Warum der Ford Puma Gen-E gerade jetzt spannend ist
Wer bei Google nach Ford Puma Gene E sucht, meint in der Praxis fast immer den Ford Puma Gen-E. Genau dieses Modell ist für viele Leser spannend, weil es kein exotisches Elektroauto sein will. Es nimmt die bekannte Puma-Idee, also ein kompaktes Crossover mit erhöhter Sitzposition, handlichen Außenmaßen und viel Alltagstalent, und setzt darauf einen reinen Elektroantrieb. Seit dem Start der Baureihe Anfang 2025 hat Ford das Modell für 2026 noch einmal nachgeschärft. Je nach Version kommt der Puma Gen-E auf bis zu 417 Kilometer WLTP-Reichweite, einen offiziellen Verbrauch ab 13,0 kWh pro 100 Kilometer und bietet auf Wunsch auch BlueCruise für entspanntere Autobahnetappen. Dazu bleibt das Auto mit 4,21 Metern Länge klar im stadttauglichen Format.
Genau das macht den Wagen so interessant für E Auto Einsteiger, Pendler, Stadtmenschen und kleine Familien. Der Puma Gen-E will nicht mit riesigem Akku und Rekordwerten blenden. Er will in den Alltag passen. Morgens zur Arbeit, mittags schnell in die City, nachmittags Einkaufen, am Wochenende mal raus ins Umland. Viele Elektroautos diskutieren vor allem über Reichweite auf der Autobahn. Der Puma Gen-E setzt einen anderen Schwerpunkt. Er versucht, ein vertrautes Auto zu bleiben, das elektrisch fährt, effizient ist und beim Thema Stauraum sogar mehr bietet als manche größere Modelle. Das ist keine kleine Sache, gerade wenn ein Auto nicht nur gut aussehen, sondern auch funktionieren soll.







Ford positioniert den elektrischen Puma deshalb ziemlich clever. Auf der einen Seite spricht er Menschen an, die vom Verbrenner kommen und nicht direkt in eine rollende Zukunftsvision steigen wollen. Auf der anderen Seite bekommt das Modell 2026 genug Technik, um nicht altmodisch zu wirken. Es gibt eine aktualisierte Batterie, neue Editionslinien, moderne Assistenzsysteme und ein digitales Cockpit, das im Alltag wirklich etwas bringt. Gerade für Leser, die kein Datenblatt studieren wollen, sondern eine ehrliche Einordnung suchen, ist das wichtig: Der Puma Gen-E ist kein Auto für jedes Szenario. Aber er ist genau das Auto, das für sehr viele Alltagsszenarien überraschend gut passt.
Außen wirkt der Puma vertraut und genau das ist seine Stärke
Der Ford Puma Gen-E sieht auf den ersten Blick nicht so aus, als wolle er mit aller Macht zeigen, dass er elektrisch fährt. Genau darin liegt seine Stärke. Die Front ist geschlossen und sauberer gezeichnet als beim Verbrenner, die LED Lichtsignatur gibt ihm einen selbstbewussten Blick, und je nach Version stehen 17 bis 19 Zoll große Leichtmetallräder im Programm. Das Grundmodell startet mit 17 Zoll, der Premium legt je nach aktueller Ausstattung mit 18 Zoll nach, und Ford setzt beim Auftritt bewusst auf eine Mischung aus Bekanntem und elektrischen Details. Wer also ein E Auto sucht, das nicht sofort nach rollendem Technikexperiment aussieht, wird sich hier schnell wohlfühlen.
Dazu passt auch, dass die Proportionen angenehm alltagstauglich bleiben. Der Puma Gen-E ist 1,805 Meter breit ohne Spiegel und 1,93 Meter breit mit Spiegeln, dazu 1,555 Meter hoch. Das reicht für eine gute Sitzposition und genug Präsenz auf der Straße, ohne dass der Wagen gleich unhandlich wirkt. In engen Parkhäusern, in Wohngebieten mit knappen Parktaschen oder im Innenstadtverkehr ist das ein echter Vorteil. Man sitzt leicht erhöht, blickt ordentlich über den Verkehr und muss trotzdem nicht das Gefühl haben, einen halben Reisebus zu bewegen. Gerade für Fahrer, die vom Kleinwagen oder Kompaktwagen kommen, ist das ein entspannter Umstieg.







