Seat gibt Gas: Seat Arona erhält CNG-Antrieb

Seat Arona CNG-Antrieb

Seat gibt Gas: Seat Arona erhält CNG-Antrieb

Erdgas: Günstig, aber gefährlich? Das Ammenmärchen, das den Menschen Ängste in den Hinterkopf treibt, scheint immer noch vorhanden. Doch gerade Seat räumt damit kräftig auf, da die Spanier ein starkes Angebot an CNG-Motoren – also Erdgas-Antriebe – bieten. Auf dem Pariser Autosalon wurde nun der Seat Arona als CNG-Variante vorgestellt und weitet das Portfolio damit aus. Wo bestehen die Unterschiede zum „gewöhnlichen“ Verbrenner?

Sicherheit

Beim Thema Sicherheit werden keine Abstriche gemacht. Und so ist ein Seat Arona mit CNG-Antrieb genauso sicher, wie einer mit Benzin- oder Dieselmotor. Punkt! Der Unterschied beim Tanken liegt eigentlich nur am Einfüllstutzen. Und davon gibt es gleich zwei: Einen für Benzin und einen für CNG. Der CNG-Tank nimmt den Raum des Reserverads ein und ist aus hochfestem Stahl gefertigt. Zusätzlich ist er besonders gegen Rost geschützt.

Ein CNG-Tank verfügt darüber hinaus über zig Magnet-Sicherheitsventile, sodass das Erdgas im Innern hermetisch abgeriegelt ist. Geöffnet werden die Ventile nur bei eingeschalteter Zündung. Besonders sicher sind die Tanks außerdem, da sie alle vier Jahre gründlich kontrolliert und zertifiziert werden. Zudem müssen sie gesonderte Crash-Tests durchlaufen. Vorteil von CNG beim Tanken: Es gibt kein Tropfen und keinen lästigen Geruch!

Antrieb

Der Antrieb des Seat Arona ist ein Verbrenner, wie man ihn kennt: Zündung, Luft-Benzin bzw. Gas-Gemisch, Kolben, Pleuel – alles da. Im Fall des Seat Arona CNG kann das Aggregat sowohl mit komprimiertem Erdgas als auch mit Benzin betrieben werden. Im Standardbetrieb wird auf CNG geschaltet. Wenn dieses aufgebraucht ist, wird auf Benzin umgeschaltet – von den Passagieren unbemerkt. Einzig der Fahrer merkt dies, wenn er auf die Füllstandsanzeige und das Infodisplay blickt.

Beim Leistungsoutput entsteht zwischen CNG- und Benzin-Betrieb übrigens kein Unterschied. Und das Output ist ein angenehmes: Der 1.0 Liter Dreizylinder entwickelt 66 kW/90 PS und hat mit dem kleinen SUV leichtes Spiel. Für den CNG-Einsatz erfuhr der Motor lediglich ein paar Verstärkungen einzelner Komponenten. Das Aggregat als solches ist aus dem Seat Ibiza bekannt und läuft dort unter der Bezeichnung TGI. Hierbei handelt es sich also um einen Turbo-aufgeladenen Motor – und das spürt man. Das Drehmoment von 160 Nm reicht für die kompakten Modelle allemal aus.

Was die Emissionen anbelangt, glänzen Erdgas-Antriebe, wie jener im Seat Arona besonders. Dank Einhaltung strengster Vorschriften, emittiert ein Erdgas-Motor im Vergleich zu einem Euro-6-Diesel bis zu 95 Prozent weniger Stickoxide und etwa ein Viertel weniger CO2.

Alltag

Wie bereits erwähnt, zeigt sich ein CNG-Antrieb im Alltag von seiner besten Seite: unbemerkt. Merken kann man den Unterschied aber bei den Steuern und beim Gaspreis. Zwar ist das Tankstellen-Netz noch etwas dünn, sodass man seine Route etwas planen sollte. Aber wenn einem das Erdgas ausgehen sollte, steht immer noch ein kleiner Benzin-Tank bereit, der das Weiterkommen sichert. Preislich bewegt sich CNG gerade zwischen 1,00 und 1,06 Euro pro Kg Gas – ein Vorteil gegenüber Benzin und Diesel, der sich durch Steuerbegünstigungen erklärt. Steuerbegünstig sind auch die Fahrzeuge selbst. Und das Ammenmärchen? Das legt man am besten ad acta.

Weitere Informationen zu SEAT findet ihr hier: http://www.seat.de/

(c) Fotos Seat