Ambitioniertes Klimaziel: Bosch arbeitet ab 2020 vollständig klimaneutral

Bosch auf Emissions-Mission

Der Name Bosch steht für uns für innovative Entwicklungen und zukunftsorientierte Techniken. Neben Elektrowerkzeugen und Haushaltsgeräten hat sich der Konzern auch im digitalen Bereich spezialisiert. Neben einem Geschäftsmodell auf Blockchain-Basis und smarten Zapfsäulen für E-Autos widmet sich das Unternehmen zudem modernen Ansätzen des Klimaschutzes. Umweltschutz ist in aller Munde – gleichzeitig nutzen viele Firmen dieses Thema, um das eigene Image zu verbessern und in der Öffentlichkeit Sympathien und dadurch Kunden zu gewinnen. Bosch hat sich nun jedoch ein Ziel gesetzt, dass über ein marketingwirksames Lippenkenntnis hinaus zu gehen scheint: Bis 2020 will das Unternehmen seine weltweit über 400 Standorte klimaneutral betreiben. Zentrale Ansätze gibt es bereits.

Bosch betreibt über 400 Werke auf der ganzen Welt, die durch die Produktions- und Entwicklungsstätten hohe CO2-Werte erzeugen. Dem will das Unternehmen jetzt proaktiv entgegenwirken. So will man die Teilbereiche Verwaltung, Entwicklung und Produktion des Konzerns ohne CO2-Ausstoß arbeiten lassen. Um dieses ambitionierte Zeil innerhalb eines Jahres zu erreichen, setzt Bosch verschiedene Mechanismen, um das eigene Ziel schnell und effektiv zu erreichen. Bosch ist dabei der erste Großkonzern, der sein gestecktes Klimaziel binnen der nächsten zwölf Monate erreichen will.

Vier zukunftsorientierte Klima-Ansätze von Bosch

Im Fokus der Umwelt- und Nachhaltigkeitsoffensive von Bosch stehen vor allem vier Ansätze, die das Unternehmen verfolgen und umsetzen will, um kurz-, aber auch langfristig für Klimaneutralität zu sorgen. Die ersten zwei Ansätze sollen bereits bis 2020 dafür sorgen, dass Bosch keinen CO2-Ausstoß mehr produziert.

Bosch bis 2020

Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 klimaneutral zu arbeiten. Die rund 400 Standorte verbrauchen dabei auch weiterhin Energie – vielmehr soll jedoch erreicht werden, den Kohlendioxidausstoß auf null zu reduzieren. Dies will Bosch zum einen durch den Einkauf von Ökostrom aus Wind- und Solaranlagen erreichen. Zum anderen wird Bosch verstärkt in zertifizierte Umweltprojekte investieren. Diese zwei Ansätze sollen dafür sorgen, dass das Unternehmen bis zum Jahr 2020 seinen CO2-Ausstoß vollständig neutralisieren wird.

Ohne Energieeffizienz ist alles nicht. Aber nur mit harter Detailarbeit sparen wir Energie.

Volkmar Denner, CEO Bosch

Bosch bis 2030

Auch über das kurzfristige Ziel für 2020 hinaus will Bosch seine Bemühungen um klimaneutrales und umweltbewusstes Arbeiten weiter ausbauen und vorantreiben. Bis 2030 fügt Bosch seiner Klima-Strategie zwei weitere Mechanismen hinzu. Im ersten Schritt will man vermehrt auf die Nutzung regenerativer Energien zurückgreifen. Umzusetzen ist dieser Ansatz vor allem auch durch den verstärkten Ausbau von Photovoltaik-Anlagen in den eigenen Bosch-Fabriken sowie eine exklusive und langfristig orientierte Zusammenarbeit mit Energielieferanten aus dem Wind- und Solarsektor. Der zweite Mechanismus liegt in der Energieeffizienz, die die Grundlage für klimaneutrales Arbeiten liefert. Bosch hat das Ziel, bis 2030 rund 1,7 Terrawattstunden einzusparen. Dies entspricht über einem Fünftel des aktuellen, jährlichen Verbrauchs – oder dem Stromverbrauch aller Kölner Privathaushalte in einem Jahr.

CO2-Ausstoß und Finanzausgaben reduzieren

Im Fall von Bosch zahlt sich die umweltorientierte Strategie zudem finanziell aus. Zwar entstehen durch Zukauf von erneuerbarer Energie und die Investition in die firmeneigene Energieeffizienz Kosten in Höhe von zwei Milliarden Euro. Gleichzeitig sorg die optimierte Energieeffizienz für ein Plus von rund einer Milliarde Euro, so dass sich der Kostenaufwand zur Klimaneutralität bis 2030 von zwei auf eine Milliarde halbieren wird. Damit kann sich für große Unternehmen unter bestimmten Aspekten eine umweltorientierte Geschäftsstrategie nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch auszahlen.