Er ist kein spektakulärer Designwurf, der jeden am Straßenrand stehen lässt. Er spielt eher die Karte des sympathischen, modernen Gebrauchsautos. Das klingt nüchtern, ist aber im Alltag oft die bessere Lösung. Ein Auto, das man morgens gerne aufschließt, weil es frisch aussieht, ohne ständig Aufmerksamkeit zu fordern, altert oft besser. Und genau so wirkt der Puma Gen-E: erwachsen, klar und bewusst nicht überzeichnet.

Innenraum, Bedienung und Technik treffen den Alltag meist gut
Im Innenraum zeigt der Puma Gen-E schnell, wo die Reise hingeht. Vor dem Fahrer sitzt eine digitale 12,8 Zoll Instrumententafel, in der Mitte arbeitet ein 12 Zoll großer Touchscreen mit Ford SYNC 4. Dazu kommen Navigation, 5G Modem und kabellose Konnektivität. Ford setzt hier nicht auf Effekthascherei, sondern auf eine Bedienung, die moderne Funktionen in ein relativ klassisches Cockpit einbettet. Das hat einen großen Vorteil: Wer zum ersten Mal in ein Elektroauto steigt, fühlt sich nicht verloren. Das System wirkt vertraut. Smartphone Einbindung, Navigation, Ladeplanung und Medien lassen sich logisch ansteuern, und im Alltag zählt genau das viel mehr als bunte Show Effekte auf dem Bildschirm.
Die Bedienung wirkt im Puma Gen-E erfreulich bodenständig. Ford setzt nicht alles radikal auf den Touchscreen, sondern lässt wichtige Funktionen weiterhin schnell erreichbar. Genau das ist im Alltag ein Vorteil. Wer im Berufsverkehr kurz die Temperatur ändern, die Sitzheizung einschalten oder eine Fahrfunktion anpassen möchte, will nicht erst lange durch Menüs wischen. Der zentrale Bildschirm bringt die modernen Funktionen ins Auto, aber die zusätzlichen Tasten und Bedienelemente sorgen dafür, dass sich der Puma Gen-E nicht unnötig kompliziert anfühlt. Für E-Auto-Einsteiger ist das ein wichtiger Punkt, weil der Umstieg dadurch weniger technisch und deutlich vertrauter wirkt.







Ganz ohne Kritik kommt der Innenraum trotzdem nicht aus. Einige Materialien wirken eher zweckmäßig als hochwertig, vor allem dort, wo harte Kunststoffflächen oder glänzende schwarze Oberflächen ins Auge fallen. Solche Bereiche sehen im Neuwagen oft ordentlich aus, sammeln im Alltag aber schnell Fingerabdrücke, Staub und kleine Kratzer. Das ist kein großer Beinbruch, passt aber nicht ganz zum sonst modernen Anspruch des Puma Gen-E. Dazu kommt der typische Kompromiss vieler kompakter Crossover: Vorn sitzt man angenehm und luftig, hinten geht es spürbar enger zu. Für Kinder, Jugendliche oder kurze Strecken reicht der Platz völlig aus. Wer aber regelmäßig mit großgewachsenen Erwachsenen auf der Rückbank unterwegs ist, sollte vor dem Kauf nicht nur vorne Platz nehmen. Ein ehrlicher Sitztest im Fond gehört hier unbedingt dazu. Genau solche Kleinigkeiten entscheiden später darüber, ob ein Auto im Alltag wirklich passt oder nur auf den ersten Blick überzeugt.
Für kleine Familien spielt natürlich auch die Sicherheit eine wichtige Rolle. Der Puma erreicht in der Sicherheitsbewertung vier Sterne. Das ist solide, aber kein Wert, bei dem man das Thema einfach abhaken sollte. Positiv fällt auf, dass der Kinderschutz ordentlich abschneidet und der Puma damit grundsätzlich familientauglich eingeordnet werden kann. Gleichzeitig zeigt die Bewertung aber auch: In einzelnen Bereichen gibt es Luft nach oben, etwa beim Schutz vor Schleudertrauma oder bei bestimmten Belastungen in Crashsituationen. Für den Alltag ist das kein Grund zur Panik. Es bedeutet eher: Der Puma Gen-E bietet ein vernünftiges Sicherheitsniveau, gehört aber nicht zu den Modellen, die in diesem Punkt besonders herausstechen. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte deshalb auch auf die konkrete Ausstattung achten. Assistenzsysteme, gute Scheinwerfer, Parkhilfen und eine saubere Rundumsicht können im Familienalltag mindestens genauso wichtig sein wie die reine Sternezahl.
