf der Ausstattungsliste setzen. Ebenso sind eine Klimaanlage, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen oder ein Soundsystem mit USB- und AUX-Anschluss sowie CD-Player und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung serienmäßig. Viel mehr braucht man eigentlich gar nicht.

Neben seiner guten Ausstattung und dem attraktiven Preis überzeugt der Japaner mit seinem Platzangebot, dem hohen Komfort und seiner Ausgereiftheit. Und zu guter Letzt wussten die Designer den Mazda 6 Kombi in hübsche Gewänder zu stecken, womit die aktuelle Generation, kurz vor ihrer Ablösung, als absolut gelungener Wurf gelten darf.

Weitere Informationen findet ihr unter www.mazda.de

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