43. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring – 24 Stunden Motorsport-Feeling im Nissan Race Camp

Ein Duft von verbranntem Gummi gepaart mit einem Benzin-Ölgemisch liegt in der Luft. Motoren knattern auf und sekündlichen ziehen Sportwagen in einer atemberaubenden Geschwindigkeit an einem vorbei. Höllenmaschinen, die dank Spoilern und Flügeln nur so über die Piste schweben. Man steht am Zaun, nur wenige Meter von Curbs und dem glühenden Asphalt entfernt. Der Motorensound ist so gigantisch, dass Unterhaltungen zu seinem gegenüber ohne zu schreien kaum möglich sind. Selbst den Luftzug der Rennwagen scheint man zu spüren, so unmittelbar an der Rennstrecke.

Mit einem starren Blick auf den Asphalt gerichtet, verfolgt man das Geschehen auf dem Track. Bloß nicht seinen eigenen Favoriten verpassen! Tagsüber im hellen nicht das Problem. Sobald aber die Dämmerung und die Nacht hereinbrechen, schon etwas schwieriger. Jetzt kommt es auf ein gutes Gehör an, Motorgeräusche dienen als Orientierung. Dann ein kurzes knattern des Motors, helles Aufblitzen der Front- und Heckscheinwerfer, schon ist der Rennwagen auch wieder vorbei gezogen. Keine Minute später der Nächste, der in einem brachialen Tempo vorbei zieht -24 Stunden lang Motorsport vom Feinsten.

43. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring - 24 Stunden Motorsport-Feeling im Nissan Race Camp

Die Grüne Hölle diente als Schauplatz dieses einmaligen Erlebnisses. Von Freitag bis Sonntag checkten wir daher im Nissan Nismo Race Camp ein, um das 43. ADAC Zurich 24h-Rennen live vor Ort zu verfolgen. Von Korso fahren auf der Nordschleife über Grid Walk auf der Start-/Zielgeraden bis hin zur Siegerehrung haben wir dieses legendäre Rennen in der Eifel hautnah erleben dürfen. Selbst das Wetter meinte es an diesem Wochenende gut mit uns und bot uns eine herrliche Kulisse aus malerischen Wolken und Sonnenschein. Nur in der Nacht wurde es etwas ungemütlich mit Regen und Wind, was allerdings so ein Rennen nur noch spannender macht. Schließich kommt es dann auf ein gut funktionierendes Team an, um hier schnell zu handeln. Größten Respekt aber gilt natürlich den Fahrern, die die PS-starken-Boliden mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und Präzision über den Ring scheuchten – egal bei welchen Wetterverhältnissen.

Nissan ist gleich mit zwei Fahrzeugen vertreten gewesen, wobei leider nur ein Fahrzeug das Rennen erfolgreich beenden konnte. Den 9. Platz und damit eine hervorragende Top-10-Platzierung erreichte der Nissan GT-R mit der Startnummer 35 um die Fahrer Alex Buncombe, Kazuki Hoshino, Michael Krumm und Lucas Ordonez. Der zweite Nissan GT-R aus dem privaten Schulze Motosport Team schied unglücklicherweise 45 Minuten vor dem Ende aus – Getriebeschade.

Audi gewann mit seinem R8 LMS (Startnummer 28) des Audi Sport Team WRT den Gesamtsieg des 43. ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring. In einem bis zum Schluss spannenden Zweikampf konnte sich das Team um die Fahrer Nico Müller, Christopher Mies, Edward Sandström und Laurens Vanthoor vor dem Zweitplatzierten BMW Z4 GT mit den Fahrern Maxime Martin, Lucas Luhr, Markus Palttala und Richard Westbrook durchsetzen. Platz drei erreichten die Fahrer Peter Dumbreck, Wolf Henzler, Martin Ragginger und Alexandre Imperatori im Porsche 911 GT3 R (Startnummer 44) von Falken Motorsports.

Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ist mit Sicherheit ein Erlebnis, welches man unbedingt mal live erlebt haben sollte. Alleine was Fans und Motosport-Enthusiasten rund um die Strecke veranstalten ist unglaublich. Da werden man schnell eben eigene Tribünen mit Sofa und Leinwand gebaut, um dann 24 Stunden lang eine riesige Party zu feiern.

Gratulation an dieser Stelle den Siegern und natürlich allen Fahren und Teams, die bei diesem legendären Rennen an den Start gegangen sind. Weitere Infos zum Nissan Race Camp gibt es hier.

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  1. Deutscher Auto Blogger Digest vom 21.05.2015 › "Auto .. geil"

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