Der Kofferraum ist der eigentliche Star des ganzen Autos – Ford Puma Gen-E
Wenn es einen Punkt gibt, an dem der Puma Gen-E sofort aus der Masse heraussticht, dann ist es das Gepäckabteil. Offiziell stehen bis zur Gepäckablage 523 Liter im Heck zur Verfügung, bis zum Dach 574 Liter und bei umgeklappter Rückbank 1.283 Liter. Dazu kommt vorne noch ein 43 Liter großer Frunk. Allein diese Zahlen wären schon ordentlich. Richtig stark wird das Ganze aber durch die GigaBox. Das ist die weiterentwickelte Staubox unter dem Kofferraumboden, die beim Puma Gen-E auf 145 Liter wächst. Ford weist außerdem darauf hin, dass sie einen Ablauf besitzt und sich auswaschen lässt. Genau solche Details zeigen, dass hier nicht nur Datenblatt Marketing betrieben wurde, sondern jemand ernsthaft an Alltag gedacht hat.
Was heißt das in der Praxis? Kinderwagen, Getränkekisten, Sporttaschen, nasse Wanderschuhe, Ladekabel, Einkaufstaschen, schmutzige Gummistiefel oder der nasse Hundekram nach dem Ausflug lassen sich deutlich entspannter verstauen als in vielen anderen kompakten Elektroautos. Die Kabel verschwinden im Frunk. Unten in der GigaBox landet alles, was dreckig, nass oder sperrig ist. Der normale Kofferraumboden bleibt frei für das, was sauber bleiben soll. Gerade für Pendler und kleine Familien ist das Gold wert. Viele Hersteller reden gerne über digitale Features. Ford punktet hier mit etwas viel Wichtigerem: praktischer Nutzbarkeit. Deshalb ist der Puma Gen-E nicht nur ein Stadt SUV mit Akku, sondern ein erstaunlich vernünftiges Lasttier im Kleinformat.
Natürlich kommt diese Praktikabilität nicht aus dem Nichts. Der längere Blick auf das Konzept zeigt auch, wo Ford den Schwerpunkt setzt. Der Puma Gen-E ist hinten nicht übermäßig luftig, aber er nutzt den vorhandenen Raum clever aus. Er will nicht die Lounge auf Rädern sein. Er will die Tasche, den Einkauf, die Jacken, die Kabel und notfalls auch das halbe Wochenende mitnehmen. Und genau deshalb wirkt er so stimmig. In einem Auto dieser Größe erwartet man oft Kompromisse. Der Puma Gen-E liefert sie beim Platz auf der Rückbank, aber er kontert mit einem Stauraumkonzept, das im Alltag wahrscheinlich häufiger Freude macht als ein paar Zentimeter mehr Knieraum. Wer oft mit Gepäck fährt, wird das schneller merken als jede WLTP Zahl.

Antrieb, Reichweite und Laden passen, aber sie setzen klare Grenzen | Ford Puma Gen-E
Technisch fährt der Puma Gen-E mit einem klaren Profil vor. Die aktuelle 2026er Version kommt auf 124 kW, also 168 PS, liefert 290 Nm Drehmoment, sprintet in 8,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht maximal 160 km/h. Die Batterie arbeitet mit 400-Volt-Technik und nutzt eine Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Chemie. Die Netto-Batteriekapazität liegt bei 46,8 kWh. Dazu kommen bis zu 417 Kilometer Reichweite nach WLTP und bis zu 572 Kilometer im Stadtzyklus. Das klingt auf dem Papier ordentlich, vor allem für ein kompaktes Elektroauto dieser Größe. Trotzdem sollte man die Werte richtig einordnen. Der Ford Puma Gene E will kein großer Langstrecken-Stromer sein. Er wirkt eher wie ein effizienter Alltagsbegleiter für Pendler, Stadtfahrten, kurze Wochenendtouren und den normalen Familienalltag.
