Garmin vivosmart HR

Fitnessarmband mit integrierter Herzfrequenzmessung am Handgelenk und Etagenzähler

Garmin vivosmart HR

Für einen minimalen Aufpreis von 20 Euro, kann die Garmin vivosmart unter neuem Namen (Garmin vivosmart HR*) nun auch den Puls dauerhaft am Handgelenk messen. Wie alle Garmin-Geräte lässt sich das smarte Armband per ANT+ Schnittstelle mit anderen Geräten verbinden, sodass die Herzfrequenz auch für andere Möglichkeiten weiterverwendet wird. Darüber hinaus hat Garmin der vivosmart HR ein paar feine Änderungen verpasst, mehr dazu im Test.

Komfort

Die vivosmart wird im eigenen Store noch für 129 Euro angepriesen, während die neuere, sowie weiterentwickelte vivosmart HR für 149 Euro angeboten wird. Den geringen Aufpreis würde ich durch den im direkten Vergleich verschlechterten Tragekomfort rechtfertigen. Denn darüber hinaus bietet das neue Modell nicht nur den Sensor zur Herzfrequenzmessung, sondern auch ein komplett neues Design und neue Funktionen. Allerdings hat gerade der Komfort zu Wünschen übrig gelassen, denn die vivosmart HR wird nicht mehr über eine komfortable Druck-Schnalle aus Gummi geschlossen. Eine Schnalle, vergleichbar mit einer Armbanduhr, findet sich nun dort als Schließmechanismus.

Da natürlich akkurat gemessen werden soll, muss die vivosmart HR fest an Ort und Stelle sitzen. Das hat allerdings den Nachteil, dass sie für mich in manchen Situationen doch nach etwa einem halben Tag zu einem Störfaktor wird und ich anfangen muss, sie auf dem Armgelenk zu verschieben. Vielleicht ist es auch das unbekannte Material der Schnelle bzw. die „Inhaltsstoffe“, welche leichtes Unbehagen erzeugen.

Herzfrequenzmessung

Ihre Hauptaufgabe, die Herzfrequenz überwachen, erfüllt die neue vivosmart HR mit Bravour. Allerdings fehlt mir hierbei etwas der mögliche Funktionsumfang. Gemessen wird direkt am Handgelenk über Sensoren, die permanent den Wert erfassen und auf dem Display wiedergeben. Daneben, kleiner dargestellt, wird die durchschnittliche Herzfrequenz in Ruhe angezeigt. Eine Statistik über den Tagesverlauf hierzu wird, und das wäre für mich sehr wünschenswert, leider nicht auf die Garmin Connect App übertragen. Hier werden alle gespeicherten Daten wie Aktivität, Schritte und Stockwerke hinzugefügt.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Höhenbarometer noch nicht ausgereift

Garmin vivosmart HR Letzteres ist ein neues Feature der Garmin vivosmart HR, wobei diese über einen barometrischen Höhenmesser Stockwerke zählen will. Leider hat dieses Feature mich nicht überzeugt, da es für mich nach reiner Willkür aussah. Effektiv lag die Messung immer daneben, egal ob es um ein Stockwerk oder mehrere ging. Einfaches Beispiel: morgens und abends möchte der Hund ausgeführt werden, dass sind aus dem 2. Stock betrachtet pro Tag mindestens „acht Stockwerke“.

Allerdings waren es für die vivosmart HR manchmal nur zwei, drei, sieben oder auch mal zwölf. Traurig aber wahr: an der Nordseeküste der Niederlande bin ich laut vivosmart HR vierzehn Stockwerke hoch- oder runtergelaufen ohne auch nur eine Treppe gesehen zu haben. Das Barometer misst wohl die Höhe durchaus genau, doch nicht immer sind es dabei auch wahrhaftig bezwungene Stockwerke.

Garmin vivosmart HR Schlaf und Fitness

Obgleich das Garmin vivosmart HR nicht ganz so komfortabel ist, wie andere Fitness-Armbänder, kann es auch nachts getragen werden und so Erkenntnisse über den Schlaf liefern. Im ersten Hinblick eine reine Spielerei, doch über verschiedene „Schlafenszeiten“ stellt sich auch ein unterschiedlicher Schlaf ein. So werde ich beispielsweise zwischen sieben und acht Uhr morgens langsam ohnehin wach, kann also passend dazu meine Augen in der Nacht schließen, dass am Ende etwa acht Stunden Schlaf dabei herauskommen.

Durch ein optisches Messverfahren entfällt der teils beim Joggen oder Sport störende Brustgurt. Das Messverfahren über den veränderten Blutgehalt in den peripheren Gefäßen (variierender Blutdruck) stellt erstaunlich exakte Ergebnisse dar. Im Alltag misst die vivosmart HR nur etwa alle zehn Minuten die Herzfrequenz. Bei einem aktiven Lauf oder „Aktivität“, wie es später in Garmin connect heißt, wird dauerhaft aufgezeichnet. Hierfür muss das Armband in jedem Fall fest sitzen, was wiederum auf den mangelnden Komfort der Schnalle zurückführt.

Akku und Display

An der Akkulaufzeit von vier bis fünf Tagen gibt es nichts zu meckern, immerhin arbeitet die vivosmart HR als „verlängerter Arm“ des Smartphones und gibt dessen Infos, wie eMails, Nachrichten oder sonstige Notifications, weiter. Das Display ist dabei im Hinblick auf die tadellose vivosmart noch verbessert worden. Die Ablesbarkeit liegt für mich über 100% bei Tag und Nacht. Selbst bei sehr flachen Winkeln lässt sich beispielsweise die Uhrzeit noch sehr gut ablesen.

Garmin trifft Garmin

In der Theorie sind alle Garmin Geräte untereinander kompatibel. So lässt sich per ANT+ Schnittstelle die vivosmart HR entweder als externer Pulsmesser für etwa die Virb XE verwenden oder via Bluetooth als Fernbedienung für die hauseigene Action-Cam. Allerdings muss ich für diese Erfahrung an andere Tester verweisen, denn in meinem Fall hat sich zwischen der Virb XE (v3.70) und der vivosmart HR (v2.60) keine Verbindung aufbauen wollen.

  • Fitnessarmband mit integrierter Herzfrequenzmessung am Handgelenk und Etagenzähler
  • Activity Tracker, der Sie über bewegungsintensive Minuten, Uhrzeit, Schritte, Tagesziel, Distanz, Kalorien, etc, informiert
  • Smartband mit Touchdisplay, welches auch bei Sonnenlicht sehr gut ablesbar ist, und Smart Notifications (z.B. SMS, Anrufe, Kalender und Social Media Benachrichtigungen)
  • Liefert genaue Informationen über Kalorienverbrauch mithilfe der Herzfrequenz und erlaubt eine umfassende Datenanalyse via Garmin Connect
  • Lieferumfang: vivosmart HR schwarz, vivosmart HR Ladeklemme, Schnellstartanleitung

Garmin vivosmart HR Fazit

Obwohl vielleicht ein leicht negativer Ton durch den Text schwebt, bin ich von der Garmin vivosmart HR* sehr angetan. Für mich ist es eines der elegantesten Smartbänder auf dem Markt. Es ist gut verarbeitet, sehr funktional und abgesehen von dem persönlichen Manko des Komfortempfindens ein durchweg zu empfehlendes Smartband. Ideal natürlich, wenn sich bereits Garmin Geräte im Besitz befinden.

Fotos & Text (c) Fabian Meßner

Hinweis:

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