Skoda Octavia 3 Combi Scout

Modernste Allradtechnik auf Basis der Haldex-5-Kupplung und neue Technik-Features

Skoda Octavia 3 Combi Scout

Crossover definiert jeder scheinbar völlig anders. Für manche sind es Coupés auf hohen Stelzen, andere kreuzen einen Van mit einem SUV. Für Skoda ist es ein Kombi, der sich leicht erhöht abseits der Straßen bewegt. Der Skoda Octavia Kombi Scout ist mittels Allradantrieb der neuesten Haldex5-Generation fast besser für den Ausflug ins Gelände gerüstet als manch ein SUV, dass einst dafür gedacht war.

Mit seiner Bodenfreiheit von knapp 17 Zentimetern kann er keine tiefen Wasserdurchfahrten überstehen, dafür aber mehr als nur den üblichen Feldweg passieren. Neben der normalen Straße, auf der er bei hohen Geschwindigkeiten durch die höhere Karosserie doch eher anfällig für Windböen war, konnten wir den Scout auch abseits der Straße bewegen.

Obgleich ein Waldstück, das zwei Dörfer verbindet oder den Offroad Parcours des ADAC – nichts davon stellt den Scout vor unlösbare Aufgaben. Egal ob Sand, Schlamm oder die üblichen steinigen Passagen – durchdrehende Räder sucht man bei diesem Allrad-Kombi vergeblich. Selbst in der Sandgrube rutscht das vordere Rad nur kurz durch, bevor der Vortrieb entsteht.

Was auf der Straße als komfortabel, manchmal aber auch „schaukelnd“ abgetan wird, wird im Gelände zum Vorteil. Bei großen Löchern werden die Insassen nicht ganz so heftig durchgeschaukelt, wie es etwa in einem normalen Octavia mit 31 Millimeter weniger Bodenfreiheit der Fall wäre. Die Robustheit zeigt sich auch schon am Exterieur. Schwarze Plastik-Verkleidungen, die nicht dafür gedacht sind Parkrempler zu vermeiden, sondern für echten Offroad-Einsatz die Karosserie schützen sollen. Sollte der Böschungswinkel von 16,7 Grad vorne und 13,8 Grad hinten doch mal nicht ausreichen ist bei einem Aufsetzer immerhin das schöne Blech weitestgehend geschützt.

Dazu kommen ein Unterfahrschutz und die an große Geländewagen angelehnte Alu-Verkleidung mittig von Front- und Heckstoßstange. Auch im inneren kommt der „Sonderedition“-Charakter durch mit Scout-Schriftzügen, wohin das Auge nur blickt. Das Dreispeichen-Lenkrad ist ebenso serienmäßig an Board, wie „simply clever“-Lösungen (Eiskratzer im Tankdeckel etc.). Bis zu zwei Tonnen zieht der Scout, wenn es denn einmal sein muss. Mit anderen Worten ein Pferdeanhänger ist kein Problem!

Und das für jede Motorisierung. Zur Wahl stehen davon drei, zwei Diesel und ein Benziner. Der 2.0 TDI in der 150 PS Leistungsstufe wird mit einem manuellen Sechsgangschaltgetriebe angeboten. Für den Städter mit Ambition nach draußen reicht das aus. Der Landwirt, der seine Tiere von A nach B bringen muss, wird eher zum 184 PS Diesel oder 180 PS Benziner greifen. Die beiden letzteren sind nur mit dem 6-Gang-DSG zu erwerben.

Und genauso muss man den Scout auch sehen. Kein Auto für Gelegenheits-Ausflügler, sondern eine unterstützende Zugmaschine für solche, die mit Stadt-SUVs nichts anfangen können, viel Platz brauchen und auch mal raus „aufs Land“ wollen.

 

Fotos & Text (c) Fabian Meßner

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