Teufel EFFEKT 2: Jetzt rückt der Filmabend näher

Funk, Stromanschluss und Kompatibilität: Was Du vor der Surround-Erweiterung wissen solltest.

Der Film läuft, auf dem Bildschirm wird es spannend, und genau dann stellt sich die Frage: Wie viel Atmosphäre steckt eigentlich im Ton? Für die nächsten Beiträge auf Trendlupe rücken deshalb die Teufel EFFEKT 2 in den Mittelpunkt. Die kleinen Lautsprecher sind als Ergänzung für ein Heimkino gedacht und sollen das Geschehen auch hinter dem Sofa hörbar machen. Heute geht es zunächst um das Konzept, die Voraussetzungen und die Fragen, die für einen späteren Alltagstest besonders interessant sind.

Kurz zur Info noch vorweg:

Ich habe die Teufel EFFEKT 2 für diesen Test / diese Vorstellung als Testmuster erhalten. Die Bereitstellung des Testgerätes beeinflusst natürlich in keiner Weise meine Meinung. Die Basis für qualitative Berichte und Tests sind Unabhängigkeit und eine freie Meinung. Für mich steht deshalb euer Vertrauen immer an erster Stelle!

Nach meinem ersten Beitrag zum Teufel T 10 Mk2 bekommt die angekündigte Beschäftigung mit Heimkinoton damit eine weitere Perspektive. Beim Subwoofer steht der Bass im Mittelpunkt, bei den EFFEKT 2 die Wiedergabe der hinteren Kanäle. Mich interessiert dabei vor allem, wie sich solche Ergänzungen in einem normalen Wohnzimmer einfügen. Schließlich soll ein Filmabend Spaß machen, ohne dass die Einrichtung anschließend wie ein Technikraum aussieht.

Teufel EFFEKT 2: Zwei Lautsprecher für die hinteren Reihen

Die EFFEKT 2 sind aktive Rear-Lautsprecher. Das bedeutet: Ihre Verstärker sitzen bereits im Gehäuse, das Audiosignal kommt per Funk von einem geeigneten Teufel-System. Laut Herstellerseite handelt es sich um ein Paar mit Zwei-Wege-Technik. Teufel nennt gegenüber dem Vorgänger unter anderem eine höhere Maximallautstärke und mehr Bass. Wie hörbar diese Eigenschaften im Alltag sind, bleibt eine Frage für den Praxistest.

Für mich liegt der Reiz weniger in einer möglichst spektakulären einzelnen Szene als im Zusammenspiel. Wie wirken leise Hintergrundgeräusche? Bleibt ein räumlicher Eindruck auch erhalten, wenn man abends mit moderater Lautstärke schaut? Und passt der zusätzliche Ton zum Bild, ohne ständig Aufmerksamkeit auf die Lautsprecher zu ziehen? Genau solche Fragen sollen später mehr Gewicht bekommen als ein schneller Eindruck nach wenigen Filmminuten.

Funk spart Lautsprecherkabel, Strom bleibt nötig | Teufel EFFEKT 2

Beim Begriff „kabellos“ lohnt sich ein genauer Blick. Jeder Lautsprecher benötigt einen Stromanschluss; die mitgelieferten Netzkabel sind jeweils 2,5 Meter lang. Eine lange Leitung für das Tonsignal quer durchs Wohnzimmer entfällt dagegen. Die Bedienungsanleitung beschreibt außerdem die Zuordnung zum linken beziehungsweise rechten Kanal über einen Schalter an den Boxen.

Für die Planung heißt das: Vor dem Aufstellen solltest Du nicht nur auf freie Stellflächen schauen, sondern auch auf erreichbare Steckdosen. Ein hübscher Platz im Regal hilft wenig, wenn das Stromkabel anschließend quer über einen Durchgang führt. Ich möchte bei den weiteren Beiträgen deshalb auch die unspektakulären Dinge betrachten: Kabelwege, Platzbedarf und die Frage, welche Lösung sich dauerhaft ordentlich im Wohnraum unterbringen lässt.

Teufel EFFEKT 2

Vor dem Kauf zählt das vorhandene System

Die EFFEKT 2 lassen sich nicht einfach mit einem Smartphone per Bluetooth verbinden. Sie benötigen einen kompatiblen Teufel-Zuspieler. Die offizielle Anleitung zur ersten Verbindung nennt beispielsweise die CINEBAR 11 ab 2021, die CINEBAR LUX und die ULTIMA 25 AKTIV. Entscheidend sind die genaue Modellbezeichnung und gegebenenfalls die Gerätegeneration.

Wer bereits eine Anlage besitzt, sollte diesen Abgleich vor einer Bestellung erledigen. Auch ein vorhandener T 10 Mk2 allein beantwortet die Frage nach einem passenden Zuspieler nicht. Für die kommenden Beiträge möchte ich nachvollziehbar zeigen, welche Komponenten und Einstellungen tatsächlich genutzt werden. Das hilft Dir mehr als eine pauschale Aussage, die sich am Ende nicht auf Dein eigenes Wohnzimmer übertragen lässt.

Was bei Film, Serien und Musik interessant wird

Ein Punkt verdient schon jetzt Aufmerksamkeit: Rear-Lautsprecher müssen nicht ständig laut mitspielen. Teufel erklärt in seinen häufigen Fragen, dass sie überwiegend Surroundeffekte wiedergeben und deshalb leiser als die Frontlautsprecher wirken können. Ebenso spielt die Tonspur eine Rolle. Ein Stereo-Signal und eine Mehrkanalaufnahme stellen unterschiedliche Voraussetzungen dar.

Im späteren Test möchte ich deshalb verschiedene Situationen getrennt betrachten: einen Film mit räumlichen Effekten, eine eher dialoglastige Serie und Musik. Dabei interessiert mich auch, ob die Einrichtung verständlich gelingt und welche Anpassungen am Hörplatz sinnvoll sind. Eine zusätzliche Box sollte schließlich nicht automatisch mit zusätzlichem Aufwand gleichgesetzt werden müssen. Ob dieses Konzept im Alltag überzeugt, wird sich erst beim längeren Ausprobieren zeigen.

Hier geht die Heimkino-Reihe weiter

Dieser Teaser steckt den Rahmen für die nächsten Beiträge ab. Geplant sind Einblicke in Einrichtung und Aufstellung sowie ausführlichere Erfahrungen mit den EFFEKT 2. Dabei sollen konkrete Beobachtungen zeigen, wem eine solche Erweiterung hilft und welche Voraussetzungen vorher geklärt werden müssen. Wenn Du Dein Wohnzimmerkino schrittweise ausbauen möchtest, kannst Du die Reihe hier auf Trendlupe begleiten und die späteren Ergebnisse mit Deiner eigenen Situation vergleichen.