Wichtig ist dabei ein Detail, das schnell für Verwirrung sorgen kann. Zum Ford Puma Gen-E kursieren aktuell unterschiedliche Zahlenstände, weil es frühere und neuere Angaben zum Modell gibt. Ältere Versionen wurden mit kleinerer Netto-Batteriekapazität, geringerer WLTP-Reichweite und leicht anderen Ladezeiten geführt. Für das Modelljahr 2026 wurde die Technik angepasst, wodurch die Reichweite über die Marke von 400 Kilometern steigt. Genau deshalb lohnt sich bei Händlerangeboten, Lagerfahrzeugen oder älteren Fahrberichten ein genauer Blick auf das Modelljahr. Sonst vergleicht man schnell Werte, die nicht zur gleichen Version gehören. Gerade bei Reichweite, Batteriekapazität und Ladezeit macht das einen spürbaren Unterschied. Wer den Puma Gen-E ernsthaft ins Auge fasst, sollte deshalb nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch prüfen, welche technische Ausführung tatsächlich angeboten wird.
Und wie sieht das nun im echten Leben aus? Reicht das für Pendler und Alltag oder wird es schnell eng? Die ehrliche Antwort lautet: Für viele Alltagsprofile reicht es gut. Auf Landstraße, in der Stadt und auf typischen Pendelstrecken kann der Puma Gen-E seine Effizienz gut ausspielen. Dort fährt ein Elektroauto meist besonders sparsam, weil viele Bremsvorgänge Energie zurückgewinnen und das Tempo selten dauerhaft hoch bleibt. Auf der Autobahn sieht die Sache anders aus. Bei höherem Tempo steigt der Verbrauch spürbar, und die reale Reichweite rückt deutlich von den besten Laborwerten weg. Wer täglich 40 bis 80 Kilometer pendelt, Einkäufe erledigt oder am Wochenende ins Umland fährt, dürfte mit dem Puma Gen-E sehr entspannt leben. Wer dagegen regelmäßig 400 bis 500 Kilometer am Stück auf der Autobahn fährt, sollte Ladepausen fest einplanen und die Reichweite nicht zu optimistisch rechnen.
Beim Laden bleibt der Puma Gen-E alltagstauglich, aber nicht spektakulär. An der Schnellladesäule lädt die aktuelle Version in etwa 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Die maximale DC-Ladeleistung liegt bei 100 kW. Das reicht für normale Pausen unterwegs völlig aus, setzt aber keine Bestwerte. Wer längere Strecken fährt, sollte also etwas Planung einrechnen und nicht erwarten, dass der Akku in wenigen Minuten wieder fast voll ist. Deutlich entspannter wirkt der Puma Gen-E zu Hause oder am Arbeitsplatz. An einer Wallbox lädt er planbarer und meist günstiger als an vielen Schnellladern. Das Laden an der normalen Haushaltssteckdose eignet sich eher für den Notfall oder gelegentliche Nutzung, nicht als dauerhafte Lösung. Praktisch ist, dass ein Mode-3-Ladekabel für öffentliche AC-Ladesäulen serienmäßig dazugehört. Dazu kommt der Zugriff auf ein großes Ladenetzwerk in Europa samt Plug and Charge an passenden Säulen. Damit wird der Ladevorgang einfacher, weil das Auto an kompatiblen Stationen automatisch erkannt wird.
Gerade für E Auto Einsteiger steckt hier ein wichtiger Punkt: Der Ford Puma Gene E entfaltet seinen Charme am stärksten, wenn das Ladeverhalten zum Auto passt. Wer abends zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, bekommt ein unkompliziertes Pendlerauto. Wer dagegen ständig auf öffentliche Schnelllader angewiesen ist, spürt die Grenzen der Batteriegröße schneller. Das ist kein Mangel im eigentlichen Sinn. Es ist eher die ehrliche Natur dieses Modells. Der Puma Gen-E ist kein Strom Kreuzfahrtschiff. Er ist ein kompaktes Elektroauto mit sehr brauchbarer Effizienz, ordentlichem Laden und klarer urbaner DNA. Und genau so sollte man ihn lesen.
