Unterwegs mit Mister Kodo – Fahrbericht des Mazda CX-5

Sportlich-dynamischer Fahrspaß

Die Auto-Welt zeigt einen klaren Trend, und zwar den der SUV. Auf den Zug dieser Fahrzeuggattung springt Mazda spät auf, bietet dafür aber ein Derivat, das sich sehen lassen kann. 2011 entdecken die Japaner diesen Markt für sich und schicken den Mazda CX-5 auf die Straßen. Und dieser schlägt direkt ein. Das Facelift erfolgt 2015, das komplett neue Modell nur wenig später, Ende 2016. Genau um dieses Modell geht es heute. Was kann der hübsche Japaner?

Design

Der Mazda CX-5 zeigt sich, gegenüber der ersten Generation, kraftvoll und mit mehr Profil, moderner und graziler. Der CX-5 des Modelljahrs 2011 wirkte etwas pummelig, Generation zwei ist hingegen sportlich. Das liegt auch daran, dass er rund drei Zentimeter flacher geworden ist. Mit 1,68 m ist er aber klar als SUV erkennbar. Zum sportlichen Look passen die schmalen Scheinwerfer, wodurch der Japaner wie zum Angriff bereit zu stehen scheint. Besonders grimmig wird die Optik mit den, je nach Ausstattungslinie, Matrix-LED-Scheinwerfern.

Natürlich trägt auch der Mazda CX-5 das für die Marke berühmte Kodo-Design und lässt das 4,55 m lange SUV gestreckt wirken. Auf diesem Maß verteilen sich fließende Linien, die von der Natur inspiriert wurden. So möchte es uns zumindest die Kodo-Design-Philosophie verkaufen. Als Untertitel steht „Soul of Motion“ bereit: Unter der “Seele der Bewegung“ verbirgt sich etwas anderes, als das überall anzutreffende, langweilige Einheits-Design. Am Heck ergibt sich ein ähnliches Bild wie an der Front. Hier trifft man auf grimmig dreinschauende Rückleuchten, die die Formensprache der Front aufnehmen. Den prägnanten, fünfeckigen Grill trägt aber nur der Bug. Dafür spendierten die Japaner dem SUV rundum eine Kunststoff-Beplankung für einen robusteren Look.

Antriebe

Bei den Benzinern vertraut Mazda auf Direkteinspritzung und verzichtet auf Turbo- oder Kompressor-Aufladung. Die Otto-Motoren hören auf den Namen „Skyactiv-G“ und starten mit 2.0 Litern Hubraum. Die Leistungsausbeute liegt bei kräftigen 121 kW/165 PS und befähigt den Benziner zu 201 km/h. Wer Allradantrieb oder eine Sechsgang-Automatik möchte, muss zum Skyactiv-G 160 mit 118 kW/160 PS oder zum Skyactiv-G 194 mit 143 kW/194 PS greifen. Letzterer ist der Topmotor und verfügt über 2,5 Liter Hubraum. Dennoch soll sich bei ihm ein Durchschnittverbrauch von gerade einmal 7,1 Litern ergeben.

Die Diesel fahren grundsätzlich mit 2.2 Litern Hubraum vor und sind allesamt mit einer Bi-Turbo-Aufladung versehen. Sie hören auf den Namen Skyactiv-D und sind in zwei Ausbaustufen erhältlich: Los geht es mit 110 kW/150 PS, während das stärkere Aggregat 129 kw/175 PS bietet. Mit ihnen ist man mindestens 196 km/h schnell. Wählt man die Sechsstufen-Automatik, ist man auch immer an den Allradantrieb gebunden. Der stärkere Diesel fährt grundsätzlich mit 4×4-Antrieb ausgerüstet und konsumiert im Schnitt 5,4 Liter auf 100 km. Die 150 PS-Variante liegt zwischen 5,0 und 5,8.

Interieur

Er passt zum äußeren Erscheinungsbild: Die Rede ist vom feinen Innenraum. Kaum öffnet man die Türen, schon betritt man ein edles und modernes Interieur, das gleichzeitig mit Praktikabilität punktet. Das zeigt sich etwa in der A-Säule, die – im Vergleich zur Vorgänger-Generation – um 35 mm nach hinten rückte. Damit bietet der Mazda CX-5 eine bessere Rundumsicht. Hinzu kommen genügend Ablagen und gemütliche Sitze sowie eine überzeugende Geräuschdämmung.

Zudem hat man auf allen Plätzen genügend Platz. Am besten reist es sich zu viert, während der Mittelplatz in der zweiten Reihe – wie in eigentlich jedem Auto – eine Art Schwiegermutter-Sitz ist. Außerdem steht hier keine Sitzheizung parat, während man auf den Außenplätzen einen warmen Popo bekommen kann, wenn man es denn möchte. Darüber hinaus lässt sich die Rückenlehne zweistufig neigen – ein echter Wellness-Bereich also. Doch der Mazda CX-5 ( Der Beginn des Kodo )bietet nicht nur den Passagieren, sondern auch dem Gepäck genügend Platz: 506 Liter Volumen stehen bereit, es mit Koffern und ähnlichem aufzunehmen. Klappt man die Rücksitze um, ergeben sich bis zu 1.620 Liter, die über die optionale, elektrische Heckklappe beladen werden können.

Beim Infotainment bietet Mazda das 7-Zoll-System „MZD Connect“. Es bietet neben einer Internet-Anbindung auch Bluetooth-Musik-Streaming. Apple CarPlay und Android Auto werden leider nicht angeboten. Dafür aber der Dreh-Drücksteller für die Bedienung, der in allen Lebenslagen eine gute Handhabung ermöglicht. Im Stand kann der Bildschirm auch als Touchscreen genutzt werden.

Ausstattung und Preis

Den Mazda CX-5 gibt es in verschiedenen Ausstattungslinien. Los geht es mit der Prime-Line, die eigentlich schon alles bietet, was man wirklich braucht. Die Center-Line macht das Fahren angenehmer und bietet etwa eine Freisprecheinrichtung, getönte Scheiben und mehr. Wirklich Spaß macht aber erst die Exclusive-Line, die mit LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfern und Rückleuchten in LED-Technik, einer Lenkradheizung und Einparkhilfe gefällt. Das Topmodell ist als Sports-Line ausgezeichnet und nur mit Allradantrieb erhältlich. Außerdem bekommt man hier ein Bose-Sound-System, Matrix-LED-Scheinwerfer und ein Head-Up-Display – hört, hört! Natürlich gibt es das nicht zum Null-Tarif. Für die Sportline muss man 34.890 Euro investieren, was angesichts der Ausstattung fair ist. Die Basis startet hingegen bei bekömmlichen 24.990 Euro, die Center-Line steht für 28.290 Euro in der Liste. Da sollte doch für jeden etwas dabei sein.

Weitere Informationen findet ihr unter www.mazda.de