Der neue Kia Rio – Auf in die nächste Runde

Style und Fahrspaß

Der neue Kia Rio

Der Rio ist tot, lang lebe der Rio – oder so. Haben wir uns in der Vergangenheit daran gewöhnt, dass der Produktlebenszyklus bei Autos bei rund sieben Jahren liegt, lösen die Koreaner ihr Erfolgsmodell bereits nach fünf Jahren ab. Sieht man sich die neue, vierte Generation an, weiß man sofort warum: Der Vorgänger wirkte zwar noch nicht alt, doch macht der neue Kia Rio einen frischeren und vor allem zeitloseren Eindruck. Damit rückt er einen Schritt weiter in Richtung „Premium“.

437.000 Einheiten haben die Koreaner im letzten Jahr vom Rio abgesetzt – ein echtes Pfund, das verdeutlicht, dass der fünf Jahre alte Kia Rio eigentlich noch keiner Wachablösung bedurfte. Vor allem, wenn man an der Weisheit „never change a winning team“ festhält. Doch Kia schiebt zum Ende des Jahres die vierte Generation des Kleinwagens nach und präsentiert ihn auf der Motor Show in Paris.

Hier wird sich dann zeigen, ob die ersten Fotos trügen oder ob der Kia Rio tatsächlich an Eigenständigkeit eingebüßt hat. An der Front wirkt die vierte Generation nah am Konzernbruder Hyundai i20, trägt aber natürlich die typischen Kia-Insignien. So verabreichte ihm das Design-Team, das sowohl in Frankfurt, in Irvine (Kalifornien) und im Haupt-Designcenter in Korea sitzt, die Tiger-Nase – also das Familiengesicht. Zusammen mit der weiter heruntergezogenen Motorhaube, den kleineren Scheinwerfern und der um fünf Millimeter gewachsenen Gesamtbreite, steht der neue Kia Rio satt auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Eigenständigkeit verleiht ihm aber die neue Lichtsignatur mit in die Hauptscheinwerfer integriertem Tagfahrlicht, das sich u-förmig um die Projektionslinse schlängelt.

Der neue Kia Rio

Aber besonders die Seitenlinie lässt etwas an Charakter vermissen. Schaut man sich den Bogen zur C-Säule an, werden Erinnerungen an die aktuelle Mercedes-Benz A-Klasse wach. Kein schlechtes Vorbild, zumal der Kia Rio einen langen Wandel hinter sich hat. Begonnen als günstiges Fahrzeug, irgendwo zwischen Kleinwagen- und Kompaktklasse, hin zur festen Größe mit Ambitionen in Richtung Premium-Segment. Das zeigt allein schon die stattliche Größe, von etwas über vier Metern – das war mal Kompakt-Klasse-Format.

Auch innen hegt der neue Kia Rio den Anspruch, mehr als nur irgendein Kleinwagen zu sein. Angenehme Materialien, ein gutes Platzangebot – auch dank des um zehn Millimeter gewachsenen Radstands – und ein aufgeräumter Look unterstützen das. Verantwortlich dafür ist das neue Infotainment-System, das nun noch mehr Funktionen bündelt und über einen großen, hochauflösenden Touchscreen verfügt. Dazu ist die Mittelkonsole etwas zum Fahrer geneigt und will so für eine gewisse Dynamik sorgen. Auch das kennen wir von einem bekannten bayerischen Premium-Hersteller.

Weitere Informationen findet ihr unter www.kia.com | Fotos © Kia

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