Auf der Straße fährt der Puma Gen-E erstaunlich erwachsen
Viele Elektroautos fahren ordentlich. Einige fahren leise. Manche fahren schnell. Der Puma Gen-E versucht etwas anderes: Er will sich lebendig anfühlen. Das passt gut zur Marke und auch zum Charakter des normalen Puma. Der elektrische Antrieb sitzt vorn, treibt die Vorderachse an und liefert sein Drehmoment sofort. Dadurch wirkt das Auto beim Anfahren spontan, beim Einfädeln angenehm wach und auf der Landstraße leichter, als man es von manchen schwerfällig abgestimmten E-Autos kennt. Die Abstimmung geht eher in Richtung agil als weichgespült. Genau das macht den Puma Gen-E interessant für Fahrer, die kein emotionsloses Elektroauto suchen, sondern ein kompaktes Modell mit etwas Fahrfreude.
In der Stadt spielt ihm zusätzlich die kompakte Größe in die Karten. Der Wendekreis liegt laut technischen Daten bei 10,5 Metern, und das ist im Alltag ein echter Vorteil. Enge Kreuzungen, Parkhaus Spindeln, Wendemanöver in Seitenstraßen oder das Rangieren vor der Ladesäule gelingen damit deutlich entspannter als in manchen größeren Elektro SUVs. Dazu kommen vier wählbare Fahrmodi, mit denen sich der Charakter etwas anpassen lässt. Man merkt dem Wagen an, dass er nicht nur fürs Datenblatt gemacht wurde. Er will sich leicht bedienen lassen. Gerade Einsteiger, die Elektroautos bisher für schwer, groß oder künstlich gehalten haben, könnten hier positiv überrascht sein.
Trotzdem sollte man die Erwartungen realistisch halten. Auf der Autobahn wirkt der Puma Gen-E bei höherem Tempo nicht mehr ganz so leichtfüßig wie im Stadtverkehr oder auf der Landstraße. Vor allem oberhalb von 120 km/h merkt man, dass der Antrieb nicht auf dauerhaft hohes Reisetempo ausgelegt ist. Bei 160 km/h endet der Vortrieb ohnehin. Für den normalen Alltag ist das völlig in Ordnung. Wer pendelt, einkauft, Kinder transportiert oder am Wochenende eine überschaubare Strecke fährt, wird damit gut zurechtkommen. Für lange Autobahnetappen mit dauerhaft zügigem Tempo passt der Charakter des Autos dagegen weniger gut. Der Puma Gen-E fühlt sich eher wie ein wendiger, aufmerksamer Begleiter für Stadt, Landstraße und tägliche Wege an. Genau dort spielt er seine Stärken aus.

Preis, Ausstattung und Gegenwert ergeben ein gemischtes Bild
Beim Preis zeigt der Puma Gen-E recht deutlich, dass er nicht als günstiger Einstieg in die Elektromobilität gedacht ist. Der aktuelle Einstieg liegt bei 36.900 Euro. Darüber folgt der Gen-E Premium für 39.400 Euro. Die BlueCruise Edition liegt bei 42.400 Euro. Dafür bringt schon das Grundmodell eine ordentliche Ausstattung mit. Dazu zählen unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallräder, Ambientebeleuchtung, Navigation und ein 5G-Modem. Der Premium legt mit 18-Zoll-Rädern, Matrix-LED-Scheinwerfern und einem B&O-Soundsystem mit integrierter Soundbar noch einmal nach. Die BlueCruise Edition richtet sich stärker an Fahrer, die mehr Assistenztechnik und vernetzte Funktionen wünschen. Insgesamt wirkt die Ausstattung nicht künstlich knapp gehalten. Ford versucht also nicht, den Einstiegspreis schön klein zu rechnen und wichtige Dinge erst über teure Extras nachzureichen.
