Das arabische Herz von Singapur – Singapore Airlines Teil III

Arab Street District - Singapore

Seit Jahrhunderten wird Singapur von Einwanderern aus unterschiedlichen Kulturen maßgeblich geprägt. Eine besondere Rolle kommt dabei den Arabern zu, die zumeist als Händler kamen und ihre eigenen Traditionen mitbrachten. Als Singapur in britischen Besitz überging, zogen sich viele dieser Einwanderer und ihrer Nachkommen in das Quartier zurück, das heute als Arab Street District bekannt ist und zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört.

Rund um die Arab Street lässt sich überraschend unverfälscht die arabische Kultur erleben, die ursprünglich vor allem aus dem Jemen hierher gelangte, zu der sich aber auch zahlreiche Malaien rechnen, die im Laufe der Zeit den islamischen Glauben angenommen haben. Ein Gang durch die Straßen offenbart Einblicke in eine Welt, die viele mitten in Singapur nicht erwarten würden.

Das Straßenbild im arabischen Viertel ist geprägt von zahlreichen kleinen Läden und Restaurants, die typische arabische Waren und Gerichte feilbieten. Teppiche, Tücher und Körbe gehören ebenso zum Standardsortiment wie Kleidungsstücke, Schmuck oder Gewürze, deren Duft hier allerorten über den Straßen hängt. Die beiden eindrucksvollsten Achsen innerhalb des Viertels sind die Arab Street selbst, die dem ganzen Bezirk ihren Namen gegeben hat, sowie die Baghdad Street.

Viele der Anwohner hier sind bis heute praktizierende Muslime – Frauen mit Kopftüchern sind ebenso allgegenwärtig wie die zahlreichen kleinen Straßencafés, die typisch arabisch anmuten und vor allem von Männern besucht werden. Wer den Charme dieser Umgebung unverfälscht erleben will, sollte sich von den größeren Zentren fernhalten, die sich heute vor allem an den Bedürfnissen von Touristen ausrichten, und stattdessen in die authentischeren Ecken des Arab Street District eintauchen

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Keinesfalls sollte man sich einen Bummel durch die vielen kleinen Geschäfte entgehen lassen, in denen sich einzigartige Entdeckungen machen lassen. Lange suchen muss man hierfür allerdings nicht: Viele Händler stehen vor ihren Läden und versuchen, Passanten in ein Gespräch zu verwickeln und sie von den Vorzügen ihrer Produkte zu überzeugen. Wer sich für einen Kauf entscheidet, sollte sich dabei darüber im Klaren sein, dass das Handeln und Feilschen hier oft nicht nur zum guten Ton gehört, sondern sogar erwartet wird – fast alle Verkäufer sind darauf eingestellt, den Kunden mit den Preisen entgegenzukommen.

Auch architektonisch hat der Arab Street District einiges zu bieten. Als wichtigste Sehenswürdigkeit gilt hier die Masjid Sultan, eine der größten der mehr als 70 Moscheen von Singapur. Als Nichtmuslim lässt sich zwar der Gebetsraum des 1924 errichteten Bauwerks nicht betreten, eine Besichtigung des Vorraums ist jedoch möglich. Unbedingt ist dabei auf angemessene Kleidung zu achten – Besucher in Shorts und T-Shirt erhalten keinen Zutritt. Auch akustisch lässt sich hier übrigens arabisches Flair live erleben: Fünf Mal am Tag erschallt von der Masjid Sultan der Ruf des Muezzins über die Dächer der Arab Street.

2 Kommentare

  1. Mit vielem bringt man Singapur in Verbindung, mit Natur allerdings bislang eher nicht. Ein besonderes Projekt des Stadtstaats hat in den letzten Jahren darauf hingearbeitet, dass sich das ändert: Vor der beeindruckenden Skyline entstehen Stück für Stück d

  2. Ich war in Singapur und habe den arabischen Teil des Landes sehen dürfen. Ich wusste damals allerdings nicht, dass so ein Teil existiert, und entsprechend hat mich dieses Erlebnis sehr überrascht und auch fasziniert.

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