Das ausgestattete Beispiel in Electric Yellow Metallic macht die Preisspanne noch greifbarer. Hier steht ein Puma Gen-E mit 124 kW, Frontantrieb und Automatikgetriebe im Mittelpunkt. Der kombinierte Verbrauch liegt je nach Ausführung bei 14,5 bis 13,7 kWh pro 100 Kilometer. Beim Preis wird es konkret: 39.400 Euro Grundpreis und 41.900 Euro Testwagenpreis. Zur Ausstattung gehören unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallräder, eine hochwertige Polsterung, die 145 Liter große GigaBox im Kofferraumboden, ein Armaturenbrett mit Kunstlederbezug, Ambientebeleuchtung, eine induktive Smartphone-Ladeschale, das Ford Key Free System, Klimaautomatik, eine 12,8-Zoll-Instrumententafel und Dynamic-LED-Matrix-Scheinwerfer. Dazu kommen Extras wie ein Fahrerassistenz-Paket und ein Winter-Paket mit beheizbarer Frontscheibe, Sitzheizung vorn und Lenkradheizung. Genau solche Ausstattungsdetails machen im Alltag oft mehr aus als große Werbeversprechen. Gerade im Winter willst Du nicht lange über Sitzheizung und freie Sicht diskutieren. Du willst einsteigen, losfahren und Dich wohlfühlen.
Trotzdem bleibt die Preisfrage berechtigt. Der Puma Gen-E bietet viel Nutzwert, ein modernes Antriebskonzept, ordentlichen Stauraum und eine angenehme Ausstattung. Gleichzeitig ist er kein Schnäppchen. Die Batterie fällt im Verhältnis zum Listenpreis eher kompakt aus, und die Ladeleistung ist solide, aber nicht außergewöhnlich. Der Puma Gen-E rechtfertigt seinen Preis also weniger über reine Spitzenwerte, sondern über das Gesamtpaket. Wer ein kompaktes Elektroauto mit guter Alltagstauglichkeit, praktischer Kofferraumlösung, angenehmer Bedienung und ordentlicher Ausstattung sucht, findet hier viele Argumente. Wer dagegen vor allem die maximale Reichweite fürs Geld sucht, sollte die Zahlen sehr genau prüfen. Der Puma Gen-E ist eher ein durchdachter Alltagsstromer als ein Preisbrecher.

Fazit – Ford Puma Gen-E
Der Ford Puma Gen-E ist kein Blender. Genau das macht ihn sympathisch. Er trägt kein überzogen futuristisches Kostüm, er verspricht keine Wunder auf der Langstrecke und er will auch nicht so tun, als sei jeder Nachteil plötzlich ein Feature. Stattdessen liefert er ein erstaunlich rundes Gesamtpaket für Menschen, die ein kompaktes Elektroauto mit echter Alltagstauglichkeit suchen. Das Design ist angenehm vertraut, der Innenraum modern genug, die Bedienung weitgehend logisch, das Fahrgefühl lebendig und der Kofferraum für diese Klasse fast schon ein kleines Kunststück. Dagegen stehen ein eher knapper Fond, kein sensationelles Ladetempo und ein Preis, bei dem man schon genauer hinsehen muss.
Mein Eindruck fällt trotzdem positiv aus. Als Ford Puma Gene E ist dieses Modell vor allem dann stark, wenn es in das echte Leben passen soll und nicht in eine Excel Tabelle. Für Pendler, Stadtmenschen, E Auto Einsteiger und kleine Familien ist das ein sehr schlüssiges Auto. Für Vielfahrer mit regelmäßigen Autobahn Etappen über lange Distanzen gibt es passendere Konzepte. Wer den Puma Gen-E ernsthaft auf dem Zettel hat, sollte deshalb nicht nur eine Probefahrt machen, sondern zwei Dinge ganz bewusst testen: einmal hinten probesitzen und einmal den Kofferraum mit dem eigenen Alltag denken. Kinderwagen, Ladekabel, Getränkekiste, Wochenendtasche, Winterjacken. Genau da entscheidet sich, ob dieses Auto nur gut aussieht oder wirklich zu Dir passt.
Bonus Tipp: Achte bei der Besichtigung besonders auf die Paketstruktur. Beim Puma Gen-E machen Fahrerassistenz Paket, Winter Paket und die jeweilige Ausstattungslinie im Alltag einen größeren Unterschied als bloße Felgengröße oder Lackfarbe. Wenn Du das Auto hauptsächlich morgens, im Winter und im Stadtverkehr nutzt, bringen Sitzheizung, Lenkradheizung, Kamera und Parkhilfen oft mehr Lebensqualität als jedes Extra, das nur gut im Konfigurator klingt.